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Gabriele Geißler

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Gabriele "Gaby" Geißler - später Gabriele Orgis (*1. November 1944 in Dresden) war eine deutsche Tischtennisspielerin. Für die DDR gewann sie 1969 bei der Weltmeisterschaft die Silbermedaille.

Zwischen 1963 und 1980 beherrschte Gaby Geißler die Tischtennis-Szene bei den Damen in der DDR. 9 mal wurde sie DDR-Meister im Einzel, 17 mal gewann sie die Mannschafts-Meisterschaft. Ihr größter internationaler Erfolg war der 2.Platz bei der Tischtennis-Weltmeisterschaft 1969 in München, wo sie im Endspiel trotz des Gewinns im 1.Satz der Japanerin Toshiko Kowada mit 1:3 unterlag. Vorher hatte sie nacheinander gewonnen gegen eine Koreanerin (5 Sätze), gegen Svetlana Grinberg (Sowjetunion, 4 Sätze), gegen die Westdeutsche Edith Wetzel (5 Sätze nach 0:2 Rückstand) sowie gegen die Japanerin Miho Hamada (erneut 5 Sätze nach 0:2 Rückstand).

Ihre Fairness bewies Gaby Geißler, als sie im 1.Satz des Endspiels beim Stande von 17:18 eine Fehlentscheidung des Schiedsrichters korrigierte und ihrer Gegnerin einen Punkt schenkte, indem sie absichtlich einen Ball verschlug.

Bis heute (2004) ist Gaby Geißler die einzige Deutsche, die nach dem 2.Weltkrieg bei einer WM das Endspiel erreichte. Bereits vor dem Krieg holte Astrid Krebsbach 1934 und 1936 zweimal die Silbermedaille.

1970 fiel Geißler in Ungnade. Sie weigerte sich, mit dem Verbandstrainer und SED-Funktionär Werner Rahnfeld zusammenzuarbeiten, außerdem warf man ihr Westkontakte vor. Daher wurde sie gesperrt und für die Europameisterschaft 1970 in Moskau nicht berücksichtigt. Auch der Verein BSG Außenhandel Berlin mußte im Dezember 1970 beim Europacup der Landesmeister auf Geißler verzichten. Damit war ihre internationale Karriere beendet. Sie wurde ungefähr 60 mal in die DDR-Nationalmannschaft berufen.

Werdegang

Zunächst war Geißler im Schachspiel erfolgreich. 1958 wurde sie Schülermeisterin von Belin-Ost. Danach verlegte sie den Schwerpunkt auf Tischtennis. Hier förderten verschiedene Trainer wie Gerhard Lasensky, Rainer Lotsch, Lothar Rönsch, Gerhard Jäkel und Heinz Haupt die Entwicklung der Abwehrspielerin. Fehlendes Talent glich sie durch beharrlichen Trainingseifer aus. Sie begann 1958 beim Verein Einheit Berlin. 1963 wechselte sie zu TSC Berlin, 1967 zu BSG Außenhandel Berlin. 1990 kehrte sie zurück zu TSC Berlin. Hier spielte sie noch in der 2.Bundesliga. 1994 beendete sie ihre aktive Laufbahn. Sie lebt in Berlin.

1989 geriet Geißler noch einmal ins Rampenlicht. Der DTTB hatte sie zusammen mit Heinz Schneider zu den Weltmeisterschaften nach Dortmund eingeladen. Der DTSB der DDR verweigerte zunächst die Ausreise. Daraufhin beschwerte sich Schneider per Brief bei Egon Krenz, der damals im SED-Politbüro für den Sport zuständig war. Auf westlicher Seite setzte sich Wolfgang Mischnick (Fraktionsvorsitzender der FDP) für die Ausreise ein. Mit Erfolg, Schneider und Orgis-Geissler durften doch nach Dortmund reisen.

Erfolge






--InfoG 16:30, 24. Mär 2005 (CET)





Info Hinweis: Dieser Artikel basiert auf dem Ursprungsartikel Gabriele Geißler aus der Wiki pedia und er steht unter der GNU-Lizenz link fuer freie Dokumentation, eine Autoren-Liste ist ebenfalls verfuegbar.