Golub-Dobrzyń
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Einordnung: Ort in Polen | Ort der Woiwodschaft Kujawien-Pommern
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| Golub-Dobrzyń | |||
| Karte fehlt noch | |||
| Basisdaten | |||
|---|---|---|---|
| Staat: | Polen | ||
| Woiwodschaft: | Kujawien-Pommern | ||
| Landkreis: | Golub-Dobrzyń | ||
| Einwohner: | 13.130 (2001) | ||
| Fläche: | xx,x km² | ||
| Höhe: | 51 m ü. NN | ||
| Postleitzahl: | 87-400 bis 87-401 | ||
| Telefonvorwahl: | (+48) 56 | ||
| Geografische Lage: | 53° 07' nördl. Breite 19° 03' östl. Länge | ||
| KFZ-Kennzeichen: | CGD
| ||
| Wirtschaft & Verkehr | |||
| Zweige: | |||
| Verkehrsweg: | |||
| Nächster int. Flughafen: | Flughafen Bydgoszcz | ||
| Stadtverwaltung | |||
| Bürgermeister: | Roman Tasarz (2004) | ||
| Adresse: | Plac Tysiąclecia 25 87-400 Golub-Dobrzyń | ||
| Homepage: | ----- bgcolor="#FFFFFF" | E-Mail: | um@golub-dobrzyn.pl |
Golub-Dobrzyń ist eine polnische Kleinstadt im zentralen, leicht nördlichen Teil des Landes - rund 30 km nordöstlich von Thorn und rund 150 km nordwestlich der Landeshauptstadt Warschau innerhalb der Woiwodschaft Kujawien-Pommern an der Drewenz gelegen.
Geschichte
Die älteste schriftliche Erwähnung von Golub (villa golube) findet sich in einer Urkunde von 1258. Zur Sicherung der Flussquerung wurde 1296-1306 eine Burg errichtet; die daneben liegende Siedlung erhielt Kulmer Stadtrecht. Das genaue Datum der Stadterhebung ist nicht bekannt, da die originale Urkunde verloren ging. 1421 wurde das Stadtrecht aber durch den Großmeister des Deutschen Ordens bestätigt. Die Stadt hatte sich bereits gut entwickelt, geriet 1414 aber in die Streitigkeiten zwischen dem Königreich Polen und dem Deutschen Orden, was 1422 sogar zum sogenannten "Golubischen Krieg" führte. Nach dem Zweiten Thorner Frieden gelangte Golub 1466 an Polen. Die Stadt begann wieder zu florieren, vor allem als König Sigismund III. Wasa 1623 zeitweilig in Golub residierte. Schwere Rückschläge erlitt die Stadt jedoch während der Kriege mit Schweden 1626-1629 und 1655-1660, sowie während des Siebenjährigen Krieges 1756-1763. Im Zuge der 1. Polnischen Teilung fiel Golub 1772 an Preußen.
In die Zeit des 17. und 18. Jahrhunderts fiel auch das Wachstum des am gegenüberliegenden Ufer der Drwęca gelegenen Ortes Dobrzyń, der schon im Mittelalter genannt wurde, bis dahin aber nur ein kleines Dorf geblieben war. 1684 erhielt der Ort wichtige Privilegien, obwohl er noch als "Vorort" von Golub bezeichnet wurde. 1721 und 1740 wurden diese Privilegien bestätigt. 1769 wurde dem Ort das Stadtrecht und ein eigenes Wappen verliehen. Auch Dobrzyń fiel 1773 durch die 2. Polnischen Teilung an Preußen.
Beide Städte wurden 1807 Teil des Herzogtums Warschau (1809 Großherzogtum), das in Personalunion vom König von Sachsen regiert wurde, de facto aber von Napoleon abhängig war. Nach dem Wiener Kongress 1815 bildete die Drwęca wieder die Grenze zwischen Preußen und dem neuen Königreich Polen ("Kongress-Polen"), welches in Personalunion mit Russland verbunden war. Golub wurde damit wieder preußisch, während Dobrzyń polnisch blieb. 1870 verlor Dobrzyń seinen Status als Stadt und konnte diesen erst nach Ende des 1. Weltkrieges 1919 wiedererlangen.
Nachdem 1919/20 auch Westpreußen endgültig an Polen kam, waren beide Städte im selben Staat vereint. Verwaltungsmäßig bildete die Drwęca aber weiterhin eine Grenze, nämlich zwischen der Woiwodschaft Pommern (mit Golub) und der Woiwodschaft Warschau (mit Dobrzyń). Da diese Situation für die weitere Entwicklung beider Städte hinderlich war, wurde bald eine Vereinigung von Golub und Dobrzyń angeregt, konnte aber bis zur Katastrophe des 2. Weltkrieges nicht verwirklicht werden. Während der Zeit der deutschen Besetzung wurde etwa die Hälfte der Bevölkerung der beiden Städte, vor allem Juden, verschleppt und ermordet.
Nach dem Ende des Krieges und der Wiederherstellung Polens wurden die Bemühungen um eine Vereinigung wieder aufgenommen. Auch dieses Mal war die Lage der beiden Orte in verschiedenen Verwaltungseinheiten – Golub im Landkreis Wabrzezno, Dobrzyń im Kreis Rypin – zunächst hinderlich. Erst 1951 wurden die beiden Städte unter dem gemeinsamen Namen Golub-Dobrzyń vereint. 1956 wurde die Stadt Sitz eines eigenen Landkreises. Dieser wurde allerdings 1975 aufgelöst und der neu eingerichteten Provinz Toruń (Thorn) zugeschlagen. In der Verwaltungsreform vom 1. Jänner 1999 wurde der Landkreis Golub-Dobrzyń (powiat golubsko-dobrzyński) schließlich wieder hergestellt.
Weblinks
- weitere Weblinks
- Homepage der Stadt Golub-Dobrzyń Homepage der Gemeinde
- Suche nach Golub-Dobrzyń Infos mit: Yahoo
