Akasha-Chronik
www.infos-aus-germanien.info
Einordnung: Pseudowissenschaft
- Was heißt Akasha-Chronik auf:
Englisch - Französisch - Italienisch - Niederländisch und Schwedisch sowie Spanisch
- Sie wissen mehr über das Thema Akasha-Chronik und möchten uns dazu etwas mitteilen?
Benutzen Sie dazu bitte unser Forum und eröffnen Sie einen neuen Thread zum Thema Akasha-Chronik.
Als Akasha-Chronik bezeichnet man eine Chronik oder ein "Buch des Lebens" im Jenseits beziehungsweise im übersinnlichen Bereich, die man sich als allumfassende historische Bibliothek vorstellen kann, die in einer Geheimsprache abgefasst ist.
Das Konzept eines solchen universalem Welt- oder Astralgedächtnisses findet sich in asiatischen Religionen, in der modernen Esoterik sowie ansatzweise in der Philosophie.
| Inhaltsverzeichnis |
Begriff
Die Vorstellung eines Weltgedächtnisses findet sich bereits bei Platon (vgl. Timaios), Plotin, Ficinus und Paracelsus sowie in Ansätzen auch bei Agrippa von Nettesheim, Eliphas Levi, William James und Eduard von Hartmann.
Erstmalig wurde der Begriff der Akasha-Chronik wohl von Helena Petrovna Blavatsky (1831-1891) in die theosophische und okkulte Literatur eingeführt. Im ersten Band ihres 1877 erschienenen Bandes "Isis entschleiert" spricht sie von "metaphysischen Tafeln", "Daguerreotypen, auf dem Astrallicht gedruckt", in die Aufzeichnungen "von allem was war, ist oder je sein wird" eingeprägt seien und die "dem Auge des Sehers und Propheten als ein lebendes Bild hingestellt würden" (ebd., S. 178, 185).
Auch das ehemalige Mitglied der Theosophischen Gesellschaft Rudolf Steiner (1861–1925) nutzte den Begriff der Akasha-Chronik in seiner Anthroposophie, um eine Art universales Welt- oder Astralgedächtnis zu bezeichnen. Rudolf Steiner beanspruchte für sich, in der Chronik lesen zu können; so will er die in seinem Buch Aus der Akasha-Chronik (1910) referierte frühe Entwicklungsgeschichte der Menschheit in einer so genannten inneren Schau aus dieser Akasha-Chronik gelesen haben. Blavatsky war nach Rudolf Steiner ein Medium und ihre Aussagen seien teilweise richtig und teilweise verkehrt, da sie als Medium ihre Eingebungen nicht korrekt einordnen und gewichten könnte.
Steiners Berichte sind im anthroposophischen Selbstverständnis allgemeinverständliche Schilderungen einer dem heutigen rationalen Verständnis des Menschen erst nach meditativer Schulung zugänglichen übersinnlichen Realität; den Weg zu diesen verborgenen Kenntnissen beschreibt Steiner in Schriften wie Wie erlangt man Erkenntnisse höherer Welten oder Die Geheimwissenschaft im Umriss (1910), wo er die These aufstellt, jeder heutige Mensch könne durch den anthroposophischen Schulungsweg Zugang zur Akasha-Chronik erhalten.
Er berichtet in Aus der Akasha-Chronik über den angeblich vor über zwölftausend Jahren versunkenen Kontinent Atlantis und die vier so genannten Wurzelrassen, die zu diesen Urzeiten die Erde bewohnt haben sollen (darunter Lemurier und Atlantier) vgl. hierzu Exzerpt Der Begriff Akasha (auch Akascha, Akasa und Akaça) steht in Sanskrit für Himmel, Raum oder Äther; in der hinduistischen Philosophie und im Ayurveda bezeichnet Akasha neben Prithvi, Vayu, Agni und Jalam eine der fünf Ätherformen, die wiederum Teil der fünf groben Elemente (Erde, Luft, Feuer, Wasser und Äther) sind. Auch der Buddhismus kennt den Begriff Akasha als körperlich begrenzten (Skandha) oder unbegrenzten (Dhatu) Raum. Als Lipika (von lip, "schreiben") werden die Geistwesen bezeichnet, welche die Akasha-Chronik schreiben.
Siehe auch
- Paranormologie
- Determinierung, Determinismus
- Prädestinationslehre, Teleologie
- Edgar Cayce
- Alfredo Ernettis Chronovisor
- Ariosophie, Konservative Revolution, Welteislehre, Neue Rechte
Literatur
Grundlagen und Primärquellen:
- Helena Petrovna Blavatsky: Isis entschleiert (2 Bände). Esoterische Philosophie 2000. ISBN 3924849528 (Erstauflage 1877)
- William Scott-Elliot: Atlantis, nach okkulten Quellen. Leipzig 1903
- William Scott-Elliot: Das untergegangene Lemuria. Leipzig 1905
- Rudolf Steiner: Aus der Akasha-Chronik (5. Auflage). Dornach: Rudolf Steiner Verlag 1973. ISBN 3727461616 (Broschiert); ISBN 3727401109 (gebundene Ausgabe; Erstauflage 1904)
- Rudolf Steiner: Die Geheimwissenschaft im Umriss (30. Auflage). Dornach: Rudolf Steiner Verlag 1989 ISBN 3727401303 (Erstauflage 1910)
Sekundärliteratur:
- Mengiarda Darms: Die Akasha-Chronik. Liebe lässt die Seele klingen. Norderstedt: BoD GmbH 2004. ISBN 3833410485 - ein Book on demand
- Uta Kosin: Endlich unendlich. Reportagen aus der Akasha-Chronik. 97 Seiten. 1984. ISBN 3924791007
- Peter Krassa: Dein Schicksal ist vorherbestimmt. Herbig 1997. ISBN 377662003X
- Franz Wegener: Das atlantidische Weltbild. Nationalsozialismus und Neue Rechte auf der Suche nach der versunkenen Atlantis. 158 Seiten. ISBN 3-931300-04-8 (Info
Belletristik:
- Franz Bardon: Fratabo (Roman)
Weblinks
- weitere Weblinks
- Akasha-Chronik und Kristallines Gitternetz - Grundwissen zum Verständnis der Akasha-Chronik (von Kersti Nebelsiek)
- Suche nach Akasha-Chronik Infos mit: Yahoo
