BASF
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Einordnung: Chemie- und Pharmazieunternehmen
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Die BASF Aktiengesellschaft ist das fĂŒhrende Chemieunternehmen der Welt. BASF stand frĂŒher fĂŒr die AbkĂŒrzung âBadische Anilin- und Soda-Fabrikenâ. Heute sind die vier Buchstaben der eingetragene Markenname des Unternehmens. Die BASF-Gruppe besteht aus mehr als 160 Tochter- und Beteiligungsgesellschaften sowie Produktions- und Verbundsstandorten in 41 LĂ€ndern in Europa, Asien, Nord- und SĂŒdamerika. Der Hauptsitz befindet sich in Ludwigshafen am Rhein (Rheinland-Pfalz). Ăber 87.000 Mitarbeiter arbeiten Ende 2003 fĂŒr das Unternehmen weltweit, davon mehr als 48.000 in ganz Deutschland. Der Konzern unterhĂ€lt GeschĂ€ftsbeziehungen zu Kunden in ĂŒber 170 LĂ€ndern und liefert rund 8.000 Verkaufsprodukte weltweit an eine Vielzahl unterschiedlicher Branchen. Im Jahr 2003 hat die BASF-Gruppe einen Umsatz von 33,4 Milliarden Euro und ein Ergebnis vor SondereinflĂŒssen von etwa 3 Milliarden Euro erzielt. Die BASF erweitert derzeit ihre internationalen AktivitĂ€ten und baut ihre Standorte besonders im asiatischen Raum aus. Dort werden zwischen 1990 und 2005 5,6 Milliarden Euro unter anderem in die Standorte nahe Nanjing und Shanghai (China) investiert.
| Inhaltsverzeichnis |
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1.1 Chemikalien |
GeschÀftsfelder
Die BASF ist in verschiedenen MĂ€rkten tĂ€tig. Die HauptgeschĂ€ftsfelder sind Chemikalien, Kunststoffe, Veredelungsprodukte, Pflanzenschutz und ErnĂ€hrung sowie Ăl und Gas.
Chemikalien
Die BASF stellt eine breite Palette an Chemikalien wie beispielsweise Weichmacher, Amine, Harze, Leime, Elektronikchemikalien, petrochemische Grundstoffe und anorganische Chemikalien her. Die wichtigsten Abnehmer dieses GeschÀftsfeldes sind die Pharma-, Bau-, Textil- und Automobilindustrie.
Kunststoffe
BASF ist einer der international fĂŒhrenden Hersteller von Styrol-Kunststoffen. Technische Kunststoffe gehen an Spritzgusshersteller in vielen Branchen. Die Polyurethane des Unternehmens werden weltweit in vielfĂ€ltiger Form angewendet.
Veredlungsprodukte
Das Chemieunternehmen produziert eine Vielzahl von Veredlungschemikalien, Lacke und Veredlungspolymere, wie beispielsweise Rohstoffe fĂŒr Waschmittel, Textil- und Lederchemikalien, Pigmente und Klebrohstoffe. Abnehmer sind Hersteller von Automobilen, Ăl, Papier, Verpackungen, Textilien, Hygieneartikeln, Waschmitteln, Baustoffen, Lacken sowie die Druck- und Lederindustrie.
Pflanzenschutz und ErnÀhrung
BASF ist ein Lieferant von Pflanzenschutzmitteln und Feinchemikalien fĂŒr die Landwirtschaft, TierernĂ€hrung sowie fĂŒr die Pharma-, Lebensmittel- und Kosmetikindustrie. In der Pflanzenbiotechnologie konzentriert sich die Aktiengesellschaft auf die Forschung auf die Bereiche leistungsfĂ€hige Landwirtschaft, gesĂŒndere ErnĂ€hrung und Pflanzen zur effizienteren Herstellung von Produkten. Produkte dieses GeschĂ€ftsfeldes sind unter anderem Pestizide, Fungizide, Herbizide, Vitamine, Pharmawirkstoffe und UV-Lichtschutzmittel fĂŒr Sonnencremes.
Ăl und Gas
Durch ihre Tochtergesellschaft Wintershall AG erschlieĂt und fördert die BASF Ăl und Erdgas. Gemeinsam mit ihrem russischen Partner Gazprom ist Wintershall Erdgas in Mittel- und Osteuropa tĂ€tig.
Geschichte der BASF
Die AnfÀnge
Die BASF wurde 1865 im badischen Mannheim von Friedrich Engelhorn zur Produktion von Farbstoffen gegrĂŒndet, doch bereits eine Woche nach der GrĂŒndung zog sie auf die andere Rheinseite ins damals bayerische Ludwigshafen um. 1897 konnte die kĂŒnstliche Herstellung des wichtigen Naturfarbstoffes Indigo erfolgreich aufgenommen werden. Indigo wurde bis zu diesem Zeitpunkt hauptsĂ€chlich in Indien aus der Pflanze Indigofera tinctoria gewonnen und war teuer. Nach der Entwicklung des Haber-Bosch-Verfahrens 1908/1912, das die Synthese von Ammoniak ermöglicht, erweiterte die BASF 1913 mit der weltweit ersten Ammoniak-Syntheseanlage in Oppau ihre Produktpalette um DĂŒngemittel.
Zeit der Weltkriege
1916 errichtete die BASF mit den Leuna-Werken ein zweites Ammoniak-Synthesewerk. Es diente neben der Herstellung von DĂŒngemitteln wĂ€hrend des Ersten Weltkrieges auch der Versorgung mit Sprengstoffen. Im Oppauer Werk fand am 21. September 1921 eine Explosion statt, bei der 565 Menschen ums Leben kamen (siehe Explosion des Oppauer Stickstoffwerkes). Dies war eine der gröĂten Katastrophen der deutschen Industrie. 1925 wurde die IG Farbenindustrie AG gegrĂŒndet. In ihr gingen neben der BASF Hoechst und Bayer sowie die AGFA, die Chemische Fabrik Weiler ter-Meer und Griesheim Elektron auf. Die Produktpalette wurde um Kautschuk, Treibstoffe und Lacke erweitert. 1933 prĂ€sentierte die BASF in Zusammenarbeit mit AEG das Magnetophon auf der Funkausstellung in Berlin. Im Zeichen von NS-Autarkiepolitik und RĂŒstungswirtschaft profitierte die IG Farben von Mengen- und Preisgarantien und Zwangsarbeitern.
Wirtschaftswunderjahre
Das durch den Zweiten Weltkrieg vollstÀndig zerstörte FirmengelÀnde wurde nach dem Krieg erfolgreich wieder aufgebaut. Die Alliierten lösten die IG-Farben im November 1945 auf. Am 28. Juli 1948 ereignete sich eine schwere Explosion auf dem WerkgelÀnde in Ludwigshafen. 207 Menschen starben. 1952 wurde die BASF wieder unter eigenem Namen im Handelsregister eingetragen. Mit dem Wirtschaftswunder in den 1950er Jahren erweiterte die BASF ihre Produkte um Kunststoffe wie Nylon. 1951 brachte das Unternehmen Styropor(R), geschÀumtes Polystyrol, auf den Markt.
Von Ludwigshafen in die Welt
In den 1960er Jahren wurde die Auslandsproduktion aufgebaut und es entstanden Anlagen in Argentinien, Australien, Belgien, Brasilien, Frankreich, GroĂbritannien, Indien, Italien, Japan, Mexiko, Spanien und den USA. In den 1960er und 1970er Jahren wurde das Augenmerk stĂ€rker auf hochveredelte Endverbraucherprodukte wie Magnetband-Kassetten, Lacke und Farben oder Arzneimittel gelenkt. Um der fortschreitenden Verlagerung der Rohstoffbasis der chemischen Industrie von Kohle auf petrochemische Grundstoffe Rechnung zu tragen, erwarb die BASF 1969 die Wintershall AG. Am 25. Oktober 1990 erweiterte sich das Chemieunternehmen um den 1935 durch die Braunkohle-Benzin-AG (BRABAG) errichteten, spĂ€teren VEB Synthesewerk Schwarzheide (heute BASF Schwarzheide GmbH).
Kennzahlen der BASF-Gruppe
Stand: 2001
- Umsatz: 32,500 Mrd. Euro;
- Hauptumsatzanteile bei Kunststoffen und Fasern sowie Veredelungsprodukten (je ca. 25 %)
- ca. 93.000 Mitarbeiter, davon ca. 63.000 in Europa
Stand: 2002 Quelle:BASF-Homepage
- Umsatz: 32,216 Mrd. Euro;
- Mitarbeiter: 89.389
Stand: 2003 Quelle:BASF-Homepage
- Umsatz: 33,361 Mrd. Euro;
- Mitarbeiter: 87.159
Stand: 2004
- ca. 37.000 Mitarbeiter in Deutschland
Website
- www.basf.de
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