Alt-Treptow
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Einordnung: Ort in Berlin
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Alt-Treptow ist ein Ortsteil im Bezirk Treptow-Köpenick von Berlin. Er grenzt im Norden an Kreuzberg, im Westen an Neukölln und im Osten an Friedrichshain und Köpenick.
Geschichte
Nachdem das Gebiet bereits im 6.–7. Jahrhundert von Slawen besiedelt wurde, findet sich 1568 die erste Erwähnung auf einer Kämmereirechnung unter dem Namen Trebow. Dadurch wird die Existenz eines Fischerhauses belegt. Später wird vom Vorwerck Trepkow oder Vorwerk Treptow gesprochen. Damit waren die Gebäude auf dem Areal gemeint, auf denen später das Gasthaus Zenner stand. Erweitert um sechs Grundstücke, die 1779 Siedlern zugesprochen wurden, handelt es sich dann um die Kolonie Treptow. 1808 gab es dann die amtliche Bezeichnung Gutsbezirk Treptow, ab 1876 die Landgemeinde Treptow, entsprechend etwa den heutigen Ortsteilen Treptow, Pländerwald und Baumschulenweg.
In der Mitte des 19. Jahrhunderts entstehen die ersten Industrieansiedlungen, sodass nicht nur Ausflugsgäste Geld in die Kasse der Gemeinde spülen. Der Treptower Park wird 1876/78 von Gustav Meyer angelegt. 1896 findet dort die Große Berliner Gewerbeausstellung statt. Aus diesem Anlass wird die Sternwarte erbaut, die mit dem längsten Linsenfernrohr der Welt (21 Meter Länge) ausgestattet wird. Heute ist sie unter dem Namen Archenhold-Sternwarte bekannt, nach ihrem Mitgründer Friedrich Simon Archenhold. Von 1902 bis 1905 wurde der Rixdorfer Stichkanal ausgehoben, der an der heutigen Lohmühlenbrücke beginnend bis zur Ringbahn verlief. 1912 bis 1914 wurde er verlängert bis zum Teltowkanal und heißt jetzt Neuköllner Schiffahrtskanal. 1920 wurde der Bezirk Treptow gebildet und von Groß-Berlin eingemeindet. Er reichte südlich bis Bohnsdorf. Der Ortsteil Treptow umschloss dabei das Gebiet zwischen Kreuzberg, Neukölln, Stralau und der Ringbahn zuzüglich des Treptower Parks. Dieser Ortsteil trägt heute die Bezeichnung Alt-Treptow.
Im Treptower Park befindet sich das sowjetische Ehrenmal, das 1944/49 erbaut wurde und in dem 1994 die letzten russischen Truppen verabschiedet wurden.
Im nördlichen Teil stehen Mietshäuser des Wilhelminischen Rings. In den 1990er Jahren wurde die Treptowers errichtet, deren höchstes Gebäude mit 17 Stockwerken deutlich über die restliche Bebauung, die die Traufhöhe nicht übersteigt, aufragt und so weithin sichtbar ist. Heutzutage hat Alt-Treptow rund 9.100 Einwohner.
Literatur
- Helga Pett: Alt-Treptow in Berlin. Förderverein für das Heimatmuseum Treptow e. V. 2004 (auf Grundlage eines Manuskripts von Gerhard Hänsel)
Weblinks
- weitere Weblinks
- Alt-Treptow
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