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Äthiopisch-Katholische Kirche

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Die Äthiopisch-Katholische Kirche ist eine mit der Römisch-Katholischen Kirche unierte Ostkirche.

Erste Kontakte zur Katholischen Kirche kamen über Missionare im 14. Jahrhundert zustande. Nachdem Papst Eugen IV. sich 1439 bereits erfolglos um eine Union bemüht hatte, kam es wegen einer drohenden islamischen Invasion zu erneuten Kontakten. Mit Hilfe von Portugal konnte Äthiopien diese abwenden. Mit den Portugiesen kamen die Jesuiten, welche sogleich die Bemühungen um eine Union mit Rom wieder fortsetzten. Hierbei richteten sie sich vor allem an die politisch wichtigen Persönlichkeiten, einschließlich dem Kaiser selbst. 1622 erhob der Kaiser den Katholizismus zur Staatsreligion und Papst Gregor XV. ernannte 1623 den Jesuiten Affonso Mendez zum Patriarchen der äthiopischen Kirche. Als Mendez 1626 in Äthiopien ankam, erklärte man den formellen Anschluss. Mendez beging den schwerwiegenden Fehler, die Liturgie mit lateinischen Elementen zu füllen, was zu blutigen Auseinandersetzungen führte und die Union bereits nach 10 Jahren wieder beendete. Für die nächsten 200 Jahre sollte kein katholischer Missionar mehr seinen Fuß in das Land setzen. Erst seit 1839 kam es wieder zu begrenzten Tätigkeiten durch Vinzentiner und Kapuziner, und von eigentlicher Arbeit ist auch erst seit der Besetzung Äthiopiens durch Italien zu sprechen.

Die heutige Struktur der Äthiopisch-Katholischen Kirche stammt im eigentlichen von 1961, mit der Errichtung einer eigenständigen Metropole in Addis Abeba und des Suffraganbistums Asmara. Mit der Unabhängigkeit Eritreas, 1993, wurden dann 2 weitere Bistümer geschaffen, so dass sich die etwa 203.000 Gläubigen in Äthiopien und Eritrea auf 4 Diözesen verteilen.

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