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Galerie für Zeitgenössische Kunst

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Die Galerie für Zeitgenössische Kunst ist ein Museum für Gegenwartskunst in Leipzig.

Die Galerie wurde 1990 insbesondere auf Initiative des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft im Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) gegründet und hat sich zum Ziel gesetzt, internationale zeitgenössische Kunst zu fördern.

Zunächst wurden Ausstellungen in fremden Räumlichkeiten veranstaltet. Eigene Ausstellungsflächen erhielt die Galerie erst 1998. Am 16. Mai des Jahres eröffnete die Galerie ihr eigenes Museum unweit der Hochschule für Grafik und Buchkunst (HGB). Die Ausstellungsräume befinden sich in der von Peter Kulka umgestalteten, ehemaligen Villa des Zeitungsverlegers Paul Herfurth aus der Gründerzeit. Neben den Ausstellungsräumen beherbergt die Museumsvilla eine Bibliothek mit Literatur zu aktueller Kunst. Weitere Räume vor allem für Ateliers wurden durch einen geschlossenen, kubusförmigen Anbau geschaffen.

Am 28. November 2004 wurde eine neue, pavillonartige Ausstellungshalle eröffnet, die die die Ausstellungsfläche erheblich erweitert. Der funktionale Bau, in dem vor allem die Wechselausstellungen Platz finden sollen, ist durch ein innovatives Raumkonzept mit individuell verschiebbaren Trennwänden höchst flexibel gestaltet. Der kostengünstige Bau erregte ebenso Aufmerksamkeit in der deutschen Architekturszene wie das Umbauprojekt der Herfurthschen Villa, das 1999 mit dem Architekturpreis der Stadt Leipzig ausgezeichnet wurde.

Die Galerie ergänzt Lücken des städtischen Kunstmuseums, dem Museum der bildenden Künste, in der modernen Kunst, die vor allem durch die DDR-Zeit entstanden sind und durch die angespannte Finanzsituation der Stadt auch kaum aufholbar erscheinen.

Das Spektrum der in der Galerie der Zeitgenössischen Kunst gezeigten Werke reicht von Gemälden, Grafiken, Fotografien, Collagen und Skulpturen bis zu Installationen sowie Video- und Medienkunst. Der Kern der museumseigenen Sammlung besteht aus der Sammlung des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft im BDI und wurde durch private Schenkungen und Dauerleihgaben ergänzt. Acht bis zehn Wechselausstellungen pro Jahr befassen sich mit der gesellschaftlichen Rolle von Kunst und Ästhetik, dem Erbe der DDR sowie Kunst aus Ost- und Südosteuropa im internationalen Kontext.

Zu den wichtigsten Geldgebern des Museums gehört der Kunstmäzen Arendt Oetker, der den Betrieb des Hauses finanziert.

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