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Bildstabilisierung

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Als Bildstabilisierung ("Wackelschutz") bezeichnet man in der Fotografie sowie in der Film- und Videotechnik Verfahren zur Vermeidung von Verwacklungsunschärfe.

Inhaltsverzeichnis

Grundlagen

Die so genannte Freihandgrenze für das Fotografieren ohne Stativ liegt nach einer bewährten Faustregel beim Reziprokwert der Brennweite des jeweiligen Objektivs; bei ruhiger Hand sind bei einem 200-mm-Teleobjektiv also verwacklungsfreie Aufnahmen ab einer Verschlußzeit von 1/200 Sekunde oder kürzer möglich; für Superteleobjektive gilt diese Faustregel allerdings nur noch eingeschränkt.

Der praktische Gewinn einer Bildstabilisierung liegt – nach Herstellerangaben – bei bis zu drei Blendenstufen, sie ermöglicht also eine achtfach längere Belichtungszeit. Das bedeutet, dass der Fotograf durch eine Bildstabilisierung bei einer Available Light-Aufnahme mit einer Belichtungszeit von 1/15 Sekunde und einem 50-mm-Normalobjektiv in etwa dieselbe Verwacklungsfreiheit erzielen kann wie bei einer Belichtung mit 1/60 Sekunde, also der Freihandgrenze für die Aufnahmesituation. Theoretisch erweitert ein Bildstabilisator also die Möglichkeiten der Freihandfotografie in Bezug einerseits auf die Verschlußzeit sowie andererseits auf die Brennweite des Objektivs.

Verfahren und Typen

Es werden grundsätzlich drei Verfahren zur Bildstabilisierung unterschieden, die jeweils unter proprietären Bezeichnungen von der Fotowirtschaft angeboten werden.

Der Mechanismus der Bildstabilisierung kann dabei entweder im Wechselobjektiv oder im Fotoapparat untergebracht sein; Bildstabilisierungobjektive werden von Nikon und Canon hergestellt, eine Kamera-basierte Bildstabilisierung bietet bisher ausschließlich Konica Minolta. Der Vorteil bei einer Bildstabilisierung in der Kamera liegt vor allem in den geringeren Herstellungskosten, da der Mechanismus nicht in jedem Objektiv implementiert werden muß.

Optische Bildstabilisierung

Bei der optischen Bildstabilisierung befinden sich die stabilisierenden Elemente – entweder Prismen oder Glasscheiben – im Objektiv der Kamera; ein oder mehrere optische Elemente sind dabei beweglich und können durch drei Sensoren horizontal und vertikal gesteuert werden. Einer der Sensoren bestimmt die horizontale, der andere die vertikale Bewegung und der dritte die Position des Ausgleichselements.

Folgende Hersteller haben optische Bildstabilisatoren implelementiert:

Elektro-mechanische Bildstabilisierung

Die mechanische Bildstabilisierung funktioniert prinzipiell gleich wie die optische Bildstabilisierung der Mitbewerber, nur werden dabei keine Ausgleichselemente bewegt, sondern direkt der CCD-Sensor (CCD-Shift).

Dieses Verfahren ist derzeit noch ein Alleinstellungsmerkmal von Konica Minolta:

Elektronische Bildstabilisierung

Die elektronische Bildstabilisierung wird hauptsächlich in Videokameras eingesetzt.

Funktionsweise

Die Bildstabilisierung basiert auf dem Prinzip des Gyroskops; ein Sensor misst über einen Korrelationsalgorithmus die Bildbewegung.

Geschichte und Entwicklung

Die erste Kamera mit einer Bildstabilisierungsfunktion stellte Sony 1998 mit der Sony Mavica MVC-FD91, einer Floppy-Kamera mit 10-fach-Superzoomobjektiv, vor.

2000 stellte Canon das erste Wechselobjektiv für Kleinbildkameras mit einem optischen Bildstabilisator vor.

Weitere Anwendungen

Seit einigen Jahren gibt es auch Ferngläser und Feldstecher mit mechanischer Bildstabilisierung (z.B. Zeiss 20x60S, Zeiss 15x60, Zeiss 20x60S, Canon 15x50 IS, Fujinon Techno-Stabi 14x40 u.a.)

Synthetische Bildstabilisierung

Mit Hilfe der so genannten Post Production Stabilizer ist eine synthetische Bildstabilisierung auch noch nach der Aufnahme eines Films möglich.

Derartige Motion Tracking Software bietet beispielsweise Dynapel mit dem Produkt SteadyHand (früher SteadyMove) sowie Adobe mit Adobe After Effects an.

Siehe auch

Weblinks








Info Hinweis: Dieser Artikel basiert auf dem Ursprungsartikel Bildstabilisierung aus der Wiki pedia und er steht unter der GNU-Lizenz link fuer freie Dokumentation, eine Autoren-Liste ist ebenfalls verfuegbar.

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