Aeolsharfe
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Einordnung: Chordophon
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Die Aeolsharfe (auch Geisterharfe, Wind- oder Wetterharfe) ist ein harfenartiges Saiteninstrument, dessen Saiten durch Einwirkung des natürlichen Luftstromes zum Klingen gebracht werden. Ihr Name leitet sich von Aeolos, dem griechischen Gott des Windes, her.
Eine Aeolsharfe besteht aus einem langen, schmalen Resonanzkasten mit oder ohne Schallloch, auf dem eine (beliebig große) Anzahl im Einklang abgestimmter Darmsaiten über zwei niedrige Stege aufgespannt ist. Die Saiten sind alle gleich lang, auf denselben Ton gestimmt, aber unterschiedlich dick. Nicht ein Bogen, sondern der Wind streicht über die Saiten, wobei Luftwirbel die Saitenschwingungen verstärken. Es entstehen Melodiefolgen oder auch Akkorde, wenn durch mittlere Windgeschwindigkeit die Obertöne der verschiedenen Saiten des Instruments angestimmt werden. Der Klang ist von zauberischer Wirkung, da je nach der Stärke des Windes die Akkorde vom zartesten Pianissimo zum rauschenden Forte anschwellen und wieder verhallen.
Von Harfen, die durch den Luftzug erklingen, berichtet schon das Mittelalter. Theoretisch begründet hat die Aeolsharfe zuerst Athanasius Kircher in seiner Phonurgia nova (1673).
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