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19. Jahrhundert

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Das 19. Jahrhundert begann am 1. Januar 1801 und endete am 31. Dezember 1900. Es gehört zur Epoche der Neuzeit, die um die Jahrhundertwende zum 16. Jahrhundert begonnen hatte.

Inhaltsverzeichnis

Bürgerliches Zeitalter

Das 19. Jahrhundert wird in seinem Kern oft auch als das Bürgerliche Zeitalter bezeichnet. Dieses "Zeitalter" begann mit dem Aufstieg des Bürgertums als neue politische und wirtschaftliche Macht schon in der Französischen Revolution von 1789 und setzte sich fort in den bürgerlich-liberalen und nationalistischen Revolutionen in vielen Staaten zwischen 1830 und 1848/49 (französische Julirevolution 1830, französische Februarrevolution 1848, Märzrevolution 1848/49 in vielen weiteren Staaten und Regionen Europas, Risorgimento in Italien zwischen 1820 und 1870).

Napoléon Bonaparte hatte zu Beginn des Jahrhunderts in seinen Eroberungsfeldzügen die Ideen der Französischen Revolution europaweit verbreitet und mit dem Code Civil neue bürgerliche Gesetzesgrundlagen geschaffen. Trotz seiner letztlichen Niederlage und dem Versuch der europäischen Fürsten, mit der Politik der Restauration nach dem Wiener Kongress von 1815, die bürgerlichen Fortschritte rückgängig zu machen, hatten sich diese neuen Ideen von nationaler Einheit und liberaleren Rechten in den Gesellschaften Europas, vor allem unter den intellektuellen Eliten festgesetzt.

Ursächlich und begünstigend mit dem Aufstieg des Bürgertums zusammen hing die ebenfalls schon Mitte des 18. Jahrhunderts von Großbritannien ausgegangene Industrielle Revolution, die weltweit, zunächst vor allem in Europa, die ökonomischen und sozialen Verhältnisse grundlegend veränderte, und bis etwa Mitte des 19. Jahrhunderts andauerte. In diesem Zusammenhang kann man das 19. Jahrhundert auch als die Kindheit des modernen Kapitalismus bezeichen. Unter anderen waren aus Deutschland Georg Wilhelm Friedrich Hegel, Karl Marx, Friedrich Engels, Max Weber, Friedrich List einige Theoretiker, die aus unterschiedlichen Betrachtungsweisen heraus die grundlegenden kulturellen, politischen, sozialen und wirtschaftlichen Umbrüche der Zeit analysierten und aufzuarbeiten versuchten. Diese Veränderungen brachten auch die vielerorts noch herrschenden am Absolutismus orientierten Herrschaftsstrukturen der weiterhin herrschenden aristokratischen Fürstenhäuser zunehmend ins Wanken.

Neue untereinander konkurrierende politische Ideen und Gesellschaftsentwürfe brachen sich im 19. Jahrhundert Bahn. Dazu gehören vor allem die Vorstellungen von pluralistischer Demokratie, Liberalismus, Nationalismus, Sozialismus, Kommunismus und Anarchismus. Das Bürgerliche Zeitalter reichte über das 19. Jahrhundert hinaus und endete erst mit dem Zusammenbruch der Macht der meisten europäischen Monarchien zum Ende des 1. Weltkriegs, beginnend mit der russischen Oktoberrevolution 1917.

Bezogen auf die Dauer des bürgerlichen Zeitalters und die entsprechenden Entwicklungen wird das 19. Jahrhundert manchmal auch als "Langes 19. Jahrhundert" bezeichnet, das in diesem Zusammenhang den Zeitraum zwischen 1789 und 1917 umfassen würde (von der Französischen Revolution bis zum 1. Weltkrieg und der Oktoberrevolution in Russland)

Ereignisse/Entwicklungen im Einzelnen

Persönlichkeiten

Erfindungen und Entdeckungen

Siehe auch





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