Chemische Beständigkeit
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Einordnung: Kunststoff
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Die Chemische Beständigkeit von Kunststoffen beschreibt deren Widerstandsfähigkeit gegen die Einwirkung von Chemikalien.
Phänomenologie
In den meisten Fällen äußert sich eine unzureichende Chemische Beständigkeit in einer Quellung oder Erweichung der Kunststoffe, die zum Verlust der Gebrauchstauglichkeit führen kann. Die Moleküle des Mediums diffundieren in den Raum zwischen die Polymerketten ein und schieben sie auseinander. Da Diffusionsprozesse temperaturabhängig sind, gelten Angaben zur chemischen Beständigkeit von Kunststoffen stets nur für die angegebene Temperatur.
Häufiger kommt es zur auch bei Metallen bekannten Spannungsrissbildung. Dabei bilden sich zunächst Mikrorisse (verstreckte Zonen, auch Crazes genannt), die bei mechanischer Beanspruchung zu großen Rissnetzwerken wachsen können. Nur in wenigen Fällen kommt es auch zu einem Kettenabbau (siehe Oxidativer Abbau).
Im Gegensatz zur Korrosion von Metallen gibt es bei Kunststoffen nur selten chemisch bedingten Materialabtrag.
Ermittlung
Die chemische Beständigkeit wird zumeist im Immersionsversuch bestimmt. Methoden zur Ermittlung der Spanungsrissbeständigkeit sind der ESC-Versuch (Environmental Stress Cracking) und der Zeitstandzugversuch in Medien.
Weblinks
- weitere Weblinks
Bürkle - Liste der chemischen Beständigkeit einiger Kunststoffe
- Suche nach Chemische Beständigkeit Infos mit: Yahoo
