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Graubünden

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Inhaltsverzeichnis

Wirtschaft

Die für die dauerhafte Besiedlung mancher Talschaften unabdingbare Berglandwirtschaft überlebt dank Nischenproduktion und grosszügigen Subventionen vonseiten des Bundes und des Kantons. Wichtigster Wirtschaftszweig ist heute aber der Tourismus.

Tourismus

Der Fremdenverkehr ist sowohl im Sommer wie im Winter von grosser Bedeutung, besonders in den Regionen Klosters, Davos, Arosa und St. Moritz, aber auch in zahlreichen weiteren Orten. Hervorzuheben ist auch der Bädertourismus in Vals und Scuol (Schuls). Nicht unerwähnt soll auch die teilweise bedeutende Baukunst bleiben: Graubünden ist derjenige Kanton mit der grössten Dichte an Burgen und weist mit dem Kloster von Müstair und der Kirche von Zillis Kulturgüter von Weltrang auf. Auch die Anlage der Rhätischen Bahn besonders im Albulatal und am Berninapass ist von grosser architektonischer und touristischer Bedeutung.

Tauchen Sie in die schöne Bündner-Welt ein -> Graubünden Ferien=== Verkehr === Die wichtigsten Talschaften und die grossen Tourismusorte Graubündens werden von der meterspurigen Rhätischen Bahn bedient. Zudem wird der Kanton in Nord-Süd-Richtung von einer Autobahn durchquert. Wichtigster Pass zwischen Nord und Süd ist heute der San Bernardino zwischen Rheinwald/Hinterrheintal und Misox/Tessin.


Geschichte

Das Gebiet des heutigen Kantons Graubünden wurde ursprünglich von den Rätiern bewohnt und 15 vor Christus von den Römern unterworfen. Der Septimerpass zwischen Oberhalbstein und Bergell war zu dieser Zeit eine der wichtigsten europäischen Nord-Süd-Verbindungen. Im Zuge der Christianisierung wurde in Chur das älteste Bistum nördlich der Alpen errichtet. Ab 536 gehörte das nachmalige Graubünden zum Fränkischen, später zum Römisch-Deutschen Reich (bis 1648; Rhäzüns und Tarasp bis 1803).

Im 13. Jahrhundert kam es von Westen her zur Einwanderung von Wallisern, die sich in den höchstgelegenen Tälern und Talstufen niederliessen (Walser); die Germanisierung der Region Chur hingegen geschah von Norden her ab etwa derselben Zeit, zog sich jedoch nur langsam hin. Infolge dessen gehören die deutschen Mundarten Graubündens bis heute zwei ganz verschiedenen Mundartgruppen an. Im Spätmittelalter formierten sich mehrere Bünde, um äussere Einflüsse abzuwehren: 1367 im Südosten und Zentrum der Gotteshausbund, 1395 im Westen der Obere oder Graue Bund und 1436 im Norden der Zehngerichtebund (Drei Bünde). Es bildete sich ein mehrstufiger Bundesstaat heraus, dessen souveräne Glieder die Gerichtsgemeinden waren; deren heutige Nachfolger sind teils die Kreise, teils die Gemeinden. Ein erstes Bündnis mit sieben der acht alten eidgenössischen Orten kam 1497/1498 zustande. 1512 eroberten die drei Bünde das heute italienische Veltlin, das sie allerdings 1797/1815 infolge innerer Uneinigkeit wieder abtreten mussten.

Über die Einführung der Reformation konnte aufgrund ihrer Souveränität jede Gerichtsgemeinde selbst entscheiden; etwas über die Hälfte (darunter die Stadt Chur) traten in der Folge zum neuen Glauben über. Im Rahmen der reformatorischen Bibelübersetzung kam es erstmals zu einer verschrifteten rätoromanischen Literatur. Im Dreissigjährigen Krieg geriet Graubünden in den Strudel europäischer Politik; die Parteinahme für Österreich bzw. Frankreich drohte das Land zu zerreissen. 1798 wurde Graubünden mit dem französischen Satellitenstaat der Helvetischen Republik vereinigt und 1803 gleichberechtigter, selbständiger Kanton der Schweizerischen Eidgenossenschaft.

Mit der Kantonsverfassung von 1854 wurde der Bündner Bundesstaat in den modernen Kanton umgewandelt und die Souveränität von den Gerichtsgemeinden auf das Volk übertragen, wobei die bis heute ausgeprägte Gemeindeautonomie auf die früheren bundesstaatlichen Verhältnisse verweist. 1892 erhielt der Kanton erneut eine neue Verfassung, die durch die jetzt gültige von 2003 abgelöst wurde. Der Versuch, mittels der neuesten Verfassung die mit Gemeinden, Kreisen und Bezirken von einigen Kreisen als überdifferenziert empfundene Struktur des Kantons zu vereinfachen sowie für den Grossen Rat das Verhältniswahlrecht (Proporzverfahren) statt des Mehrheitswahlrechts (Majorzverfahren) einzuführen, schlugen dabei allerdings fehl.

Städte, Orte und Landschaften


Folgende Gemeinden des Kantons haben mehr als 5'000 Einwohner (Stand: 31.12.2003):

Weitere Gemeinden siehe: Gemeinden des Kantons Graubünden

Bezirke

Der Kanton Graubünden ist in 11 Bezirke eingeteilt. Sie entsprechen im Wesentlichen den natürlichen Landschaftsräumen. (Die Bezirke sind wiederum unterteilt in 39 Kreise):

Siehe auch: Gemeinden des Kantons Graubünden

Weblinks









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