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Glühen

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Unter Glühen, auch Wärmebehandlung genannt, versteht man in der Werkstofftechnik (Werkstoffkunde) das Anwärmen, Durchwärmen und Abkühlen von Halbzeugen und Werkstücken zur Erzielung definierter Werkstoffeigenschaften.

Hiezu unterteilt man den Glühvorgang in mindestens 3 Phasen:

  1. Anwärmen (auch Aufwärmen oder Hochwärmen)
    In der Anwärmphase wird das Werkstück auf die Haltetemperatur gebracht.
  2. Halten
    In der Haltephase wird das Werkstück bei einer konstanten Haltetemperatur geglüht. Sie dient dem Temperaturausgleich im Werkstück und der Gleichgwichtseinstellung chemischer und physikalischer Vorgänge im Werkstoff. Die dazu notwendige Zeit wird Haltezeit genannt und ist in der Regel stark abhängig von der Werkstückgeometrie und der Anordnung der Werkstücke im Glühofen bzw. der Wärmebehandlungsanlage.
  3. Abkühlen
    In der Abkühlphase wird das Werkstück wieder auf Umgebungstemperatur gebracht.

Werkstoffe für hohe Anforderungen erfordern teilweise eine Auflösung der 3 genannten Phasen in weitere Teilphasen. So existiert für den Werkstoff 2.4669 eine 9-stufige Wärmebehandlung. Zur sprachlichen Unterscheidung werden solche komplexen Wärmebehandlungen auch Glühvorschrift oder Glühprogramm genannt. Wobei Glühprogramm homonym gebraucht wird und auch

bedeuten kann.


Der gewünschten Werkstoffeigenschaft entsprechend unterscheidet man zwischen :


Zum Vorgang des Glühens siehe auch unter Glut.






Info Hinweis: Dieser Artikel basiert auf dem Ursprungsartikel Glühen aus der Wiki pedia und er steht unter der GNU-Lizenz link fuer freie Dokumentation, eine Autoren-Liste ist ebenfalls verfuegbar.