www.infos-aus-germanien.infoBy Germanien | Startseite | Impressum | Sitemap | Webtips
 

Allaine

www.infos-aus-germanien.info



Die Allaine, im Unterlauf L'Allan, deutsch früher Hall, ist ein 65 km langer rechter Nebenfluss des Doubs. Die Quelle der Allaine befindet sich in der Schweiz, die Mündung in Frankreich. Der Fluss wird 1534 unter dem Namen Allain erstmals schriftlich erwähnt, 1774 erscheint die Schreibweise Alin. Die Etymologie des Wortes entstammt vermutlich dem Keltischen, der Name bedeutet kleiner Fluss.

Die Allaine ist der Hauptfluss der Ajoie im Kanton Jura. Sie entspringt auf dem Gemeindegebiet von Charmoille auf rund 600 m ü. M. in den Hügeln des Nordjuras, welche gleichzeitig die europäische Hauptwasserscheide zwischen Rhein und Rhone markieren. Der Fluss tritt nach wenigen Kilometern bei Charmoille in das breite und fruchtbare Becken der Allaine am Nordfuss des Kettenjuras ein. Kurz vor Alle nimmt die Allaine von links den Ruisseau de Fregiécourt auf, einen Bach, der sein Quellgebiet in der Region des Les Rangiers-Passes hat.

Bei Porrentruy erhält die Allaine Zufluss durch die Ajoulote. Diese fliesst nur periodisch oberirdisch aus der Quelle des Creugenat, meist nach langanhaltenden Regenfällen oder in Zeiten intensiver Schneeschmelze. Ansonsten bewegt sich das Gewässer unterirdisch bis zur Allaine. Innerhalb des Stadtgebietes von Porrentruy macht die Allaine einen scharfen Knick nach Norden und durchquert nun in einem Tal mit 300 bis 800 m breiter Talniederung die Tafeljurahochflächen der Ajoie. Unterhalb von Boncourt verlässt sie nach 28 km Wegstrecke das Staatsgebiet der Schweiz und tritt bei Delle in das französische Territoire de Belfort über.

Ab hier weitet sich das Tal zu einer mehr als 1 km breiten Niederung, die von sanften Höhen umgeben ist. Hier mündet von rechts die Coeuvatte, die ihren Ursprung ebenfalls in der Schweiz hat. Die Allaine wendet sich nun allmählich wieder nach Westen und erreicht bei Morvillars die Senke, die der Rhein-Rhone-Kanal im Bereich der Wasserscheide der Burgundischen Pforte benutzt.

Nach der Mündung der Bourbeuse und dem Übertritt in das Département Doubs nimmt der Fluss den Namen Allan an. Dieser fliesst zusammen mit dem Kanal durch die Agglomeration von Montbéliard, nimmt dabei die Savoureuse (bedeutendster Zufluss, der in den Vogesen entspringt) und die Lizaine auf. Bei Voujeaucourt am Nordrand des Juras mündet der Allan schliesslich in den Doubs.

Vor allem im Schweizer Abschnitt weist die Allaine eine geringe Wasserführung auf. Hier hat sie nur unbedeutenden Zufluss aus Seitenbächen, denn der karstige Boden erlaubt das Versickern des gefallenen Niederschlagswassers an Ort und Stelle. Dafür erhält sie das Wasser der unterirdisch fliessenden Gewässer Ajoulote (bei Porrentruy) und Milandrine (bei Boncourt). In Boncourt wird der Wasserstand gemessen, der mittlere jährliche Durchfluss beträgt 2.3 m³/s mit einer Spannweite von 0.4 m³/s bis über 100 m³/s.

Das Wasser der Allaine wird an mehreren Orten für Mühlen, Sägereien und Fischzucht genutzt. In Frankreich speist der Fluss den Rhein-Rhone-Kanal und ist Wasserlieferant für einige Fabriken in der Agglomeration Montbéliard.

Weblinks








Info Hinweis: Dieser Artikel basiert auf dem Ursprungsartikel Allaine aus der Wiki pedia und er steht unter der GNU-Lizenz link fuer freie Dokumentation, eine Autoren-Liste ist ebenfalls verfuegbar.

Branchenbuch DeutschlandSingle Community