Gose
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Einordnung: Biersorte | Sachsen
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Die Gose ist ein in der Gegend von Dessau, Halle und Leipzig verbreitetes, obergäriges Bier. Wie der Name noch erahnen lässt, stammt diese Biersorte ursprünglich aus Goslar im Harz.
Im Geschmack ähnelt Gose ein wenig der Berliner Weißen. Das obergärige Bier wird mit dem Zusatz von Kochsalz und Koriander sowie einem hohen Anteil an biologischer Milchsäure hergestellt und entspricht daher nicht dem Deutschen Reinheitsgebot.
Nach dem Dreißigjährigen Krieg verlagerte sich der Schwerpunkt der Goseproduktion vom Harz in das Gebiet des Fürstentums Anhalt. Fürst Leopold von Anhalt-Dessau (der alte Dessauer) soll die Gose 1738 in Leipzig eingeführt haben, wo sie sich bald großer Beliebtheit erfreute. Um 1900 war die Gose das meistgetrunkene Bier der Messestadt. Die wichtigste Gosebrauerei bestand damals in Döllnitz bei Halle (Saale).
Zu DDR-Zeiten kam die Produktion von Gose zum Erliegen. Seit etwa 1995 wird wieder Gose nach alter Rezeptur hergestellt. Versuche dazu waren schon seit 1985 angestellt worden.
Weblinks
- weitere Weblinks
- Gasthaus und Gosebrauerei==Literatur==
- Otto Kröber: Die Geschichte der Gose und die Chronik der Gosenschänke Leipzig-Eutritzsch. Den "Freunden der Gose" freundlichst überreicht. Leipzig-Eutritzsch [1912].
- Gose-Häppchen. 12 Kapitel Bier- und Kneipengeschichte. Dargereicht in der Gosenschänke "Ohne Bedenken" zu deren Hundertjahrfeier (1899 - 1999) ausgewählt und angerichtet von Axel Frey und Bernd Weinkauf. [Leipzig 1999].
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