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Albert Pierrepoint

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Albert Pierrepoint (1905 - 10. Juli 1992) war Henker in Großbritannien.

Vor Albert hatten schon zwei weitere Angehörige seiner Familie diesen Beruf ausgeübt: Henry Pierrepoint und Thomas Pierrepoint.

Albert Pierrepoint wurde zum bekanntesten Henker Großbritanniens im 20. Jahrhundert. Von 1932 bis 1956 im Dienst, soll er 433 Männer und 17 Frauen gehängt haben, darunter 16 US-amerikanische Soldaten und über 200 deutsche Kriegsverbrecher.

Eine Auswahl der von ihm Gehängten:

– 13 deutsche Kriegsverbrecher: Irma Grese (22, KZ-Wärterin), Elisabeth Volkenrath, Juana Bormann und zehn männliche Todeskandidaten, unter ihnen Josef Kramer, Kommandant des Konzentrationslagers Bergen-Belsen.

– Michael Manning († 20. April 1954), der letzte in Irland hingerichtete Mensch.

– Ruth Ellis war die letzte Frau, die in Großbritannien gehängt wurde († 13. Juli 1955).

1956 trat Albert Pierrepoint nach einer Auseinandersetzung mit dem Innenministerium in den Ruhestand. Streitpunkt war die Bezahlung für eine angesetzte Hinrichtung, deren Opfer kurz vor der Vollstreckung begnadigt wurde.

Pierrepoint wird oft als letzter Henker Großbritanniens bezeichnet, was aber nicht den Tatsachen entspricht. Denn Todesurteile wurden in diesem Land bis zum 13. August 1964 vollstreckt. An diesem Tag starben zwei wegen Raubmords Verurteilte am Galgen.

Ironischerweise war Pierrepoint ein Gegner der Todesstrafe. Aus Erfahrung wusste er, dass Begnadigungen von Todeskandidaten meist nur das Ergebnis politischen oder öffentlichen Drucks waren ohne dass ein Zusammenhang mit dem konkreten Fall bestand. Außerdem musste er am 28. November 1950 James Corbitt hinrichten, der regelmäßiger Besucher seines Pubs war. Noch am Abend bevor Corbitt aus Eifersucht seine Freundin umbrachte, hatte Pierrpoint mit ihm ein Duett gesungen. Corbitts Hinrichtung weckte in Pierrepoint die Überzeugung, dass die Todesstrafe keine Abschreckung darstellte. Diese Ansicht des Henkers wurde dadurch bestärkt, dass die meisten von ihm gehenkten Mörder ihre Tat in der "Hitze des Augenblicks" begangen hatten und nicht aus Vorsatz oder als Raubmord (siehe auch Mord).

Pierrepoint blieb seiner Meinung treu, die er auch in seiner 1974 veröffentlichten Autobiografie vertritt:

"Ich bin zu dem Schluss gekommen, dass Hinrichtungen zwecklos sind. Sie sind lediglich ein aniquiertes Relikt eines primitiven Verlangens nach Rache, das es sich einfach macht und die Verantwortung für die Rache auf andere überträgt."

(gekürzte Übersetzung aus der englischen Wikipedia (bzw. www.infos-aus-germanien.info))








Info Hinweis: Dieser Artikel basiert auf dem Ursprungsartikel Albert Pierrepoint aus der Wiki pedia und er steht unter der GNU-Lizenz link fuer freie Dokumentation, eine Autoren-Liste ist ebenfalls verfuegbar.

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