Aurignacien
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Einordnung: Archäologische Kultur | Steinzeit
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Das Aurignacien war eine jungpaläolithische Industrie und vorgeschichtliche Kulturstufe des frühen Homo sapiens sapiens. Benannt wurde sie nach dem ersten Hauptfundort, der Höhle Aurignac im frz. Departement Haute-Garonne in den Pyrenäen.
Im Aurignacien sind in Mitteleuropa erstmals anatomisch moderne Menschen aufgetaucht, die auch Kontakt mit dem Neandertaler gehabt haben dürften.
Mit dieser Kultur begann in Europa das Jungpaläolithikum (Altsteinzeit). Die vorhergehende Stufe wird Moustérien genannt. Das Aurignacien beginnt vor ca. 35.000 Jahren und dauerte etwa 10.000 bis 15.000 Jahre. Die nachfolgenden Stufen waren das Solutréen und das Magdalénien.
Typische Werkzeuge sind lange, schmale Klingen (bis ca. 26 cm), die mit Meißel-Hammer-Technik gefertigt sind. Wenn sie einen stumpfem Rücken aufweisen, werden sie als Messer bezeichnet. In diesem Zeitabschnitt der Menschheitsgeschichte finden sich bereits häufig Geräte aus Knochen, Hornsubstanz (Geweihspitzen) und Elfenbein, es entstanden auch die ältesten bisher bekannten Knochenschnitzereien (z. B. Fundstelle: Vogelherdhöhle) und Musikinstrumente (z. B. Fundstelle: Geißenklösterle, beide: Schwäbische Alb) sowie Felsmalereien und die Gräber von Cro-Magnon in Les Eyzies. Das Aurignacien ist im gesamten Mitteleuropa sowie in West- und Südeuropa verbreitet.
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