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Airbus A380

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Inhaltsverzeichnis

Airbus A380

Der Airbus A380, während seiner Konzeptionsphase als Airbus A3XX bekannt, wird bei seiner Fertigstellung das weltgrößte Zivilflugzeug sein. Produziert vom Airbus-Konzern, ist er auch der Einstieg in eine neue Klasse von Großraumflugzeugen. Die Fertigung von Teilkomponenten an den einzelnen Airbus-Standorten läuft seit Herbst 2003, im Mai 2004 begann in Toulouse die Endmontage der ersten zwei Flugzeuge, die nicht für den Flugbetrieb, sondern ausschließlich für Strukturbelastungstest gebaut werden. Im September 2004 wurde ein solcher Rumpf (in Teilen) und die Flügel per Schiff und Schwerlasttransporter zur Flugzeugwerft Dresden transportiert. In einer eigens dafür erbauten Testhalle der IMA Dresden (IMA Materialforschung und Anwendungstechnik GmbH) wird das zusammengesetzte Flugzeug einem Ermüdungsversuch unterzogen. Dabei werden 47500 Flugzyklen simuliert. Das entspricht etwa einem 25-jährigen Flugzeugleben. Nach erfolgreich bestandenen 5000 Zyklen darf das erste Flugzeug an Kunden ausgeliefert werden.

Entwicklungziele

Für die Entwicklung des Flugzeuges war nicht nur die Erhöhung der möglichen Passagierzahl gefordert, sondern auch die Senkung der spezifischen Kosten des Flugzeuges pro Person und Kilometer. Der A380 soll mit 15% weniger Kosten betrieben werden können als andere moderne Passagierflugzeuge. Dadurch ist der großflächige Einsatz von Kunststoff, Kohlefaserteilen und Sandwichkonstruktionen zur Gewichtseinsparung notwendig geworden. Die Rumpfaußenhaut besteht z.B. nur noch an der Unterseite aus Aluminium. Die obenen 2/3 sind aus einer Aluminium-Kunststoff Sandwichkonstruktion.

Eine Besonderheit dieses Flugzeugs sind die zwei Passagierdecks, die sich fast über die gesamte Flugzeuglänge erstrecken. Bei der Boeing 747 erstreckt sich das obere Passagierdeck nur über einen Teil der Länge. Die Ausmaße des Flugzeuges sind so konzipiert, dass es mit vielen bereits bestehenden Landebahnen von Großflughäfen auskommt. Zur Passagierabfertigung müssen allerdings die bestehenden Einrichtungen erweitert werden, da der Ausstieg parallel auf beiden Decks erfolgen soll.

Zeitplan

Die Entwicklung des Flugzeuges geht auf die achziger Jahre des letzten Jahrhunderts zurück, wo bereits erste Machbarkeitsstudien über ein zukünftiges Großflugzeug erfolgten. Das Terminal 2 in Frankfurt (Baubeginn 1990 - Eröffnung 1994) wurde auf die sog. 70X70m-Box dimensioniert, ist also für den A380 (damals noch A3XX benannt) vordimensioniert.

Nachdem im Jahr 2000 die ersten 50 Bestellungen vorlagen, wurde durch Airbus die Fertigung begonnen. Der erste für die Flugerprobung gebaute Prototyp wird von Oktober 2004 bis Januar 2005 in der Endfertigung sein. Der Rollout, also die feierliche Zeremonie, bei der erstmals in der Öffentlichkeit der A380 die Werkshallen verlässt und der Presse vorgestellt wird, ist für den 18. Januar 2005 geplant. Die Staatschefs der Airbus Hauptproduktionsländer, u.a. Chirac, Schröder und Blair werden der Zeremonie beiwohnen, die im Fernsehen übertragen werden soll.

Der A380-Erstflug ist für Ende März 2005, die Erstauslieferung der Passagierversion ist für Juni 2006 an Singapore Airlines geplant. Die Frachtversion (A380F) soll im Juni 2008 folgen.

Fertigung

Die Fertigung der Teilkomponenten ist auf die europäischen Airbus-Standorte verteilt. Die Endfertigung der Passagierversion erfolgt in Toulouse (Frankreich), die der Frachtversion in Hamburg-Finkenwerder. Die Innenausrüstung und Lackierung der Passagierversion findet ebenfalls im Werk Finkenwerder statt. Im Werk Finkenwerder ist hierfür bereits für eine notwendige Werkserweiterung ein Teil des Naturschutzgebietes Mühlenberger Loch zugeschüttet und bebaut worden, der Umbau wurde zu großen Teilen durch die Stadt Hamburg finanziert. Zusätzlich muß für die A380F die werkseigene Start- und Landebahn verlängert werden. Entscheidend wichtige Grundstücke für die Verlängerung konnten nach langen Verhandlungen mit den Anliegern im Dezember 2004 durch die Stadt Hamburg erworben werden.

Konkurrenzmodelle

Der direkte Konkurrent Boeing hatte das Modell 747-X in Entwicklung, eine verlängerte Version der Boeing 747-400. Nach den Terroranschlägen am 11. September 2001 in New York haben viele Fluglinien ihre Budgets für Neuanschaffungen deutlich gekürzt. Um die Wirtschaftlichkeit der Produktion zu gewährleisten, setzten sich beide Hersteller eine Mindestanzahl von Bestellungen die vor Produktionsbeginn erreicht werden musste. Diese Quote wurde von der Boeing 747-X nicht erreicht. Zudem prognostizierte Boeing keine wirtschaftlichkeit für Großraumflugzeuge mit über 500 Passagieren für die nahe Zukunft und überließ so den Markt komplett an den Konkurrenten Airbus. In den frühen 1990er Jahren stellte auch der damalige Flugzeughersteller McDonnel Douglas ein Konzept für ein Großraumflugzeug mit über 500 Sitzplätzen vor. Das MD-12 genannte Konzeptflugzeug glich dem heutigen Airbus A380 nahezu vollkommen. Nach der Übernahme McDonnel Douglas' durch die Boeing Company wurde auch dieses Konzept zu den Akten gelegt.

Technische Daten


Airbus A380-800 Airbus A380F Boeing 747-400 ER
Länge 72,7 m 70,66 m
Kabinenlänge  ?  ?
50,68 m 57,00 m
Rumpfdurchmesser 7,14 m  ?
Rumpfhöhe 8,47 m 7,85 m
Kabinenbreite 5,92 m (Oberdeck)  ?
6,58 m (Hauptdeck) 6,13 m
Kabinenhöhe  ? (Oberdeck)  ?
 ? (Hauptdeck) 2,54 m
Leitwerkshöhe 24,10 m 19,4 m
Spannweite 79,90 m 64,4 m
Flügelfläche 845 m² 541,1 m²
Flügelpfeilung 33,5° 37°
Leitwerksspannweite ca. 30 m 22,17 m
Max. Nullkraftstoffmasse 361 t 402 t  ?
Maximales Startgewicht 560 t 590 t 413 t
Maximales Landegewicht 386 t 427 t 302 t
Treibstoffkapazität 310.000 l 228.990 l
mit Zusatztank: 241.140 l
Maximale Fluggeschwindigkeit Mach 0,89  ?
Maximale Reisegeschwindigkeit Mach 0,87  ?
Wirtschaftlichste Geschwindigkeit Mach 0,85
(907 km/h bei 35.000 ft)
Mach 0,855
(912 km/h bei 35.000 ft)
Dienstgipfelhöhe 42.980 ft
(13.100 m)
44.935 ft
(13.800 m)
Startrollstrecke 3.353 m 3.231 m  ?
Landegeschwindigkeit 269 km/h  ?  ?
Passagiere 3 Klassen: 555
1 Klasse: 840
12 (Kuriere) 3 Klassen: 416
2 Klassen: 524
Angebotene Triebwerke (je 4) GP7270
GP7277
Rolls-Royce Trent 900
Pratt & Whitney PW 4062
General Electric CF6-80C2B5F
Rolls-Royce RB211-524H6-T-19
Reichweite 14.800 km 10.400 km 14.205 km
Erstauslieferung 2006 2008 2002
Preis 225 Mio. US $
(Okt. 2000)
230 Mio. US $
(Dez. 2000)
200 - 211 Mio. US $
(2002)


Weitere Varianten:

Bestellungen

Total: 139 (Stand: September 2004)

Weblinks



Triebwerkshersteller Rolls-Royce

Siehe auch: Liste von Flugzeugtypen







Info Hinweis: Dieser Artikel basiert auf dem Ursprungsartikel Airbus A380 aus der Wiki pedia und er steht unter der GNU-Lizenz link fuer freie Dokumentation, eine Autoren-Liste ist ebenfalls verfuegbar.

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