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Bundesstraße 75

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Die Bundesstraße 75 (kurz: B 75) führte früher von Travemünde an der Ostsee quer durch Norddeutschland bis zur niederländischen Grenze in Ostfriesland. Heute ist sie auf großen Teilstücken durch eine Autobahn ersetzt bzw. zur Landesstraße herabgestuft worden und endet in Delmenhorst. Auf ihrem Weg führt sie durch die vier Bundesländer Schleswig-Holstein, Hamburg, Niedersachsen und Bremen.

Inhaltsverzeichnis

Verlauf

Die B 75 beginnt in Travemünde nahe dem Fischereihafen an der Ostsee. Sie führt ins benachbarte Lübeck (17 km) und berührt dort die historische Altstadt, die zum Weltkulturerbe gerechnet wird. Von hier führt sie durch holsteinisches Bauernland bis Bad Oldesloe (43 km) und weiter bis über die Landesgrenze (70 km) nach Hamburg. In Hamburg-Tonndorf (77 km) wird sie, wie vorher schon in Lübeck, unterbrochen und über einfache Stadtstraßen und diverse Autobahnen 34 km quer durch Hamburg geführt. Zwischendurch heißt sie kurz wieder B 75 und nimmt ihren Lauf für wenige Kilometer mit der Bundesstraße 4 gemeinsam. Erst acht Kilometer hinter der Landesgrenze nach Niedersachsen, bei der Ausfahrt Dibbersen (111 km) der Bundesautobahn 1 (kurz: A 1), wird sie wieder reguläre Bundesstraße. Nun führt sie nördlich an der Lüneburger Heide vorbei zur Kreisstadt Rotenburg (Wümme) (157 km) bis zur Ausfahrt Stuckenborstel (165 km) der A 1. Hier wird sie wieder zur Landesstraße herabgestuft, die L 168 bis zur Landesgrenze (182 km) nach Bremen.

Nach 17 km quer durch die alte Handels- und Domstadt, wo sie als Uferstraße entlang der Weser und dann über den Fluss nach Süden führte, kehrt die Straße nach Niedersachsen zurück (199 km). Nun führt sie, vierspurig ausgebaut, noch acht Kilometer bis in die Industriestadt Delmenhorst.

Hier endet die B 75 nach einer Gesamt-Streckenlänge von 207 km. Früher führte sie noch 120 km weiter, quer durch Ostfriesland nach Leer und weiter bis zur kleinen Ortschaft Bunde an der niederländischen Grenze. Auch auf dieser Strecke ist sie heute teils durch Autobahnen ersetzt, teils zur Landesstraße herabgestuft worden.

Geschichte

Ursprung

Im Mittelalter und in der frühen Neuzeit spielte die Straße als Verkehrsweg eine untergeordnete Rolle. Damals dienten die Flüsse Alster und Trave als günstigster Verkehrsweg zwischen Hamburg und Lübeck, lediglich zwischen Kayhude und Sülfeld wurden die Waren auf dem Landweg transportiert.

Der Streckenabschnitt zwischen Bremen und Hamburg wurde in den Jahren 1811 bis 1813 als Teil einer schnurgeraden napoleonischen Heerstraße von Münster (siehe Bundesstraße 51) nach Hamburg gebaut. Diese Straße war die erste ausgebaute Chaussee durch die nordwestdeutsche Tiefebene, sie durchquerte die einst unpassierbaren Moore und ersetzte historische Handelswege über die Geest (z.B. die Bundesstraße 74).

Der Streckenabschnitt von Bremen nach Oldenburg wurde 1825 als erste Straße im Großherzogtum Oldenburg zur befestigten Landstraße (Chaussee) ausgebaut. Der weiterführende Streckenabschnitt von Oldenburg über Bad Zwischenahn nach Westerstede wurde 1843 fertiggestellt.

Der Streckenabschnitt zwischen Hamburg und Lübeck wurde erst 1840 zur Chaussee ausgebaut. Die damalige Chaussee führte von Schnelsen über Ochsenzoll und Bargfeld nach Elmenhorst (heutige Bundesstraße 432). Auf dieser Strecke fuhr seit dem 1. Juli 1841 einmal täglich die gefederte und von vier kräftigen Pferden gezogene Diligence, die in drei Coupés geteilt war und 15 Reisende fasste. Doch bereits ab dem 1. November 1842 nahmen die Diligencen den kürzeren Weg über Ahrensburg und Wandsbek, der auch der heutigen Bundesstraße 75 entspricht. === Frühere Strecken und Bezeichnungen === Die 1932 eingerichtete Reichsstraße 75 war ursprünglich nur eine sehr kurze Straße von Rotenburg („im Hannoverschen“) bis zur R 3 (heute B 3), die auf der Strecke der heutigen B 75 bis Lübeck und Travemünde führte (Quelle: Conti-Atlas für Kraftfahrer 1934). Die Strecke von Leer über Bremen bis Rotenburg wurde damals als Reichsstraße 71 bezeichnet. Nach 1936 begann sie hinter Leer an der holländischen Grenze und führte wie vorher bis zur R 3 vor Hamburg.

Ersetzungen

Die Schnellstraße im Bremer Stadtgebiet wurde in den Jahren 1960 bis 1962 ausgebaut. Die westliche Teilstrecke zwischen Delmenhorst und Leer wurde nach 1974 durch die Bundesautobahn 28 ersetzt.

Tourismus

Ferienstraßen

Die Grüne Küstenstraße führt auf verschiedenen Wegen von Hamburg zur niederländischen Grenze bei Nieuweschans. Westlich von Oldenburg folgt diese Ferienstraße dabei der alten Bundesstraße 75.

Sehenswürdigkeiten

Vor allem die drei Hansestädte Bremen, Hamburg und Lübeck sind die bekanntesten Reiseziele an dieser Bundesstraße. Weniger bekannt sind das Schloss in Ahrensburg und das Norddeutsche Industriemuseum in Delmenhorst.

Landschaftlich reizvolle Strecken

Die Bundesstraße 75 führt überwiegend durch flache Moor- und leicht hügelige Geestlandschaft. Landschaftlich reizvoll ist vor allem der Abschnitt zwischen Lübeck und Bad Oldesloe.

Siehe auch: Liste der deutschen Bundesstraßen






Info Hinweis: Dieser Artikel basiert auf dem Ursprungsartikel Bundesstraße 75 aus der Wiki pedia und er steht unter der GNU-Lizenz link fuer freie Dokumentation, eine Autoren-Liste ist ebenfalls verfuegbar.

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