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Ólafur Ragnar Grímsson

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Ólafur Ragnar Grímsson (*14. Mai 1943, �safjörður) ist der fünfte Präsident der Republik Island. In dieses Amt wurde er 1996 gewählt und in den Jahren 2000 und 2004 erfolgte die Wiederwahl. Er ist der Nachfolger von Vigdís Finnbogadóttir.

Grimsson weigerte sich am 2. Juni 2004 als erster isländischer Präsident, ein vom Althing verabschiedetes Gesetz zu unterzeichnen. Das bereits vorher hoch umstrittene Mediengesetz konnte so nicht in Kraft treten. Er hat bereits angekündigt, das Amt des isländischen Präsidenten von seiner rein zeremoniellen Rolle zu befreien und es politischer zu gestalten als es bisher üblich war.

Laut Meinungsumfragen befürworten etwa 70 % der Isländer dieses Vorgehen. Seine Wiederwahl ohne Gegenkandidaten war deshalb auch ungefährdet, 20 % der Wähler allerdings gaben aus Protest leere Wahlzettel ab.

Leben

Grimsson studierte von 1962 bis 1970 Volkswirtschaft und Politikwissenschaft an der University of Manchester. Er trug maßgeblich dazu bei, das Fach Politikwissenschaft auch in Island einzuführen, und war 18 Jahre lang Professor für Politikwissenschaft an der Universität in Reykjavik. Er war Finanzminister des Landes von 1988 bis 1991.

Bereits als Abgeordneter und späterer Minister war Grimsson wegen seiner scharfen und teilweise polemischen Diskussionsweise bekannt und umstritten. Politisch begann er seine Karriere bei den Rechtsliberalen, wurde von 1987 bis 1995 zum Vorsitzenden der sozialistischen Partei, um diese politisch wieder mehr in die politische Mitte zu führen.

Mit seiner ersten Frau, Guðrún Katrín Þorbergsdóttir, war er ab 1974 verheiratet, bis diese 1998 an Leukämie starb. Grimsson ist seit dem 14. Mai 2003 in zweiter Ehe mit der Israel-Britin Dorrit Moussaef verheiratet.

Weblinks









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