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Getreide

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Getreide

Systematik

Reich: Pflanzen (Plantae)
Unterreich: Gefäßpflanzen (Tracheobionta)
Abteilung: Samenpflanzen (Spermatophyta)
Unterabteilung: Blütenpflanzen (Magnoliophyta)
Klasse: Einkeimblättrige (Liliopsidae)
Ordnung: Poales
Familie: Gräser (Poaceae, Gramineae)
Gattung Weltproduktion 2003*
  • Mais (Zea mays L.) 638,0 Mio. t
  • Reis (Oryza sativa L) 589,1 Mio t
  • Weizen (Triticum L.) 556,3 Mio t
  • Gerste (Hordeum vulgare L.) 141,5 Mio t
  • Hirse
    • (Millet) 29,8 Mio t
    • (Andropogon Sorghum) 59,6 Mio t
  • Hafer (Avena sativa L.) 26,3 Mio t
  • Roggen (Secale cereale) 14,9 Mio t
  • Triticale (Triticosecale rimpaui Wittm.) 10,2 Mio t

Getreide (auch: Zerealien - nach der römischen Göttin Ceres) bilden die Nahrungsgrundlage eines Großteils der Menschheit. Sie sind entweder Grundnahrungsmittel (Reis, Weizen, Mais), oder werden als Viehfutter genutzt (Gerste, Mais). (Die Bezeichnung "Getreide" gibt es nur in der Einzahl, die Bezeichnung "Zerealien" gibt es dagegen nur in der Mehrzahl.)

Getreide im engeren Sinne sind Zuchtformen von Gräsern (botanisch Poaceae). Den Ursprung des landwirtschaftlichen Anbaus vieler Getreidearten kann man nicht mehr nachvollziehen.

Inhaltsverzeichnis

Getreideprodukte

Pseudogetreide (Pseudozerealien)

Andere Pflanzensamen, so genannte Körnerfrüchte, die ähnlich wie die eigentlichen Getreide verwendet werden (können), sind botanisch gesehen keine Gräser. Sie sind meist auch sehr stärke- und mineralstoffreich. Ein wichtiger Unterschied: Sie besitzen kein Klebereiweiss (Gluten), daher sind sie nicht zum Brotbacken geeignet - von Fladenbrot abgesehen. Das macht sie aber andererseits zu einer idealen Diätnahrung für Menschen, die an Zöliakie leiden. Die wichtigsten Arten sind:

Buchweizen wird traditionell hauptsächlich in China, Russland und in Kanada angebaut, Quinoa und Amarant in Mittel- und Südamerika, sie werden hauptsächlich in der Reformernährung und Vollwertküche verwendet.


Inhaltsstoffe


Inhaltsstoffe verschiedener Getreidearten (je 100 g)
max <b style="background-color:#ffaaff">min Energie (kJ) Eiweiß (g) Fett (g) Kohlenhydrate (g) Kalzium (mg) Eisen (mg) Kalium (mg) Magnesium (mg) Vitamine
B1 (mg) B2 (mg) B6 (mg) E (mg) Folsäure (mg) Niacin (mg)
Dinkel147011,52,769,0224,24471300,400,150,271,60,036,9
Gerste143011,02,172,0382,84441190,430,180,560,670,0654,8
Hafer153012,57,163,079,65,83551290,520,170,750,840,0331,8
Hirse151010,53,971,0259,02151700,460,140,750,10,014,8
Mais14989,03,871,0151,53301200,360,200,402,00,0261,5
Reis14927,52,275,5232,61501570,410,090,670,740,0165,2
Roggen13238,81,769,0645,15301400,350,170,292,00,141,8
Weizen134211,52,070,043,73,35021730,480,240,441,350,095,1


Getreideernte 2003 (sortiert nach Getreidemenge weltweit)

142.685.295 4.727 44,7 72,2 638.043.432 3.415.000 153.522.318 38,4 589.125.843 208.765.010 2.967.379 26,7 65,0 556.348.627 19.296.100 57.237.857 2.087.100 24,7 51,1 141.503.090 10.665.700 36.288.102 8,2 29.805.914 12.253.292 260.851 21,4 45,9 26.268.713 1.196.000 6.932.622 531.107 21,4 42,9 14.850.509 2.278.686
  Fläche ha-Ertrag Getreidemenge
  in ha in dt/ha in t
  Welt D Welt D Welt D
Mais
Reis      
Weizen
Gerste
Hirse      
Hafer
Roggen
SUMME
617.684.496 5.059.206 1.995.946.128 33.376.800


(Quelle: Statistik der FAO, Weblink siehe unten)

Brotgetreideernte in der BRD 2004

Laut GMF wurden im Jahr 2004 folgende Brotgetreidemengen in Deutschland geerntet:

Getreideverarbeitung

Getreidetrocknung

Da Getreide erst ab 14% Feuchte oder darunter sicher lagerfähig ist, aber meist je nach Witterung mit einer höheren Feuchte gedroschen wird, muss die Feuchte durch Trocknen entzogen werden. Würde die Lagerung zu feucht erfolgen, wären Schimmelbildung oder sogar Selbsterhitzung die Folge. Getreidetrocknung ist energieaufwändig. Da während der Ernte nicht gleich das gesamte angenommene Getreide getrocknet werden kann, werden in vielen Mühlen Getreidepartien vorübergehend auf +7°C gekühlt, bis sie ebenfalls getrocknet werden können.

Für die Vermahlung sind 14 % Feuchte allerdings zu niedrig, da sonst die Schale bei der Vermahlung zu sehr splittern würde und eine Trennung zwischen Kleie und Mehl schwieriger wird. Daher muss das Getreide dann vor der Vermahlung, (in Abhängigkeit von der "Glasigkeit" des Korns, wieder auf 16-17 % Feuchte aufgenetzt werden.

Literatur

Weblinks









Info Hinweis: Dieser Artikel basiert auf dem Ursprungsartikel Getreide aus der Wiki pedia und er steht unter der GNU-Lizenz link fuer freie Dokumentation, eine Autoren-Liste ist ebenfalls verfuegbar.