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Briefmarke

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Eine Briefmarke, amtlich Postwertzeichen, ist ein Nachweis der Portozahlung für eine Postsendung. Üblich sind rechteckige Papierblätter mit Zähnung, welche auf den Brief oder das Paket geklebt werden. Es gibt auch Briefmarken in runder und dreieckiger Form sowie ohne Zähnung und solche aus selbstklebender Kunststofffolie.

Die Mitglieder des Weltpostvereins (UPU) vereinbarten, für internationale Sendungen nur Briefmarken mit lateinischen Schriftzeichen zu verwenden.

Die Motive von Briefmarken sind eine willkommene Möglichkeit zur Selbstdarstellung der Länder, die diese ausgeben. Die in frühen Jahren häufig verwandten Bildnisse von Monarchen werden zunehmend durch interessante Darstellungen der Kultur, Flora und Fauna, Technik, Sport, Bauwerke, Kunst sowie wichtiger Persönlichkeiten und aktueller Ereignisse abgelöst.

In Deutschland werden Postwertzeichen durch das Bundesministerium der Finanzen unter Mitwirkung eines Kunst- und eines Programmbeirates für die Deutsche Post AG herausgegeben. Seit 2002 ist es auch möglich, Postwertzeichen mit der Frankiersoftware STAMPIT aus dem Internet auszudrucken. Durch die Postreform mit der einhergehenden Aufweichung des Briefmonopols ist es neuerdings auch für private Unternehmen möglich Briefmarken herauszugeben, von dieser Möglichkeit macht u.a. die PIN AG in Berlin mit recht hübschen Motiven (u.a. den Abrafaxen aus einem DDR Comic) seit 2004 Gebrauch.

Im Jahre 2003 führte die niederländische Post für Jedermann und die finnische Post für Firmenkunden erstmals eine Briefmarke ein, die von den Kunden selber gestaltet werden kann. Dabei wird ein Foto, eine Grafik oder ein Logo in einen vorgegebenen Rahmen gedruckt. Seit 2004 ist dieser Dienst auch für Privatkunden verfügbar. Auch in Österreich kann man bereits seit 2003 mit einer Mindestauflage von 200 Stück seine eigenen Briefmarken drucken lassen.

Briefmarken sind als Sammelobjekte weit verbreitet (vgl. Philatelie). Dies führt dazu, dass Kleinst-Staaten Briefmarken nicht zur eigentlichen Verwendung produzieren, sondern mit ihrem Verkauf an Sammler einen nicht unwesentlichen Beitrag zum Staatshaushalt erwirtschaften.

Die Wiedervereinigung hatte auch Folgen für die Briefmarkensammler. Am 2. Oktober 1990 endete für Briefmarkensammler das Sammelgebiet "DDR". Seit dem 3. Oktober 1990 wurden in Deutschland nur noch Briefmarken mit der Inschrift "Deutsche Bundespost" herausgegeben. Seit 1994 steht auf den Briefmarken nur noch "Deutschland". In einer Übergangszeit wurden auch Marken mit der Inschrift "Deutsche Post" verkauft. Seit dem 1. Januar 2002 tragen alle neuen Briefmarken in Deutschland ausschließlich die Wertangabe in Euro.

Durch die Frankiermaschinen in den Firmen und auch auf den Postämtern selbst werden im praktischen Gebrauch immer weniger Briefmarken verwendet.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Die erste aufklebbare Briefmarke wurde am 6. Mai 1840 nach den Vorschlägen von Rowland Hill herausgegeben. Sie trägt auf schwarzem Grund das Porträt der Königin Victoria und hat einen Nominalwert von 1 Penny, weshalb man sie in Sammlerkreisen als One Penny Black bezeichnet.

Die erste Briefmarke überhaupt war ein 1653 von der Pariser Stadtpost herausgegebener Papierstreifen ("Billet de poste payé"). Diese "Briefmarke" musste in Ermangelung einer Klebefläche mit Klammer oder Faden am Brief befestigt werden. Später hat man die Briefmarken rückseitig mit Leim versehen. Tropische Akazienbäume waren es, aus denen man zunächst den Leim herstellte, um den anfänglich bitteren Geschmack des Klebers zu verbessern. Der Leim der für israelische Briefmarken verwendet wird ist nachweislich koscher.

Die erste deutsche Briefmarke war der Schwarze Einser. Sie wurde am 1. November 1849 vom Königreich Bayern herausgegeben.

Weitere herausragende Marken sind:

Andere Bedeutungen

Unter einer Briefmarke (engl. Pancake = Eierkuchen genannt) versteht man auch eine akrobatische Übung, bei welcher der Turner mit V-förmig ausgebreiteten Beinen auf dem Boden sitzt und versucht, sich so weit nach vorn zu lehnen, bis er idealerweise mit der Brust den Boden berührt. Zur Steigerung des Schwierigkeitsgrades kann dabei, genau wie beim Überspagat-Training, die Lage der Füße durch Matten oder andere Gegenstände erhöht werden.

Briefmarken-Kataloge

Landesbezeichnungen

Diese Tabelle hilft bei der Zuordnung von europäischen Briefmarken zu den Ausgabe-Ländern anhand der Aufschrift. Hierbei nutzen viele Länder ihren Eigennamen in Landessprache als Beschriftung. In einigen Ländern fehlte vor 1900 eine Landesbezeichnung völlig, außerdem in Großbritannien bis heute.

Name des Ausgabelandes Bezeichnung auf der Briefmarke
Ägäische Inseln (1921-1945) ISOLE ITALIANE DELL EGEO, Rodi, div. Aufdrucke wie: Calimno, Caso, Cos, Karki, Leros, ..
Albanien SHQIPERIA, RPS SHQIPERIA, Posta SHQIPERIA
Andorra Vallees d`Andorre, ANDORRE, Prinzipat D`Andorra, ANDORRA,
Belgien Belgique, Belgie
Bosnien und Herzegowina (1879-1918) Bosna i Hercegovina
Dänemark Danmark
Dänemark Färöer-Inseln Føroyar
Dänemark Grönland Grønland , Kalâllit Nunât, Kalaallit Nunaat
Deutschland Reichspost, Deutsches Reich, Deutsche Post, Deutsche Bundespost Berlin, Deutsche Demokratische Republik, DDR, Deutsche Bundespost, Deutschland
Estland EESTI POST, EESTI VABARIIK, EESTI
Finnland Suomi Finland
Finnland Älandinseln Åland
Frankreich Empire Français, Repub. Franç., Republique Française, RF, Postes Françaises, France
Gibraltar Gibraltar
Griechenland EΛΛAΣ, Hellas, EΛΛHNIKH ΔHMOKPATIA
Großbritannien keine Landesbezeichnung, nur "Postage", "Postage Revenue" und/oder Kopf des jeweiligen Regenten
Großbritannien Guernsey Bailiwick of Guernsey, Guernsey
Großbritannien Alderney Alderney Bailiwick of Guernsey
Großbritannien Insel Man Isle of Man
Großbritannien Jersey Jersey
Irland éire, Éire
Island ÿsland
Italien Franco Bollo, Poste Italiane, Italia, Repubblica Italiana,
Jugoslawien Hrvatska SHS, Kraljevstovo, Jugoslavija, FNR Jugoslavija, PTT Jugoslavija
Kroatien HRVATSKA, Republika Hrvatska
Lettland Latvija
Litauen Lietuva
Luxemburg Luxembourg
Malta Malta
Moldawien (ab 1991) (Posta) Moldova
Monaco Monaco
Niederlande Nederland
Norwegen Norge, Noreg
Österreich Kaiserliche Königliche Österreichische Post, Deutschösterreich, Österreich, Republik Österreich, Austria
Polen Poczta Polska, Polska
Portugal (Correio), Portugal Continente, Correios Portugal, Republica Portugesa, Portugal
San Marino Rep.Di S.Marino, Poste Rep.S.Marino, Republica di San Marino, San Marino
Schweden Sverige
Schweiz Helvetia
Serbien CPBNJA
Slowenien Slovenija
Spanien (Correos), Correos de Espana, Republica Espanola, Espana
Türkei Emp. Ottoman, Postes Ottomanes, Türk Postalari, Türkiye Cümhuriyeti (Postalari), Türkiye Cumhuriyeti (Postalari), Türkiye (Postalari)
Türkisch-Zypern Kibris Türk Yönetimi, Kibris Türk Federe Devleti Postalari, Kuzey Kibris Türk Cumhuriyeti
Vatikanstaat Poste Vaticane, Città del Vaticano
Zypern Cyprus, Kibris


Siehe auch: Philatelie, Dienstmarke, Feldpostmarke, Bund Deutscher Philatelisten.

Weblinks

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Info Hinweis: Dieser Artikel basiert auf dem Ursprungsartikel Briefmarke aus der Wiki pedia und er steht unter der GNU-Lizenz link fuer freie Dokumentation, eine Autoren-Liste ist ebenfalls verfuegbar.

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