Großer Treck
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Einordnung: Afrikanische Geschichte | Südafrika
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Als Großer Treck wird die Flucht der Buren aus dem Kapland (Südafrika) von 1835 bis 1841 bezeichnet.
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Gründe
Die Gründe für den großen Treck liegen in der britischen Annexion des Kaplandes 1814, wodurch die Buren, durch vermehrte Zuwanderung englischer Immigranten ihre dominierende Stellung verloren. Zudem wurde englisch zur offiziellen Landessprache erklärt und das englische Recht eingeführt, das unter anderem die Gleichstellung von Weißen und freien Nicht-Weißen vorsah. Die Abschaffung der Sklaverei im Britischen Empire 1833 entzog vielen Buren ihre Existenzgrundlage. Um sich dem Einflussbereich des britischen Rechts zu entziehen, wichen sie erneut ins Hinterland aus. Die Wanderbewegung setzte 1835 ein, insgesamt begaben sich cirka 14.000 Buren, sogenannte "Voortrekker", auf den Weg Richtung Norden.
Die Migrationsrichtung
Der Haupttreck teilte sich nach der Überquerung des Oranje-Flusses: Einige Züge führen weiter nördlich, andere östlich nach Natal, wo sie 1839 die erste der unabhängigen Burenrepubliken, namentlich Natalia gründen. Ein großer Teil der Siedler in Natal verlässt es bald wieder, weil sie von Zulu angegriffen werden und die Engländer die Küste besetzen. Sie ziehen weiter ins Gebiet zwischen Oranje und Vaal, wo sie den (Oranje-Freistaat) gründen und schließlich zwischen Vaal und Limpopo, wo sie die dritte Burenrepublik "Transvaal" errichten.
Militärische Auseinandersetzungen
Im Zuge des Großen Trecks kam es immer wieder zu Zusammenstößen mit der einheimischen Bevölkerung, vor allem mit den Zulus. 1838 ermordet der Zulukönig Dingane 500 Voortrekker, darunter Piet Retief in uMgundlovu, woraufhin eine Strafexpedition, angeführt von Andries Pretorius am 16. Dezember 1838 die Zulus in der "Schlacht am Blood River" vernichtend schlug. Auch mit den Ndebele und den Mzilikazi kam es häufig zu Zusammenstößen. Da die einheimischen Stämme aber durch die Unterwerfungskriege Shakas (der sogenannten "Mfecane") geschwächt waren, obsiegten die Buren und konnten sich in den Gebieten ausbreiten.
Die Folge des Großen Trecks
Die Verdängung der einheimischen afrikanischen Bevölkerung löste eine Völkerwanderung im gesamten südlichen Afrika aus. Dies und militärische Niederlagen führten zu einer Schwächung des mächtigen Zulureiches, was schließlich die Unterwerfung durch Großbritannien erleichterte. Während Natalia bereits 1843 britisch besetzt wurde, hatten die beiden anderen Burenrepubliken längeren Bestand. In der Sand River Convention 1852 überließen die Briten den Buren sämtliche Gebiete nördlich des Vaals und erkannten die Unabhängigkeit der Republiken an. Erst im zweiten Burenkrieg (1899-1902) unterliegen die Buren, 1910 werden die Gebiete der Südafrikanischen Union einverleibt.
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