Andorra
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Einordnung: Staat | Andorra | Pyrenäen
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Wahlspruch: "Virtus Unita Fortior" | |||||
| Amtssprache | Katalanisch | ||||
| Hauptstadt | Andorra la Vella | ||||
| Staatsform | Parlamentarische Demokratie (seit März 1993) | ||||
| Gründung | 8. September 1278 | ||||
| Fläche | 468 km² (etwa halb so groß wie die Fläche Berlins) | ||||
| Einwohnerzahl | 69.865 Einwohner (Juli 2004) | ||||
| Bevölkerungsdichte | 149 Einwohner pro km² | ||||
| Währung | Euro | ||||
| Zeitzone | UTC + 1 | ||||
| Nationalhymne | El Gran Carlemany | ||||
| Kfz-Kennzeichen | AND | ||||
| Internet-TLD | .ad | ||||
| Vorwahl | +376 | ||||
Andorra ist ein unabhängiger Kleinstaat in Europa, in den Pyrenäen zwischen Spanien und Frankreich gelegen. Er wurde am 8. September 1278 gegründet und ist der größte unter den fünf europäischen Zwergstaaten.
| Inhaltsverzeichnis |
Daten
- Bruttosozialprodukt: 1,2 Mrd. Euro (1996)
- Maße und Gewichte: metrisches System
- Netzspannung: 240 Volt
- Höchste Erhebung: Coma Pedrose (2946 m)
- Nationalfeiertag: 14. März
Politik und Geschichte
Andorra ist seit der Zeit Karls des Großen unabhängig. 1278 wurde der Status eines Fürstentums ohne Fürsten unter der geteilten Oberhoheit (so genanntes Kondominium) des Bischof von Urgell (Spanien) und der Grafen von Foix (heute in Rechtsnachfolge der Präsident von Frankreich) geschaffen.
Die Rechte der beiden Co-Fürsten wurden im frühen 20. Jahrhundert von zwei nicht in Andorra residierenden Delegierten ausgeübt. Diese entsandten einen Vogt nach Andorra der die Aufsicht über die Gesetzgebung und Verwaltung hatte und jährlich einen symbolischen Tribut für die Co-Fürsten einnahm.
Bis zum Jahr 1993 gab es in Andorra keine klare Trennung der legislativen, exekutiven und judikativen Gewalt. Erst die Verfassung von 1993 etablierte Andorra als einen souveränen Staat mit einen parlamentarisch-demokratischen System. Die beiden Co-Fürsten blieben Staatsoberhaupt (jeweils repräsentiert durch einen in Andorra residierenden Vertreter). Die exekutive Gewalt wurde jedoch einem dem Parlament verantwortlichen Ministerpräsidenten übertragen.
Es gibt drei Parteien, die Partit Liberal d'Andorra (PLA - Liberale Partei Andorras), die Partit Socialdemocrata (PS - Sozialdemokratische Partei) und die Partit Democrata (PD - Demokratische Partei).
Nur ein Bruchteil der Bevölkerung ist wahlberechtigt: Die Staatsbürgerschaft kann erst nach 25 Jahren Aufenthalt erworben werden (Ausnahme sind die beiden Staatsoberhäupter).
Verwaltungsgliederung
Andorra besteht aus sieben parròqies (Sg. parròqia, wörtlich Pfarreien, tatsächlich Gemeinden):
- Andorra la Vella (Hauptstadt; 20.700 Einwohner)
- Canillo
- Encamp (10.600)
- Escaldes-Engordany (15.500)
- La Massana (6.400)
- Ordino
- Sant Julià de Lòria (7.600)
Siehe auch: Liste der Orte in Andorra
Bevölkerung
Andorra hat 65.844 Einwohner, davon sind
Katalanen 36,0% Spanier 40,6% Portugiesen 10,2% Franzosen 6,5% Sonstige 6,7%
Der überwiegende Teil der Andorraner spricht Spanisch (58%), Katalanisch wird von 35% gesprochen, Französisch von 7%.
Das jährliche Bevölkerungswachstum beträgt 5,0% Die durchschnittliche Lebenserwartung beträgt 80 Jahre. Die Säuglingssterblichkeit beträgt 0,6%, die Kindersterblichkeit 0,7%.
Der überwiegende Teil der Andorraner bekennt sich zur römisch-katholischen Kirche.
Klima
Aufgrund seiner Lage in einem Hochtal - mehr als ein Drittel Andorras liegt oberhalb der Waldgrenze - herrscht ein relativ kühles Gebirgsklima vor. Im Januar liegen die Temperaturen im Mittel bei -7 °C, im Sommer klettert das Thermometer auf 26 °C.
Wirtschaft
Das kleine Fürstentum verfügt über so gut wie keine Naturressourcen, allenfalls Wasser wäre zu nennen. Früher war Andorra trotz seiner Gebirgslage ein Agrarland, im Laufe der Jahre beschränkte sich die Landwirtschaft jedoch weitgehend auf die Viehhaltung.
Das Land lebt heute vor allem vom Tourismus, zum Beispiel durch Wintersport. Rund 300 Hotels sowie Sport- und Ferienzentren stehen zur Verfügung.
Andorra ist kein Mitglied der Europäischen Union, da aber bis 2002 sowohl der französische Franc als auch die spanischen Peseten als alleinige offizielle Zahlungsmittel dienten, wurden diese wie in Frankreich und Spanien durch den Euro ersetzt.
Medien
Andorra war bis 1981 Sitz der privaten Rundfunkgesellschaften Sud Radio und Radio Andorra, die bis zum 7. April 1981 in Encamp und auf dem Pic Blanc leistungsfähige Sendeanlagen im Mittel- und Kurzwellenbereich betrieben, deren Empfang in ganz Europa möglich war. Noch heute sind diese Anlagen vorhanden, aber wahrscheinlich nicht mehr funktionsfähig.
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