Genetisch modifizierte Nahrungsmittel
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Einordnung: Genetik | Lebensmittel
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Genetisch modifizierte Lebensmittel sind aus der Substanz von Pflanzen oder Tieren bestehende Nahrungsmittel, deren Genom gentechnisch verÀndert wurde.
Die Absicht ist, bislang nicht vorhandene Eigenschaften im Organismus auszuprĂ€gen. GewĂŒnschte Eigenschaften sind u.a.
- Resistenz gegen Krankheitserreger, Parasiten, Wassermangel, Hitze, KÀlte, versalzene Böden oder Unkrautvernichtungsmittel
- Steigerung des Ertrages
- Erzeugung von fĂŒr den Menschen wertvolle Inhaltsstoffe
- Verringerung des Einsatzes von Pflanzenschutzmitteln
- Erhöhung der ProduktivitÀt und Erntesicherung
- Senkung der Rohstoff- und Lebensmittelpreise
Unternehmerische Absichten
- Kundenbindung (Bauern, Saatgut, Agrarchemie)
- Ausbau der Marktmacht von Gentechnik-Firmen
- Finanzielle Nutzung durch AusĂŒbung von Patenrechten
- Bildung von Quasi-Monopolen
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Kontroversen
Gegner genetisch modifizierter Lebensmittel befĂŒrchten, dass modifizierte oder fremde Gene in wilde Populationen entkommen könnten und natĂŒrliche Systeme nachhaltig gestört wĂŒrden.
Aufgrund der relativen Neuheit genetisch modifizierter Lebensmittel sei es nicht möglich, die Unbedenklichkeit fĂŒr den menschlichen Verzehr zu garantieren. (siehe etwa die von Arpad Pusztai durchgefĂŒhrten Versuche, welche lĂ€ngst als widerlegt und fehlerhaft gelten.
Die Patentierung genetisch modifizierter Organismen bringe insbesondere kleine Landwirte in eine AbhĂ€ngigkeit von groĂen Konzernen.
Dass die Verwendung von gentechnisch verĂ€nderten Pflanzen zu Ertragsteigerungen fĂŒhren und den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln verringern helfen, ist inzwischen durch den groĂflĂ€chigen praktisch weltweiten Einsatz bewiesen und nicht mehr umstritten.
Im Zusammenhang mit gentechnisch verĂ€nderten Lebensmitteln gibt der Begriff âSchwellenwertâ die Höhe an (in Prozent) von zufĂ€lligen, technisch nicht vermeidbaren Beimischungen von GVOs in Saatgut, Lebens- oder Futtermitteln. Der Schwellenwert benennt hier den GVO-Anteil, der von der Kennzeichnungspflicht ausgenommen ist. Mit dem Schwellenwert nicht zu verwechseln ist der Grenzwert: Dieser benennt die zulĂ€ssige Obergrenze fĂŒr einen gesundheitlich problematischen Stoff. Grenzwerte gibt es im Zusammenhang mit der Gentechnik nicht.
Internationale Komplikationen
Genetisch modifizierte Lebensmittel werden hauptsĂ€chlich in den USA, Kanada, China und LĂ€ndern wie Indien und Brasilien entwickelt und angebaut. Dies bedeutet, dass bereits groĂe Teile der Erdbevölkerung mit gentechnisch verĂ€nderten Lebensmitteln in Kontakt kommt.
Die LĂ€nder der EuropĂ€ischen Union halten sich aufgrund der angeblich nicht ausgerĂ€umten Risiken dieser Technologie eher zurĂŒck.
Im Jahre 2003 kam und kommt es weiterhin infolge der Weigerung der EU, genetisch modifizierte Lebensmittel einzufĂŒhren, zu Handelskonflikten. Im Jahr 2004 wurde die Einfuhr von genetisch modifiziertem KonservengemĂŒse fĂŒr den direkten, menschlichen Verzehr (Mais) in der EU zugelassen. Weitere Zulassungen sind bereits beantragt und werden vermutlich auch genehmigt werden.
Siehe auch
Genetisch modifizierte Organismen, Transgene Organismen, Knockout-Organismen
Weblinks
- weitere Weblinks
Produzenten
- Der Monsanto-Konzern ist eine der treibenden KrÀfte zur Verbreitung genetisch modifizierter Lebensmittel: www.monsanto.com
Weitere Unternehmen sind: Bayer Crop Science (Deutschland), DuPont (USA), Syngenta
Gegner
- Hintergrundinformation bei Greenpeace: archiv.greenpeace.de/GP_DOK_3P/HINTERGR/C05HI03.HTM
- Suche nach Genetisch modifizierte Nahrungsmittel Infos mit: Yahoo
