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Anker (NLP)

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Als Anker werden innerhalb der Neurolinguistischen Programmierung (NLP) "gefühlte Erinnerungen" bezeichnet. Diese können sowohl postiv als auch negativ bestetzt sein und sämtliche Wahrnehmungskanäle betreffen.

Beispiele für unsere Sinne:

  1. Visuell: Das Bild der eigenen Kinder löst ein starkes Liebesgefühl aus.
  2. Auditiv: Das Telefonklingeln löst Angst aus.
  3. Olfaktorisch: Der Geruch eines bestimmten Parfüms weckt die Erinnerung an eine verhasste Person.
  4. Gustatorisch: Der Geschmack eines bestimmten Gewürzes ist mit dem Gefühl eines Urlaubes verbunden.
  5. Haptisch: Leichtes Steicheln der Oberlippe weckt Geborgenheitsgefühle aus der Kindheit, bzw.
    Kinästethisch: Eine kreislaufbedingte Gleichgewichtsstörung erinnert an das Gefühl betrunken zu sein.

Nach der Auffassung der NLP trägt jeder Mensch unbewusst eine Vielzahl solcher Anker mit sich herum. Wenn die eigene Reaktion in einer Situation unverständlich ist, wurde eventuell ein solcher verborgener Anker ausgelöst. (Z. B. hat der situative Kontext in einem Büro die Erinnerung an eine Schulstiuation geweckt, in der man versagt hat.)

Das Ankern selbst (die Konditionierung) kann wie folgt ablaufen:

  1. Dazu überlegt man sich zunächst eine Situation, in der man einen Ressourcenzustand haben möchte. Das kann z.B. eine Geschäftsverhandlung sein.
  2. Man überlegt sich, auf welche Art man einen Anker setzen will. Meist wird man eine unauffällige Körperstelle an der Hand oder am Unterarm wählen, die ansonsten selten berührt wird.
  3. Man sucht in der Erinnerung einige Situationen, in denen man im Ressourcenzustand war. Das kann ein bestiegener Gipfel, ein gelungener Brief, ein bereitetes tolles Essen sein.
  4. Man überlegt sich, welche erinnerte Situation am besten zur Zielsituation passt, nach Aktivität, eigenem Beitrag, Erotik usw.
  5. Diese Situation wird jetzt nochmals im Gesamteindruck mit zumindest den wichtigsten Einzelheiten erinnert durchlebt - Sinneseindrücke, Gefühle usw.
  6. Im eindrucksvollsten Moment der Erinnerung setzt man den Anker, indem man die Körperstelle berührt.
  7. Der geankerte Moment kann nach Belieben durch Berührung abgerufen werden, allerdings muss er auch gelegentlich aufgefrischt werden.

Der tatsachliche Nutzen ist aus Sicht von Kritikern umstritten; die dem Phänomen zugrundeliegende Wirkungsweise entstammt der klassischen Konditionierung aus der Psychologie. Aus Sicht der NLP kann das bewusste Konditionieren eines Klienten mit positiv besetzten Ankern dazu genutzt werden, diesem auf Abruf die Kraft eines besonderen Momentes zur Verfügung zu stellen.

siehe auch: Modell-Lernen





Info Hinweis: Dieser Artikel basiert auf dem Ursprungsartikel Anker (NLP) aus der Wiki pedia und er steht unter der GNU-Lizenz link fuer freie Dokumentation, eine Autoren-Liste ist ebenfalls verfuegbar.

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