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Akasha-Chronik

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Als Akasha-Chronik bezeichnet man eine Chronik oder ein "Buch des Lebens" im Jenseits beziehungsweise im übersinnlichen Bereich, die man sich als allumfassende historische Bibliothek vorstellen kann, die in einer Geheimsprache abgefasst ist.

Das Konzept eines solchen universalem Welt- oder Astralgedächtnisses findet sich in asiatischen Religionen, in der modernen Esoterik sowie ansatzweise in der Philosophie.

Inhaltsverzeichnis

Begriff

Die Vorstellung eines Weltgedächtnisses findet sich bereits bei Platon (vgl. Timaios), Plotin, Ficinus und Paracelsus sowie in Ansätzen auch bei Agrippa von Nettesheim, Eliphas Levi, William James und Eduard von Hartmann.

Erstmalig wurde der Begriff der Akasha-Chronik wohl von Helena Petrovna Blavatsky (1831-1891) in die theosophische und okkulte Literatur eingeführt. Im ersten Band ihres 1877 erschienenen Bandes "Isis entschleiert" spricht sie von "metaphysischen Tafeln", "Daguerreotypen, auf dem Astrallicht gedruckt", in die Aufzeichnungen "von allem was war, ist oder je sein wird" eingeprägt seien und die "dem Auge des Sehers und Propheten als ein lebendes Bild hingestellt würden" (ebd., S. 178, 185).

Auch das ehemalige Mitglied der Theosophischen Gesellschaft Rudolf Steiner (1861–1925) nutzte den Begriff der Akasha-Chronik in seiner Anthroposophie, um eine Art universales Welt- oder Astralgedächtnis zu bezeichnen. Rudolf Steiner beanspruchte für sich, in der Chronik lesen zu können; so will er die in seinem Buch Aus der Akasha-Chronik (1910) referierte frühe Entwicklungsgeschichte der Menschheit in einer so genannten inneren Schau aus dieser Akasha-Chronik gelesen haben. Blavatsky war nach Rudolf Steiner ein Medium und ihre Aussagen seien teilweise richtig und teilweise verkehrt, da sie als Medium ihre Eingebungen nicht korrekt einordnen und gewichten könnte.

Steiners Berichte sind im anthroposophischen Selbstverständnis allgemeinverständliche Schilderungen einer dem heutigen rationalen Verständnis des Menschen erst nach meditativer Schulung zugänglichen übersinnlichen Realität; den Weg zu diesen verborgenen Kenntnissen beschreibt Steiner in Schriften wie Wie erlangt man Erkenntnisse höherer Welten oder Die Geheimwissenschaft im Umriss (1910), wo er die These aufstellt, jeder heutige Mensch könne durch den anthroposophischen Schulungsweg Zugang zur Akasha-Chronik erhalten.

Er berichtet in Aus der Akasha-Chronik über den angeblich vor über zwölftausend Jahren versunkenen Kontinent Atlantis und die vier so genannten Wurzelrassen, die zu diesen Urzeiten die Erde bewohnt haben sollen (darunter Lemurier und Atlantier) vgl. hierzu Exzerpt Der Begriff Akasha (auch Akascha, Akasa und Akaça) steht in Sanskrit für Himmel, Raum oder Äther; in der hinduistischen Philosophie und im Ayurveda bezeichnet Akasha neben Prithvi, Vayu, Agni und Jalam eine der fünf Ätherformen, die wiederum Teil der fünf groben Elemente (Erde, Luft, Feuer, Wasser und Äther) sind. Auch der Buddhismus kennt den Begriff Akasha als körperlich begrenzten (Skandha) oder unbegrenzten (Dhatu) Raum. Als Lipika (von lip, "schreiben") werden die Geistwesen bezeichnet, welche die Akasha-Chronik schreiben.

Siehe auch

Literatur

Grundlagen und Primärquellen:

Sekundärliteratur:

Belletristik:

Weblinks



- Akasha-Chronik und Kristallines Gitternetz - Grundwissen zum Verständnis der Akasha-Chronik (von Kersti Nebelsiek)








Info Hinweis: Dieser Artikel basiert auf dem Ursprungsartikel Akasha-Chronik aus der Wiki pedia und er steht unter der GNU-Lizenz link fuer freie Dokumentation, eine Autoren-Liste ist ebenfalls verfuegbar.

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