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Dora-Mittelbau

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V2-Fertigung im Mittelbau Dora

Dora-Mittelbau war der Deckname für einen unterirdischen, geheimen Rüstungsbetrieb und das dazugehörige Arbeitslager der Nazis bei Nordhausen südlich des Harz.

Das Konzentrationslager wurde als Außenstelle Dora des KZ Buchenwald gegründet, nachdem am 17. und 18. August 1943 die Heeresversuchsanstalt in Peenemünde bombardiert worden war. Die ersten Gefangenen trieben ein riesiges Stollensystem in den naheliegenden Berg Kohnstein. Darin wurden dann ab 1944 die V1- und V2-Raketen unterirdisch produziert. Im Oktober 1944 wurde das Lager Dora dann in Mittelbau umbenannt (darum Dora-Mittelbau) und unterhielt 40 eigene Außenstellen. Ein Außenlager war z.B. in der Höhle Heimkehle untergebracht.

Richard Baer war ab 1945 Kommandant des Konzentrationslagers.

In unterirdischen Stollen, wo das Wasser von den Wänden troff, das Tageslicht nie hineinkam und das Krachen und der Staub ständiger Sprengungen das Leben zur Hölle machten, schufteten Zehntausende aus allen Nationen Europas, um Hitlers "Wunderwaffe", die V1 und V2 zu produzieren. Der berufliche Werdegang des Wernher von Braun, der später der Raketenspezialist der USA wurde, begann hier.

Eine Gruppe von Widerstandskämpfern entstand: die deutschen Kommunisten Albert Kuntz, Georg Thomas, Ludwig Szymczak, Otto Runki, Christian Behan, Fritz Pröll, Heinz Schneider, der Sozialdemokrat August Kroneberg, der tschechoslowakische Arzt und Kommunist Dr. Jan Cespiva, der sowjetische Fliegerhauptmann Jelowoj aus Odessa, der unter dem falschen Namen Simeon Grinko in Dora war, polnische, französische und holländische Widerstandskämpfer.

Es gelang den waffenlosen, halbverhungerten Gefangenen, Hitlers Plan mit der Wunderwaffe zu durchkreuzen. Bei einem Drittel der 1944 abgefeuerten Raketen versagten die Triebwerke. Von den insgesamt eingesetzten 10.800 V2-Raketen platzten mehr als die Hälfte noch beim Anflug in der Luft. Der SS-Oberscharführer Sander und Oberst Eichhorn wurden speziell eingesetzt, um die vermutete Sabotagegruppe dingfest zu machen. Das Lager wurde mit einem Spitzelsystem überzogen. Als am 18. November 1944 die Wehrmacht zwei ganze Güterzüge mit V-Raketen zurückschickte: "Unbrauchbar, Sabotage", schlug der faschistische Terror zu. Dutzende Gefangene wurden auf Verdacht gefoltert und erhängt. An Balken zwischen zwei Kränen wurden Stricke mit Schlingen angebracht, zwölf, fünfzehn, zwanzig Menschen gleichzeitig daran gehängt und durch Hochziehen der Kräne erdrosselt.


Am 4. April 1945, kurz vor dem Eintreffen alliierter Truppen, wurde der Befehl zur Evakuierung des Lagers gegeben, binnen Tagen sollten die Häftlinge nach Bergen-Belsen verbracht werden, auf den Todesmärschen kamen tausende ums Leben.

Am 11. April 1945 erreichten die ersten US-Soldaten der Division "Timberwolf" das Lager und fanden noch circa 100 Raketen sowie wichtige Dokumente vor, die sie für die eigene Raketenforschung sicherten und später abtransportierten.

Nur wenige der insgesamt über 60.000 Häftlinge konnten gerettet werden.

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Der Appellplatz des Lagers Mittelbau-Dora bei Nordhausen, hier bei einer Gedenkveranstaltung


Inhaltsverzeichnis

einige namentlich bekannte Opfer

Zu Tode gekommen

Überlebende

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurden hier kurzzeitig Flüchtlinge bzw. Umsiedler bzw. Vertriebene untergebracht.

Siehe auch: Liste der Konzentrationslager im Dritten Reich

Weblinks








Info Hinweis: Dieser Artikel basiert auf dem Ursprungsartikel Dora-Mittelbau aus der Wiki pedia und er steht unter der GNU-Lizenz link fuer freie Dokumentation, eine Autoren-Liste ist ebenfalls verfuegbar.

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