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Bier

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Beim Bierbrauen werden die Zutaten biochemisch verändert, wobei mehrere Stufen durchlaufen werden.

Inhaltsverzeichnis

Einteilung der Biere

Biere werden nach unterschiedlichen Kriterien klassifiziert:

Gesetzgeberische Eingliederung nach Alkoholgehalt

Aus steuer- und lebensmittelrechtlichen Erwägungen heraus gliedert der Gesetzgeber die Biere in unterschiedliche Gruppen auf. In der Regel wird dabei entweder der Alkoholgehalt oder der Stammwürzegehalt zur Beurteilung herangezogen.

Der Stammwürzegehalt gibt an, wieviel vergärbarer Extrakt in der Würze enthalten ist. Dieser Wert wird in Gewicht oder Gewichtsprozent angegeben. Das heißt, dass ein Bier mit 12% Stammwürze 120 Gramm Extrakt in 1000 Gramm Flüssigkeit enthält . Als Faustregel kann man sagen, daß die Stammwürzeangabe durch 3 geteilt den Alkoholgehalt ergibt, da der Extrakt bei der Gärung etwa in gleichen Teilen zu Kohlendioxid, Alkohol und unvergärbaren Stoffen abgebaut wird.

Deutschland: Biergattungen

Biergattungen sind die in Deutschland verwendete gültige steuerrechtliche Untergliederung, die nur am Stammwürzegehalt festgemacht wird.

Tschechien: Biersorten

In Tschechien hergestelltes Bier wird nicht nach dem deutschen Reinheitsgebot gebraut. Lediglich das für den Export bestimmte Bier entspricht dem Reinheitsgebot. Aus diesem Grund schmeckt tschechisches Bier im Ursprungsland anders. Tschechien hat den größten pro-Kopf-Verbrauch der Welt.

In Tschechien gelten folgende Klassifizierungen:

Tschechisches Bier mit einer Stammwürze von ungefähr 10° ist sehr beliebt, da man es wegen des vergleichsweise geringen Alkoholgehalts von etwa 4% in größeren Mengen trinken kann.

Bierarten

Folgende Bierarten basieren auf einer Gliederung, die auf die Art der verwendeten Hefe abzielt.

Dabei unterscheidet man:

Alkoholfreie Biere

Ein sogenanntes alkoholfreies Bier enthält in jedem Fall eine geringe Menge Alkohol. Dieser liegt je nach Herstellerverfahren zwischen 0,02% und 0,5% Alkohol.

Ein veraltetes Herstellverfahren für alkoholfreies Bier ist das Abbrechen des Gärprozesses, bevor sich ein nennenswerter Anteil Alkohol bilden kann, wie man es auch beim Malzbier macht.

Das modernere Verfahren ist das Dialyseverfahren, wobei einem normalen Bier durch Osmose über eine Membran der Alkohol entzogen wird. Zur Zeit hat alkoholfreies Bier einen Marktanteil von etwa 3%.

Biersorten

Innerhalb der Bierarten unterscheidet man nach der Art der Gärung folgende Biersorten:

Biermischgetränke

in Flasche]]

Als leicht alkoholisches Getränke, die auch in größeren Mengen getrunken werden können, sind Biermischgetränke beliebt. Dabei wird das Bier, meist im Verhältnis 1:1, mit einem Erfrischungsgetränk wie Limonade oder Cola vermischt.

Ursprünglich wurden sie nur frisch in Biergärten und Kneipen zusammengemischt, heute werden Biermischgetränke auch zunehmend fertig gemischt in Bierflaschen angeboten.

Die bekanntesten Biermischgetränke sind Cola-Bier und Radler, regional beliebt sind das Alsterwasser (Pils und Limonade) und das Krefelder, auch Alt-Schuss (Altbier und Cola). Colaweizen ist eine Mischung aus Cola und Weizenbier. Als Russe wird eine Mischung von Weizenbier und Zitronenlimonade bezeichnet. Weiterhin existieren Mischgetränke aus Weizenbier und Fruchtsäften, wie das Bananeweizen oder das Kirschweizen, die jedoch meist nur im Mischverhältnis von etwa 1:5 angeboten werden.

Siehe auch: Cola-Bier, Honigbier, Dünnbier.

Bier und die Wirtschaft Deutschlands

Im ersten Halbjahr 2004 wurden in Deutschland 51,8 Millionen Hektoliter Bier abgesetzt, das waren 0,3 Millionen Hektoliter mehr als im gleichen Vorjahreszeitraum. Nicht enthalten sind der Absatz von alkoholfreien Bieren und Malzbier sowie das aus Nicht-EU-Ländern eingeführte Bier.

Biermischgetränke waren im ersten Halbjahr 2004 mit 1,3 Millionen hl am Bierabsatz beteiligt.

87 Prozent des Bierabsatzes im ersten Halbjahr 2004 waren für den deutschen Inlandsverbrauch bestimmt und wurden versteuert. Der steuerfreie Absatz betrug 6,7 Millionen Hektoliter Bier: 5,1 Millionen Hektoliter davon gingen in die EU-Länder, 1,5 Mio. Hektoliter in Drittländer und 103.627 Hektoliter unentgeltlich als Haustrunk an die Beschäftigten der Brauereien.

Biermaße

(Partyfässchen)]]

Je nach Gegend haben sich verschiedene Glasgrößen aus den alten Maßeinheiten erhalten:

Flaschengrößen

Gesundheit

Das Resümee einiger internationaler wissenschaftlicher Studien zum Thema Bier, dass maßvoller Biergenuss gesundheitsfördernd sei, wird aufgrund der großen Verbreitung des Getränkes Bier in der Bevölkerung ständig vorangetrieben. Diese Ergebnisse sind allerdings umstritten. Regelmäßiger Alkoholkonsum steigert das Risiko, an Krebs zu erkranken und kann Alkoholismus auslösen.

Als oberste Grenze eines noch maßvollen Alkoholgenusses galt lange Zeit der Wert von 80 g pro Tag. In den letzten Jahren legte man das Körpergewicht zugrunde und sah einen Verzehr von 1 g Alkohol pro kg Körpergewicht pro Tag als oberste Grenze für einen gesunden und erwachsenen Menschen an. Allerdings schwanken diese Werte beträchtlich, sie sind zum Beispiel abhängig von Geschlecht und Gewicht, aber auch von der persönlichen Konstitution. Neuerdings wird ein täglicher Verzehr von 30 ml entsprechend 25 g Alkohol als sichere obere Grenze angesehen. Diese Alkoholmenge ist in etwa 0,7 Liter Vollbier beziehungsweise in einem Liter Leichtbier enthalten.

Außerdem enthält Bier in Spuren Einfachzucker (Monosaccharide), die zur Entstehung von Übergewicht beitragen können. Ca. 93 % der leicht verdaulichen Kohlenhydrate sind Dextrine > 10 G, Oligosaccharide und Pentosen; der Rest Maltose und Maltotriose.

Gewichtszunahme

Zwischenzeitlich wurde in Studien belegt, dass das Körpergewicht durch mäßigen Biergenuss theoretisch vermindert werden kann. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass man nicht mehr als gewöhnlich isst. Darüber hinaus wurden auch günstige Wirkungen auf den Fett- und Zuckerstoffwechsel, die Blutgerinnung und die Blutdruckregulation festgestellt. So nehmen zum Beispiel die arteriosklerosefördernden Cholesterinanteile (LDL) im Blut ab, während die schützend wirkenden Cholesterinanteile (HDL) zunehmen.

In der Praxis führt der regelmäßige Konsum von Bier dennoch häufig zur Gewichtszunahme, dem Bierbauch, einfach weil Bier im Vergleich zu anderen alkoholischen Getränken das Hungergefühl besonders intensiv verstärkt. Nicht umsonst wird in vielen Ländern Bier traditionell zusammen mit stärkehaltigen, kalorienreichen Snacks (in Japan mit Eda-Bohnen) konsumiert. Außerdem enthält Bier "Einfachzucker" (Monosaccharide) aus Getreide und Malz, die zu Übergewicht beitragen können. Überlegt wird auch, ob die in den weiblichen Hopfenblütenständen enthaltenen Phytoöstrogene den Bauch speziell beim Mann runder machen könnten (siehe Gynäkomastie).

Nicht nur im Deutschen wird ein dicker Bauch auch sprachlich in Beziehung zum Bier gesetzt: Auf Japanisch heißt ein dicker Bauch Biiruppara (ビール腹), also "Bier-Bauch", und auf Französisch ventre Kro, "Kronenbourg-Bauch", in Anspielung an den Kosenamen der größten französischen Bierbrauerei. In der österreichischen Mundart existiert der Begriff "Gössermuskel", nach der steirischen Gösser-Brauerei.

B-Vitamine und Mineralstoffe

Alkohol verbraucht beim Abbau im Körper viele Vitamine und Mineralstoffe, daher ist es stark umstritten, ob Bier zur Vitaminzufuhr und zum Ausgleich des Mineralstoffhaushalts beitragen kann.

"Alkoholfreies" Weißbier ist als isotonisches Getränk zahlreichen Spezial-Mischungen für Sportler mindestens ebenbürtig, weshalb der Konsum von alkoholfreiem Weißbier auch Sportlern empfohlen werden kann.

In einer Arbeit der TU München wurde festgestellt, dass sich die Ansammlung von Mineralien und Spurenelementen im Bier günstig auf Nerven und Muskelkraft, auf den Elektrolythaushalt, auf die Aktivierung von Enzymen und die Hormonsteuerung auswirkt. Ferner helfen Eisen und Kupfer bei der Blutbildung. Phosphor fördert den Stoffwechsel und Magnesium stärkt den Herzmuskel. Zink wird zur Insulinbildung benötigt, Fluor schützt die Zähne vor Karies und Mangan macht das Vitamin B für den menschlichen Organismus erst verwertbar.

Kuriosa

Siehe auch: Liste von Brauereien, Bierdruckapparat, Bierflasche, Bierpalast, Freibier, Vormaischapparat

Weblinks








Info Hinweis: Dieser Artikel basiert auf dem Ursprungsartikel Bier aus der Wiki pedia und er steht unter der GNU-Lizenz link fuer freie Dokumentation, eine Autoren-Liste ist ebenfalls verfuegbar.

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