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Biologie

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Die Biologie ist die Wissenschaft vom Leben. Sie beschreibt und untersucht die Lebensweise und Organisationsform von Lebewesen.
Etymologie: griech. βιος bios = Leben + λογος logos = Lehre <math>\Rightarrow<math> Lehre von der lebendigen Natur. Biologie als Wissenschaft wird vermutlich zuerst von Aristoteles (4. Jh. v. Chr.) betrieben.

Inhaltsverzeichnis

Umfangsgebiet der Biologie

Als Kennzeichen lebender Organismen (und damit als primäre Untersuchungsgegenstände der modernen Biologie) werden genannt:

Zum einen ordnet die Biologie die Lebewesen in eine auf der Evolutionstheorie beruhende Systematik ein und untersucht ihren Bau (Anatomie, Morphologie), zum anderen beschäftigt sie sich mit den Lebensvorgängen in den Lebewesen und analysiert, wie sich lebende Organismen vermehren, ausbreiten und im Laufe der Zeit wandeln. Weiterhin ist die Biologie an der Wechselwirkung der verschiedenen Lebewesen untereinander und mit ihrer Umwelt interessiert.

Einsichten in die wichtigsten Strukturen und Funktionen der Lebewesen sind nur mit Hilfe von Nachbarwissenschaften möglich. Hierzu zählen etwa die Chemie (und hier besonders die Biochemie), die Physik und die Medizin.

Die Lebewesen werden von der biologischen Systematik im allgemeinen in drei Domänen eingeteilt, von denen die Eukaryoten wiederum in vier Reiche untergliedert werden:

Mit der Klassifizierung der Tiere innerhalb dieses Systems beschäftigt sich die Spezielle Zoologie, mit der Einteilung der Pflanzen und Pilze die Spezielle Botanik.

Ein sparsameres System mit drei Domänen zieht als Unterscheidungsmerkmale lediglich die Anwesenheit von Zellkernen in den Zellen und Unterschiede in den Zellmembranen beziehungsweise Zellwänden heran:

Archaea -- Eubacteria -- Eukaryota

Die Lebensvorgänge können in die Vorgänge im Körper (Physiologie) und in die Vorgänge bei der Vermehrung und Vererbung (Genetik) eingeteilt werden.

Die Unterscheidung zwischen Leben und Nicht-Leben ist in manchen Fällen nicht exakt möglich, denn es existiert eine erhebliche Anzahl von intrazellulären Parasiten, die keinen eigenen Stoffwechsel aufweisen. Nach der Einfachheit ihrer in der Wirtszelle ablaufenden Vermehrungsmechanismen entfernen sich diese "Organismen" weiter und weiter vom Konzept des Lebewesens:

Viren -- Viroide -- Prionen

Anmerkung: Eigentlich müsste das Fachgebiet "Zoologie" heißen; denn das griechische "zoe" bezieht sich auf das organische Leben (nicht nur der Tiere), während unter "bios" die Weise zu verstehen ist, wie vor allem ein Mensch lebt. So war denn auch in der griechischen Antike der "Biologos" kein Wissenschaftler, sondern ein Schauspieler, der das menschliche Leben darstellt.

Arbeitsmethoden der Biologie

Die Biologie nutzt ganz allgemein die Methoden der Wissenschaft, wie

Daneben kennen unterschiedliche Teildisziplinen eigene Zugänge:

eine Systematik der Lebewesen aufstellen 
unbekannte Lebewesen bestimmen und innerhalb der Systematik einordnen
Anatomie 
tote Lebewesen in ihre Einzelteile zerlegen und untersuchen
Physiologie 
die Funktion einzelner Organe untersuchen und erklären
Pathologischer Ansatz 
aus kranken Zuständen auf zugrundeliegende Mechanismen schließen
Genetischer Ansatz 
Das Erbgut aller Arten katalogisieren
Biochemischer Ansatz 
Die verschiedenen Eiweiß-, Fett- und Kohlenhydratsorten analysieren
Ethologischer Ansatz 
Das Verhalten der Tiere in der Gruppe und zu anderen Tierarten beobachten und zu erklären versuchen.
Ökologischer Ansatz 
Den Lebensraum einer Tier- oder Pflanzenart dokumentieren und das Zusammenspiel verschiedener Arten in einem Lebensraum analysieren.
Nutzansatz 
Nutzpflanzen und -tiere halten, züchten, untersuchen

Mögliche Einteilung des Fachgebiets

Wichtige Teilgebiete der Biologie

Aerobiologie -- Anatomie -- Anthropologie -- Biochemie -- Bionik -- Biogeographie -- Bioinformatik -- Biophysik-- Biotechnologie -- Biozönologie -- Botanik -- Zellbiologie -- Chorologie -- Chronobiologie -- Kladistik -- Entwicklungsbiologie -- Ökologie -- Ethologie (Verhaltensforschung) --Entomologie (Insektenkunde) -- Evolutionstheorie -- Süßwasserbiologie -- Genetik (Vererbungslehre) und Epigenetik (darüber hinaus) -- Histologie (Lehre von den Geweben) -- Geobotanik -- Immunologie -- Pathologie (Krankheitserregerkunde) -- Epidemiologie -- Limnologie -- Meeresbiologie -- Mikrobiologie (Bakteriologie) -- Molekularbiologie -- Morphologie -- Mykologie (Pilzkunde) -- Lichenologie (Flechtenkunde) -- Neurowissenschaften -- Onkologie (Krebsforschung) -- Ontogenie (Individualentwicklung) -- Paläontologie (mit Paläobotanik und Paläozoologie) -- Pharmabiologie -- Phykologie -- Phylogenie -- Physiologie -- Phytopathologie -- Strukturbiologie -- Taxonomie -- Theoretische Biologie -- Toxikologie -- Virologie -- Zellbiologie -- Zoologie

Grenzgebiete der Biologie

Ausgewählte Artikel

Zoologie - Tiere
Botanik - Pflanzen
Mykologie - Pilze
Pflanzen- und Tierarten
Grundbegriffe der Biologie
Biologie (Studium)
Desoxyribonukleinsäure
Polymerase-Kettenreaktion
Genotyp und Phänotyp
Maul- und Klauenseuche
Internationale Biologie-Olympiade

Berühmte Biologen, ihre Entdeckungen und Experimente

Kontroverse Biologen

Literatur

Einführungen

Lehrbücher

Sachbücher

Fachbücher

Nachschlagewerke

Weblinks





(siehe auch: Biologismus)






Info Hinweis: Dieser Artikel basiert auf dem Ursprungsartikel Biologie aus der Wiki pedia und er steht unter der GNU-Lizenz link fuer freie Dokumentation, eine Autoren-Liste ist ebenfalls verfuegbar.

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