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Generalstab

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Der Generalstab ist die höchste militärische Kommandobehörde vieler Armeen. Ihr Leiter ist der Generalstabschef, meist ein Viersterne-General. Der Generalstab ist heute meist dem jeweiligen Verteidigungsministerium untergeordnet.

Inhaltsverzeichnis

Aufgaben

Der Generalstab setzt die operativen Leitlinien der politischen Führung um, leitet ggf. die in jüngster Zeit allgemein häufiger gewordenen Überseeeinsätze der Streitkräfte und befehligt die nachgeordneten Teilstreitkräfte.

Bundeswehr

Die Bundeswehr kennt keinen Generalstab. Ihre Führungsbehörde ist der Führungsstab der Streitkräfte (FüS). Der höchste Soldat ist der Generalinspekteur der Bundeswehr. Manche Offiziere, die in hohen Kommandobehörden oder auch anderswo arbeiten (Führungsstäbe der Streitkräfte und nachgeordnete Stäbe), werden, sofern sie den entsprechenden zweijährigen Generalstabslehrgang an der Führungsakademie der Bundeswehr (FüAk) in Hamburg mit Erfolg absolviert haben, Offiziere im Generalstab (i.G.) genannt und haben entsprechende Kennzeichen (karmesinroter Kragenspiegel, karmesinrote Unterlegung der Schulterklappe) an der Uniform. Etwa 12,5 v.H. eines Offizierjahrgangs werden für die FüAk ausgewählt.

Deutschland vor 1945

In Preußen hatte seit Moltke der Generalstab eine besondere, auch politische Bedeutung. Spätestens seit der Reichsgründung 1871 nannte sich der gesamtdeutsche Generalstab Großer Generalstab. Der jeweilige Chef des Generalstabs war äußerst einflussreich, da er seit 1871 Immediatrecht beim Kaiser hatte (Recht zum jederzeitigen Vortrag), und damit faktisch die Möglichkeit, zusammen mit dem Oberbefehlshaber militärische Entscheidungen vorbei an Kanzler und Reichstag zu treffen. Dies gilt als eine der Keimzellen der Katastrophe des Ersten Weltkriegs, da die militärische Planung damit nicht zwangsläufig einer politischen Kontrolle unterworfen war (Primat der Politik). So konnte sich z.B. der Schlieffenplan zum einzigen Kriegsplan und geradezu zum Dogma entwickeln, ohne daß maßgebliche Politiker des Reiches auch nur eingeweiht waren.

Die Reichswehr hatte keinen echten Generalstab Vielmehr gab es eine Heeresleitung, deren Chef Generaloberst Hans von Seeckt die Armee zur Elite formte. Im Zuge der Blomberg-Fritsch Krise erlangte Hitler den Oberbefehl über die Wehrmacht, und schuf sich zugleich einen eigenen militärischen Stab - das Oberkommando der Wehrmacht (OKW) mit General Wilhelm Keitel als Chef des Oberkommandos der Wehrmacht an der Spitze. Die eigentliche Stabsarbeit wurde dabei vom Wehrmachtführungsamt (WFA) im Oberkommando der Wehrmacht mit seinen verschiedenen Abteilungen geleistet. Das WFA (1940 umbenannt in Wehrmachtführungsstab (WFSt)) wurde, mit kurzer Unterbrechung 1939, bis zum Kriegsende von Alfred Jodl als Chef des Wehrmachtführungsstabes im Oberkommando der Wehrmacht geführt.

Das OKW bzw. der Wehrmachtführungsstab war aber entgegen dem, was der Name suggerierte, nicht der oberste militätische Stab für die gesamte Wehrmacht. Die Führung des Krieges gegen die Sowjetunion lag in den Händes des Oberkommandos des Heeres, lediglich die übrigen Kriegsschauplätze lagen in der Zuständigkeit des Wehrmachtführungsstabes.

Andere Staaten

Die USA kennen einen Chef des Vereinigten Generalstabs, Chief of the Joint Chiefs of Staff, CJCS. Zur Zeit ist dies der Luftwaffengeneral Richard Myers. Darüber hinaus hat jede der vier Teilstreitkräfte einen Generalstab.

Weblinks







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