Bistum Meißen
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Einordnung: Bistum (römisch-katholisch) | Liste (Religion)
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Das alte Bistum Meißen wurde 968 gegründet.
Auf Vorschlag des Kaisers Otto genehmigte Papst Johannes XIII. auf der Synode zu Ravenna 967 die Errichtung der drei Bistümer Meißen, Merseburg und Zeitz (später Naumburg). Alle drei Bistümer gehörte zum Metropolitanverband des Erzbistums Magdeburg.
Der aus dem Kloster St. Emeran in Regensburg stammenden Benediktiner und Burgkaplan Burchard wurde von Erzbischof Adalbert von Magdeburg auf der Burg Meißen zum ersten Bischof von Meißen geweiht.
Wie die anderen genannten Bistümer war Meißen von den ottonischen Kaisern zur Mission der slawischen Länder zwischen Elbe, Saale und Oder gegründet worden. Gleichzeitig sollte das Bistum der Festigung königlicher Herrschaft in den östlich der Saale neu eroberten Gebieten dienen. So ist es denn kein Zufall gewesen, dass die Burg Meißen, von wo aus die königlichen Markgrafen regierten, auch Bischofssitz wurde. Der Wechsel von Kooperation und Konkurrenz zwischen den Markgrafen und den Bischöfen haben die Geschichte des Bistums Meißen ganz entscheidend geprägt.
Im 12. und 13. Jahrhundert erfolgten auf dem Gebiet des Bistums 72 Klostergründungen, insbesondere von Zisterzienser- und Franziskanerklöstern.
Unter den zahlreichen Schenkungen, die das Bistum in Sachsen und in der Oberlausitz von den Königen und Markgrafen erhalten hatten, waren die Besitzungen in der Gegend von Wurzen und im Bereich Stolpen-Bischofswerda von herausragender Bedeutung. In diesen beiden Gebieten gelang es den Bischöfen und dem Domkapitel im 14. Jahrhundert nämlich, ihre zahlreichen Rechte und Besitzungen soweit zu verdichten und nach außen abzuschließen, dass sie in diesen Gebieten zu Landesherren wurden. Allerdings wurde den Bischöfen der Status der Reichsunmittelbarkeit von den Meißener Markgrafen immer bestritten. Und tatsächlich sind die Meißener Bischöfe nur selten als geistliche Reichsfürsten auf den Reichstagen vertreten gewesen.
1399 wurde das Bistum Meißen von Papst Bonifatius IX. für exemt erklärt und unmittelbar dem Heiligen Stuhl unterstellt. Mit der Reformation hört das Bistum Meißen 1539 auf, ein katholisches Bistum zu sein und kam unter die Administratur von Kursachsen. Die zugehörigen Klöster und Stifte wurden säkularisiert.
1921 wurde das Bistum Meißen von Papst Benedikt XV. mit Sitz in Bautzen wiedererrichtet. 1980 wurde der Bischofssitz nach Dresden verlegt. Das Bistum trägt seitdem den Namen Dresden-Meißen.
Liste der Bischöfe von Meißen
- Burchard 948 - 969/01. Juli 972
- Volkold 972 - 23. August 992
- Eid I. 992 - 20. Dezember 1015
- Eilward 1016 - 23. April 1023
- Hukprecht 1023 - 05. April 1024
- Dietrich I. 1024 - 06. April 1046
- Eid II. um 1040
- Meinward 1046 - 05. Mai 1051
- Bruno I. 1046 - 1061
- Rainer 1051 - 15. April 1066
- Krafto 1066
- Benno von Woldenberg 1066 - 16. Juni 1106
- Sedisvakanz 1106 - 1108
- Hartwig 1108 - 27. Juni 1118
- Grambert 1118 - 31. Mai 1125
- Godebald 1125 - 30. August 1140
- Reinward 1140 - 24. Juli 1146
- Berthold 1146 - 20. Juli 1149
- Albrecht I. 1149 - 1152
- Bruno II. 1152 - 10. Juni 1154
- Gerung 1154 - 20. November 1170
- Martin 1170 - 17. Juli 1190
- Dietrich II. von Kittlitz 1191 - 29. August 1208
- Bruno III. von Borsendorf 1209 - 1228
- Heinrich 1228 - 24. Juni 1240
- Konrad I. 1240 - 07. Januar 1258
- Albrecht II. von Motschen 1258 - 26. Juli 1266
- Witicho I. von Kamenz 1266 - 06. März 1293
- Bernhard von Kamenz 1293-12. Oktober 1296
- Albrecht III. Burggraf von Leisnig 1297-03. März 1312
- Witicho II. von Kolditz 1312-26. Juli 1341
- Wilhelm 1312-1341
- Johann II. von Eisenberg 1341-05. Januar 1370
- Konrad II. von Kichberg-Wallhausen 1370-26. Mai 1375
- Dietrich III. 1370-1373
- Johann II. von Genzenstein 1375-1379
- Nikolaus I. Ziegenbock 1379-11. Februar 1392
- Johann III. von Kittlitz 1393-1398
- Thimo von Kolditz 1399-26. Dezember 1410
- Rudolf von der Planitz 1411-23. Juni 1427
- Johann IV. Hoffmann 1427-26. März 1451
- Kaspar von Schönberg 1451-26. April 1463
- Dietrich III. (IV.) von Schönberg 1463-12. April 1476
- Johann V. von Weißenbach 1476-07. November 1487
- Johann VI. von Saalhausen 1487-10. April 1518
- Johann VII. von Schleinitz 1518-13. Oktober 1537
- Johann VIII. von Maltitz 1538-30. November 1549
- Nikolaus II. von Karlowitz 1550-1555
- Johann IX. von Haugwitz 1555-05. Januar 1581
Siehe auch: Bistum Dresden-Meißen
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