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Gertrud Eysoldt

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Gertrud Eysoldt (* 30. November 1870 in Pirna, † 6. Januar 1955 in Ohlstadt (Oberbayern)) war eine deutsche Schauspielerin und Regisseurin sowie die Tochter des Pirnaer Stadtverordneten und Vertreters der Deutschen Fortschrittspartei Friedrich Arthur Eysoldt.

Sie war u.a. Ensemblemitglied in den Theatern von Max Reinhardt. Spielte u.a. an verschiedenen Theatern in Dresden, München, Riga, Stuttgart und Berlin. 1920 bis 1922 war sie Direktorin des Kleinen Schauspielhauses Berlin-Charlottenburg und setzte trotz Zensurverbots die Aufführung von Arthur Schnitzlers (1862–1931) „Reigen“ durch, weswegen sie im „Reigenprozess“ angeklagt wurde. Sie erlangte Berühmtheit durch meisterhaft gespielte Vamprollen, auch in mehreren Kinofilmen. Sie stand im Ruf, die „erste Feministin des deutschen Theaters“ zu sein. 1945 wurde sie zum Ehrenmitglied des Deutschen Theaters berufen. Seit 1986 wird der Gertrud-Eysoldt-Ring, der von dem Theaterkritiker Wilhelm Ringelband gestiftet wurde und mit 10.000 EUR dotiert ist, von der Stadt Bensheim zusammen mit der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste für hervorragende schauspielerische Leistungen an einem deutschsprachigen Theater von einer jährlich wechselnden Jury vergeben.

In Pirna ist im Stadtteil Jessen eine Straße nach Gertrud Eysoldt benannt. Eine Gedenktafel befindet sich am Geburtshaus nahe dem Markt.









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