Aegidienberg
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Einordnung: Ort in Nordrhein-Westfalen
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Aegidienberg ist seit 1969 ein Stadtteil von Bad Honnef im Rhein-Sieg-Kreis, Nordrhein-Westfalen.
Die Gemeinde Aegidienberg fasst ihrerseits 13 Ortschaften zusammen: Aegidienberg, Brüngsberg, Efferoth, Himberg, Höhe, Hövel, Neichen, Orscheid, Retscheid, Rottbitze, Siefenhoven, Wintersberg und Wülscheid.
Die Ortsteile verteilen sich auf verschiedene Anhöhen am Rande des Naturparks Siebengebirge. Die Einwohnerzahl liegt bei etwa 6000 Personen und steigt weiter an. Neben der guten örtlichen Infrastruktur ist die Ortschaft über die Bundesautobahn 3 gut an den Köln-Bonner Raum angebunden.
Der Gemeindename geht auf St.Aegidius zurück, den Namenspatron der örtlichen katholischen Pfarrkirche.
Aegidienberger ist der Name einer Pferderasse, die von dem ortsansässigen Gestüt Feldmann gezüchtet wird. Der Aegidienberger gehört wie das dort gezüchtete Isländer Pferd zu den Gangpferden.
Seit kurzer Zeit hat die Gemeinde ihre eigene Biermarke, das Jillienberger.
Geschichte
Eine Urkunde des Kölner Erzbischofes Wichfried aus dem Jahre 948 n.Chr. legte die Grenzen der Propstei Oberpleis fest und bezog das heutige Gemeindegebiet mit ein, abgesehen von Wülscheid. Die dort festgelegten Grenzen bestehen bis heute als Gemeinde-, Kreis und Landesgrenze. Über die Besiedlung gibt es zu dieser Zeit keine Angaben, es wird vermutet, daß hier vereinzelte Höfe anzutreffen waren. Wahrscheinlich seit Mitte des 13. Jahrhunderts rodeten Honnefer Holzfäller die Wälder in der Umgebung. Im Jahre 1348 findet sich eine urkundliche Erwähnung mit der Bezeichnung Honferode. Der Name Aegidienberg löste diese Bezeichnung vermutlich seit dem 16. Jahrhundert zunehmend ab.
Haupterwerbszweige der Bevölkerung waren neben der Landwirtschaft auch bis in 1920er Jahre der Bergbau in den verschiedenen Zink- und Bleierzminen der Umgebung (Einsiedeltal und andere), ebenso bis in die späten 1950er Jahre der Basaltabbau. Die Gruben am Dachs- und Himberg waren an das Schienennetz der Bröltalbahn angeschlossen, das weit verzweigt bis Asbach, Bonn-Beuel, Siegburg und Waldbröl reichte.
Wie in vielen Gemeinden der Umgebung auch, bieten die verlassenen Basaltgruben am Dachs- und Himberg heute ein schönes Naherholungsziel als Badeseen.
Im November 1923 fanden vor allem in Himberg und Hövel heftige bewaffnete Auseinandersetzungen mit Todesopfern statt, die mit den Geschehnissen der rheinischen Republik in Zusammenhang standen. Ein Denkmal in Hövel und Gräber auf dem Friedhof erinnern an die Ereignisse.
Während der nationalsozialistischen Diktatur wurden in den Basaltsteinbrüchen der Umgebung russische Kriegsgefangene als Zwangsarbeiter eingesetzt.
Zum Ende des zweiten Weltkriegs fanden ebenfalls heftige Kampfhandlungen in der Umgebung statt, nachdem die amerikanischen Truppen am 7. März 1945 bei Remagen den Rhein überschritten hatten. Vereinzelt sind die Spuren bis heute sichtbar.
Am 4. Februar 1961 wurde die evangelische Kirche im Ort geweiht, die seitdem den Namen Friedenskirche trägt.
Aegidienberg war für viele Jahre der Wohnsitz des SPD Politikers Carlo Schmid sowie des Buchautors Heinz G. Konsalik.
Auf der Autobahn 3 im Ortsteil Wülscheid fand am 18. August 1988 das Gladbecker Geiseldrama sein gewalttätiges Ende.
von Aegidienberg
v.l.n.r.: Löwenburg, Lohrberg und Oelberg]]
Literatur
- Karl Gast: Aegidienberg im Wandel der Zeiten (1964)
Weblinks
- weitere Weblinks
- Aegidienberg damals und heuteAegidienbergJillienberger, das Bier
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