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Gaullismus

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Gaullismus ist eine in Frankreich wichtige politische Strömung, die von Charles de Gaulle begründet wurde und nach ihm benannt ist.

Die politischen Ideen des Gaullismus entwickelte Charles de Gaulle in der Zeit des Zweiten Weltkriegs. Ein wichtiger Punkt war zu diesem Zeitpunkt die Wiederherstellung der nationalen Größe des von Deutschen besetzten Frankreichs.

Der Gaullismus ist grundsätzlich konservativ. Er strebt nach einem zentralistischen Staat und legt Wert auf die internationale Bedeutung Frankreichs. Gaullisten sind in der Regel gemäßigt rechts, nationalistisch und stehen der Europäischen Integration ambivalent gegenüber.

Im Gaullismus verbinden sich zwei Gegensätze. Einerseits treten seine Unterstützer für einen sozialen und kulturellen Traditionalismus ein, andererseits zeigen sie sich der wirtschaftlichen und technischen Modernisierung gegenüber aufgeschlossen. Nach dem Ende der IV. Republik 1959 wurde der Gaullismus in Frankreich zur Gründungsideologie der V. Republik und war bis zum Rücktritt Charles de Gaulles als Staatspräsident 1969 die dominierende politische Bewegung. Der Gaullismus brachte mehrere Parteien hervor. Besondere Bedeutung erlangte dabei die in den 1970er Jahren entstandene neogaullistische Rassemblement pour la République (RPR) unter Jacques Chirac. Sie ist nach einer Fusion im Zuge des Präsidentschaftswahlkampfes 2002 zur Wiederwahl Chiracs in der Union pour un Mouvement Populaire (UMP) aufgegangen.

Zu den bedeutenden Gaullisten gehören Jacques Chirac, Alain Juppé und Georges Pompidou.






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