Ghasel
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Einordnung: Lyrische Form | Literatur (18. Jh.) | Literatur (Persisch) | Indien
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Ein Ghasel (auch: Ghazal, von arab.: ghasala: (Garn) spinnen; flirten, umwerben) ist ein lyrisches Gedicht, besonders ein Liebeslied der Inder, Perser und Türken. Es ist eine Gedichtform des Qawwali.
Ghasel ist eine romantische Liedform, die im 8. Jahrhundert im südasiatischen Raum zwischen Indien und Persien entstanden ist und seit dem 19. Jahrhundert auch in deutscher Dichtung vorkommt.
Ein Ghasel besteht aus zweizeiligen Strophen, deren zweiter Vers immer den in der ersten Strophe angewandten Reim hat (Reimstellung aa, ba, ca, da,..)
- Reimschema: a a b a c a d a e a f a
die wichtigsten Vertreter der Ghasel-Dichtung sind die Perser Hafis und Rumi. Fuzûlî ist auch der bekanntesten Ghasal-Dichter bei den Türken. Man kann außerdem Ghalib in Urdu-Litteratur nennen.
Ghazal wurde traditionell von Generation zu Generation überliefert und in u.a. Persisch(Dari bzw. Farsi), Pashtu, Urdu und Hindi gesungen. Der oft improvisiert dargebotene Inhalt umfasste dabei ursprünglich auch die Gottes- und die Nächstenliebe. Mit zunehmender Entwicklung und auch der Kommerzialisierung dieser Liedform aber setzte sich die romantisch verklärte Liebe zu einer Frau als einziges Thema des Ghazals dann durch.
Ein indisches Ensemble, bekannt für Indo-Persische Fusion-Music, trägt nun auch den Namen Ghazal.
Im Deutschen wurde die Form besonders von August Graf von Platen und Friedrich Rückert aufgegriffen. In der deutschen Literatur wirkt die Form aber eher manieriert und wurde deshalb gern parodiert.
siehe auch Qassida
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