Geschichte der Komoren
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Einordnung: Afrikanische Geschichte | Komoren
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Um das Jahr 800 lagen die Komoren-Inseln im Einflussbereich des Oman. Perser und Araber, die sich im 16. Jahrhundert niedergelassen hatten, grĂŒndeten auf den Hauptinseln eigene Sultanate. 1505 erreichten portugiesische Seefahrer die Inseln.
Frankreich errichtete 1843 auf der Insel Mayotte eine erste Kolonie, welche 1912 mit den Komoren zu einer kolonialen Einheit zusammengeschlossen wurde. Diese wurde 1914 dem Generalgouverneur von Madagaskar unterstellt.
Die Komoren erlangten 1961 weitgehende Autonomie und 1975 die vollstÀndige UnabhÀngigkeit. Die Bevölkerung von Mayotte entschied sich aber, bei Frankreich zu bleiben. Bis heute wird diese Insel jedoch von den Komoren beansprucht.
Nach der UnabhĂ€ngigkeit war das Land politisch chronisch instabil und erlebte bis heute 19 Putschversuche, vier davon unter der FĂŒhrung des französischen Söldners Bob Denard. Denard verhalf schon kurz nach der UnabhĂ€ngigkeit Ahmed Abdallah zur Macht, der zum ersten PrĂ€sidenten des Landes wurde. Bis zum Sturz Abdallahs beuteten die beiden das Land systematisch aus. In dieser Zeit wurde das Regime vor allem von Frankreich, Rhodesien (bis 1980) und SĂŒdafrika unterstĂŒtzt. SĂŒdafrika wickelte ĂŒber die Inseln WaffengeschĂ€fte ab und umging so das internationale Embargo. Zudem durfte es auf den Inseln eine Abhörstation errichten, mit der die ANC-BĂŒros in Lusaka und Dar es Salaam beobachtet wurden.
1989 hatten Abdallah und Denard die UnterstĂŒtzung dieser LĂ€nder verspielt. Abdallah kam 1989 bei einem vermutlich von Denard initiierten Scheinputsch unter ungeklĂ€rten UmstĂ€nden ums Leben. Said Joher wurde PrĂ€sident, doch das Land fand nicht zur Ruhe. 1995 putschte Denard bereits zum vierten Mal erfolgreich. Seine Herrschaft wurde aber nach nur einer Woche von einem französischen Expedtionskorps unblutig beendet. Denard wurde inhaftiert und 1999 in Frankreich aus Mangel an Beweisen des Mordes an Abdallah freigesprochen.
1997 erklĂ€rten die Inseln Anjouan und Moheli ihre UnabhĂ€ngigkeit. Sie setzten allerdings die komorische Tradition fort und wurden selbst von mehreren Putschen erschĂŒttert. Letztlich gab es fĂŒr jede Insel einen eigenen PrĂ€sidenten. 1998 wurde Assoumani Azali PrĂ€sident von Grande Comore. Er ĂŒberstand seither einige Putschversuche und konnte die Inseln in einer losen Union wiedervereinigen. Seither erlebt das Land zum ersten Mal in seiner Geschichte eine Phase relativer StabilitĂ€t.
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