Bundesstraße 10
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Einordnung: Bundesstraße
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Die Bundesstraße 10 (Abkürzung: B 10) im Südwesten Deutschlands führt in drei Teilstücken von der saarländischen Stadt Lebach bis nach Augsburg.
Ein erster, sehr kurzer Teil verläuft zwischen den saarländischen Gemeinden Lebach und Eppelborn und dient als Ortsdurchfahrt von Eppelborn und Zubringerstraße von Lebach zur Anschlussstelle Eppelborn auf die Bundesautobahn 1 hinter Eppelborn. Über die Bundesautobahnen A 1 und A 8 erreicht man die Stadt Pirmasens.
Dort beginnt die Bundesstraße 10 als Fortführung der Bundesautobahn 8 beim rheinland-pfälzischen Pirmasens und führt nach Landau in der Pfalz. Zwischen Landau und Wörth am Rhein ist sie durch die Bundesautobahn 65 ersetzt.
Ab Wörth führt die Bundesstraße 10 dann über die baden-württembergischen Städte Karlsruhe, Pforzheim, Stuttgart, Esslingen am Neckar, Göppingen, Geislingen an der Steige und Ulm auf einer Länge von circa 250 Kilometern ins bayrische Augsburg.
Zwischen Pforzheim und Stuttgart führt die Straße über die Enzweihinger Steige bei Vaihingen an der Enz und bei Schwieberdingen über die Glemstalbrücke. Auf diesem Abschnitt ist sie bis Münchingen zweispurig und nur an der Enzweihinger Steige vierspurig ausgebaut, was werktags zu langen Staus führt. Der Abschnitt zwischen Münchingen und Stuttgart-Feuerbach sowie der Abschnitt von Stuttgart-Berg nach Göppingen-Ost sind autobahnartig ausgebaut. Allerdings ist immer noch die Einmündung der Poststraße beim Wasserwerk Stuttgart-Berg als Ampelkreuzung ausgeführt.
Geschichte
Die Reichsstraße 10 wurde 1932 als durchgehende Verbindung zwischen der saarländischen Grenze bei Zweibrücken und der österreichischen Grenze bei Salzburg eingerichtet. Nach der Eingliederung des Saarlandes im Jahre 1935 wurde diese Straße bis nach Homburg (Saar) verlängert, wo sie in die Bundesstraße 40, die Frankfurt mit Saarbrücken verband, mündete.
Die ehemalige Reichsstraße 10 führte von Augsburg aus weiter über München, Ebersberg, Wasserburg am Inn und Traunstein bis nach Freilassing an der österreichischen Grenze. Später bekam der Streckenabschnitt östlich von München als Bundesstraße 304 eine eigenständige Nummer und wurde 1938 nach dem Anschluss Österreichs über Bad Ischl und Bad Aussee in die Steiermark fortgeführt. Zwischen Augsburg und München verliefen die Reichsstraßen R 2 und R 10 auf einer gemeinsamen Streckenführung über Fürstenfeldbruck.
Aktuelle Entwicklung
Der Abschnitt zwischen Pirmasens und Landau wird momentan stückweise vierspurig ausgebaut. Ein durchgehender Ausbau auf vier Spuren ist jedoch unwahrscheinlich, da das Projekt vor allem im Landkreis Südliche Weinstraße auf Widerstand stößt, während der Ausbau im Landkreis Südwestpfalz mehr Unterstützung findet. Auf Betreiben der Landesregierung wird in einem Mediationsverfahren versucht zwischen Ausbaubefürwortern und Ausbaugegnern zu vermitteln. Eine endgültige Entscheidung ist noch nicht gefallen (Stand November 2004).
Gefahren
Besondere Gefahren gibt es auf der gesamten Strecke durch Umwelteinflüsse wie Schnee oder Laub auf der Straße. Viele Autofahrer haben ihre Wagen im Winter nicht mit Winterreifen ausgerüstet. Durch die hohe Geschwindigkeit unterschätzen die meisten Fahrer die Gefahr, dass der Wagen auf dieser extrem kurvenreichen Strecke ausbrechen kann.
Sehr häufig treten auch Staus auf, die der ankommende Autofahrer nur sehr spät sehen kann.
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