Geigenbauer
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Einordnung: Handwerksberuf | Musikinstrumentenbau | Musikberuf
- Was heißt Geigenbauer auf:
Englisch - Französisch - Italienisch - Niederländisch und Schwedisch sowie Spanisch
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Der Geigenbauer
Die Berufsbezeichnung Geigenbauer umfasst als Teildisziplinen die Herstellung von Streichinstrumenten, darunter:
- Violine
- Bratsche
- Cello
- Kontrabass
- Instrumente der Gambenfamilie
- Fiedel und andere Streichinstrumente
Der Beruf ist eng mit dem Zupfinstrumentenbau verwandt. Viele große Geigenbauer haben Zupfinstrumente wie Lauten, Mandolinen, Harfen, Gitarren, aber auch Drehleiern gebaut. Die französische Bezeichnung für Geigenbauer -*Der Musikwinkel im Vogtland
| Inhaltsverzeichnis |
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1 grobe Zusammenfassung der Arbeitsgänge |
Süddeutscher Raum
- Tirol
- Jakobus Stainer (Absam), dessen Instrumente bis um 1800 wertvoller waren als die italienischen.
- Mittenwald
- Matthias Klotz in (auch: Matthias Kloz, erster einer Dynastie von 36 Geigenbauern)
- Sebastian Klotz (seine Instrumente richten sich nach Vorbildern wie Amati Geigen, während die anderen Familienmitglieder nach dem Stainermodell mit höherer Wölbung arbeiten)
- Füssen
- In der europäischen Musikgeschichte erlangte das Füssener Land durch seine Lauten- und Geigenmacher herausragende Bedeutung. Füssen gilt heute in der musikwissenschaftlichen Forschung als die Wiege des gewerbsmäßig betriebenen Lautenbaus in Europa (Adolf Layer). Hunderte Namen von Lautenmachern und Geigenbauern aus dem Füssener Kulturraum sind zwischen 1436, der ersten archivalische Nennung, und 1866, dem Tod des letzten Füssener Geigenmachers Joseph Alois Stoß, bekannt.
- Deutsche Geigenbauer im 20. Jahrhundert
- Hans Schicker (Freiburg i. Br.)
Italien
Die Zentren: Cremona, Mailand, Brescia, Venedig, Neapel und Turin.
- Die Amati -Familie
- Die Gagliano -Familie
- Guarnerius del Gesu
- Giovanni Battista Guadagnini
- Giovanni Paolo Maggini
- Antonio Stradivarius
Frankreich
Die Zentren: Lothringen, Paris
- Jean Baptiste Vuillaume (1798 Mirecourt - 1875 Paris)
- Vuillaume(Familie in Mirecourt)
- Médard (Familie in Nancy)
- Jacquot (Familie in Mirecourt)
- Apparut (Familie in Mirecourt)
Niederlande
Die Zentren: Hauptsächlich Amsterdam
Japan
- Masakichi Suzuki (....-1944)
grobe Zusammenfassung der Arbeitsgänge
- Herstellung der Geigeninnenform (Hilfsmittel) und der Schablonen für Boden- und Deckenumriß sowie der Halsschablone
- Fugen von Boden- und Deckenholz
- das Wölben von Boden und Decke
- Umschneiden der Decke und des Bodens
- das Aufschachteln der Zargenteile auf den Boden
- Einschneiden der F-Löcher und Einleimen des Bassbalkens in die Decke, dann Aufleimen der Decke auf die Schachtel
- Schnitzen der Schnecke und Herstellung des Halses
- Wölben des Griffbrettes
- Einpassen des Halses in den Korpus
- Lackieren des Geige; siehe Geigenlack
- Aufleimen des Griffbrettes
- Fertigmachen (Wirbel einpassen, polieren, Steg aufschneiden. Stimme setzen, Saiten aufziehen)
Weitere Arbeiten:
- Restaurierung und Konservierung von Streichinstrumenten
- Reparatur und Wartung von Streichinstrumenten
Ausbildung
In Deutschland existieren lediglich 2 Geigenbauschulen:
- Berufs- und Berufsfachschule "Vogtländischer Musikinstrumentenbau" Klingenthal
- Staatlichen Berufsfach- und Fachschule für Geigenbau und Zupfinstrumentenmacher in Mittenwald
In der Schweiz ist in Brienz, im Berner Oberland die Geigenbauschule Brienzngesiedelt.
Voraussetzungen:
- Hauptschulabschluss, Realschulabschluss oder Abitur
- Kreativität, Musikalität und handwerkliche Geschicklichkeit
Ausbildungsdauer:
- Die Ausbildung dauert 3 Jahre (36 Monate) und endet mit dem Erwerb des Gesellenbriefes
Studium
Es existiert ein Studiengang Musikinstrumentenbau (Spezialisierung Streichinstrumentenbau) an der Fachhochschule Zwickau (Außenstelle Angewandte Kunst) in Markneukirchen
Siehe auch:
- Suche nach Geigenbauer Infos mit: Yahoo
