Bundesliga-Skandal
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Als Bundesliga-Skandal werden die Vorgänge um den Abstiegskampf in der Fußball-Bundesligasaison 1970/71 bezeichnet, als es durch überraschende Spielergebnisse den Klubs von Rot-Weiß Oberhausen und Arminia Bielefeld gelungen war, in der Bundesliga zu verbleiben.
Aufgedeckt wurden die Verschiebungen der Spiele durch den Vereinspräsidenten von Kickers Offenbach, Horst-Gregorio Canellas, der dem DFB ein Tonband mit den Stimmen der Spieler vorspielte, die ihm eindeutige Bestechungsangebote machten (u.a. die Nationalspieler Bernd Patzke und Manfred Manglitz), da Kickers Offenbach ebenfalls vom Abstieg bedroht war.
Bei den von "Chefankläger" Hans Kindermann geführten Ermittlungen des DFB wurde festgestellt, dass unter anderem das Bundesligaspiel FC Schalke 04 - Arminia Bielefeld (17. April 1971, Endstand 0:1) verkauft worden war. Daraufhin wurden 1973 fast alle Spieler dieser Schalker Mannschaft zu langen Sperren verurteilt. Die bekanntesten Verurteilten waren Reinhard "Stan" Libuda (lebenslänglich, begnadigt nach zwei Jahren), Klaus Fichtel (lebenslänglich, begnadigt nach sechs Monaten) und Klaus Fischer (lebenslänglich, abgemildert zu einem Jahr). Auch Manfred Manglitz, Torwart des 1. FC Köln, wurde zweimal lebenslang gesperrt (nach zwei Jahren begnadigt).
Insgesamt wurden 52 Spieler, zwei Trainer (Egon Piechaczek Arminia Bielefeld und Günther Brocker Rot-Weiß Oberhausen) sowie sechs Vereinsfunktionäre bestraft. Außerdem erhielten die Vereine Arminia Bielefeld und Kickers Offenbach zeitweise die Bundesliga-Lizenz entzogen. Für Bielefeld war dies 1972 mit einem Zwangsabstieg verbunden.
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