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Faser

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Eine Faser ist ein im VerhĂ€ltnis zur LĂ€nge dĂŒnnes und flexibles Gebilde. Fasern können keine Druck-, sondern nur ZugkrĂ€fte aufnehmen, da sie bei Druckbelastung knicken. In Natur und Technik kommen Fasern allermeistens in einem grösseren Verbund vor, sie bilden eine bestimmte Struktur.

Fasern kommen in Natur und Technik hÀufig vor, da zwei PhÀnomene zu beobachten sind:

Der Ausdruck Faser wird hauptsÀchlich in der Biologie und der Textiltechnik verwendet, wo er aber das gleiche bedeutet.

Fasern grenzen sich von StÀben wegen ihrer mangelnden Biege- und Knicksteifigkeit ab, von DrÀhten unterscheidet sie der geringere Durchmesser.

Inhaltsverzeichnis

Einteilung

Fasern können nach ihrer Herkunft, LĂ€nge, Beschaffenheit oder gar ihrer Verwendung eingeteilt werden. Fasern begrenzter LĂ€nge sind Stapelfasern, im Prinzip unendlich lange Fasern Filamente. Gerade im deutschsprachigen Raum herrscht eine gewisse Verwirrung um AusdrĂŒcke. DIN 60000 und 60001 fĂŒhren den Begriff Chemiefaser als Übersetzung des englischen Ausdrucks man-made fibre ein. Diese Übersetzung ist problematisch, da der Mensch auch rein physikalische Effekte zur Herstellung von Fasern ausnutzen kann (Beispiel Glasfasern). Der Ausdruck Chemiefaser sollte auch daher nicht verwendet werden, da alle Fasern eine chemische Zusammensetzung haben. So besteht Baumwolle etwa aus Zellulose – genau wie die vom Menschen hergestellte Viskose.

An dieser Stelle sollen die Fasern daher in Naturfasern und Kunstfasern eingeteilt werden, wobei Kunstfaser als Übersetzung des englischen man-made fibre zu verstehen ist. Diese Einteilung ist an ISO 6938 und 2076 angelehnt.

Naturfasern

Pflanzenfasern

Pflanzenfasern kommen bei Pflanzen als LeitbĂŒndel im Stengel oder Stamm und als Samen-FortsĂ€tze vor.

Fasern tierischen Ursprungs

Bei Tieren bilden die Haare Fasern. Ausnahmen sind Seide (Verpackung der Raupen) und Muskelfasern, quasi-zellulÀre kontraktile Bestandteile des Muskels. Haarfollikel, die sich textil nutzen lassen sind:

Mineralfasern geologischen Ursprungs

Mineralfasern (Fasern ohne organisch gebundenen Kohlenstoff) kommen natĂŒrlich paraktisch nur in dieser Form vor:

Kunstfasern, man-made fibres

Es existiert eine sehr grosse Anzahl Handelsnamen und ehemaliger Handelsnamen, die durchwegs bekannter sind als ihre chemische Zusammensetzung. Die meisten Kunstfasern sind Polymere:

weitere Kunstfasern, nicht organisch:

Fasermischungen

Es ist heute ĂŒblich, fĂŒr textile Anwendungen Fasern zu mischen. Ziel ist immer, ein besseres Garn zu einem gĂŒnstigeren Preis zu bekommen. Von der Verarbeitung sind Gemische schwieriger zu handhaben als pure Fasern.

Textile Eignung

Fasern, die zu Kleidern verarbeitet werden sollen, sollten einen Durchmesser kleiner als 10 Mikrometer haben, da sie sich sonst unangenehm hart anfĂŒhlen. Daher werden sĂ€mtliche Bastfasern heute nicht mehr fĂŒr Kleider verwendet, sondern fĂŒr technische Textilien wie Verpackungen oder DĂ€mmmatten.

Kunstfasern aus Polymeren eignen sich sehr gut fĂŒr Textilien, fĂŒr Kleidung wie fĂŒr technische Anwendungen. Da die Fasern eigens hergestellt werden, kann ihre Form, Dicke und LĂ€nge fast frei gewĂ€hlt werden.

Glasfasern und Kohlenstofffasern werden zwar auch gewoben, zu Gelege (Technik) oder zu einem Vliesstoff verarbeitet, dies jedoch nur, um sie spĂ€ter zu nicht textilen Faserverbundwerkstoffen weiterzuverarbeiten. Glasfaser finden in verwebter Form auch verwendung als temperaturbestĂ€ndige Isolierung fĂŒr Kabel.

DĂŒnne MetalldrĂ€hte spielen eine erhebliche Rolle bei der Herstellung von Kabeln, wo sie meist geflochten werden.

Sollen Fasen textil verwendet werden, mĂŒssen sie gesponnen werden. Ausnahme: Vliesstoff und Filamente.

Weblinks








Info Hinweis: Dieser Artikel basiert auf dem Ursprungsartikel Faser aus der Wiki pedia und er steht unter der GNU-Lizenz link fuer freie Dokumentation, eine Autoren-Liste ist ebenfalls verfuegbar.

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