Bistum Lüttich
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Das in Belgien gelegene Bistum Lüttich (franz.: Diöcese Liège) umfasst 3.869 km² und ca. 1.013.900 Einwohner.
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Geschichte
Das Bistum Lüttich wurde im 4. Jahrhundert in der Stadt Tongern von Maternus gestiftet und im 6. Jahrhundert nach Maastricht verlegt. Erst Bischof Hubert nahm 720 seinen Sitz in Lüttich. Im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation war das Bistum, dessen Bischöfe deutsche Reichsfürsten waren und den Titel Herzöge von Bouillon führten, ein Suffraganbistum des Erzbistums Köln. 1794 wurde das Bistum von Frankreich besetzt und im Friede von Lunéville förmlich an Frankreich abgetreten und zum Departement der Ourthe geschlagen.
Durch den Beschluß des Wiener Kongresses aber und durch einen besondern Vertrag vom 23. März 1815 war es als ein souveränes Fürstentum dem König der Niederlande überlassen und bildete seitdem eine Provinz der Vereinigten Niederlande, doch mit veränderten Grenzen, indem einige Teile von Lüttich zu den Provinzen Hennegau, Limburg und Namur gezogen, andere dagegen von Limburg, Luxemburg und Namur zu Lüttich geschlagen wurden. Bei der Revolution von 1830 ergriffen die Bewohner der Stadt und Provinz Lüttich lebhaft die Partei der Belgier, und Lüttich gehört seit der Bildung des Königreichs Belgien diesem an.
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Dieser Artikel basiert auf einem gemeinfreien Text („public domain“) aus Meyers Konversations-Lexikon, 4. Auflage von 1888–1890. Der Wissensstand von damals kann inzwischen überholt sein.
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Liste der Bischöfe von Lüttich
Siehe auch
Weblinks
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