Groningen
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Einordnung: Ort in den Niederlanden
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Dieser Artikel behandelt die niederlĂ€ndische Stadt Groningen. FĂŒr andere Bedeutungen des Namens, siehe bitte Groningen (BegriffsklĂ€rung)
Groningen ist die Hauptstadt der Provinz Groningen in den Niederlanden. Die Stadt hat auf einem Gebiet von 76,77kmÂČ rund 179.400 Einwohner (01-01-2004; mit dem Umland 350.000) und liegt an den KanĂ€len Winschoterdiep , Noord-Willems-Kanaal, Van Starkenborghkanaal und am Eemskanaal, der die Stadt mit Delfzijl an der NordseekĂŒste verbindet. In Groningen befindet sich eine UniversitĂ€t. AuĂerdem befindet sich in Groningen eine Fachhochschule, die Hanzehogeschool.
Des weiteren ist Groningen Partnerstadt von Oldenburg (Niedersachsen).
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Geschichte
Die Stadt Groningen oder Cruoninga â wie sie frĂŒher hieĂ - entstand aus einem losen Zusammenschluss von drei oder vier verstreut gelegenen Bauernhöfen. Die ersten Spuren können auf ca. 300 v.Chr. datiert werden. Ab 600 bis 700 n.Chr. gab es eine feste Besiedlung des Gebietes der heutigen Innenstadt â âde Grote Marktâ ( Deutsch: der GroĂe Markt). Die erste namentliche ErwĂ€hnung stammt aus dem Jahre 1040.
Groningen liegt am nördlichen Ende des âHondsrugâ (nicht zu verwechseln mit dem HunsrĂŒck), einer sandigen Erhebung mitten im ehemals ausgedehnten Moor, die sich vom âDrentschen Plateauâ bis zum âHogelandâ zieht und in frĂŒherer Zeit die einzige Verbindung dieser beiden Gebiete war. Durch ihre Lage konnte die Stadt eine zentrale Bedeutung in der Region erlangen. Viele Kaufleute die mit England und den OstseelĂ€ndern handelten lieĂen sich hier nieder. Bis zum 15.Jh â dem âGoldenen Zeitalterâ der Niederlande hatte Groningen sich zu einem blĂŒhenden Handelszentrum entwickelt, nicht zuletzt, da es hier ein Gericht gab, das auch fĂŒr die umliegenden Gebiete zustĂ€ndig war. 1594 wurde Groningen zusammen mit den umliegenden Gebieten ein Teil der Republik der Vereinigten Niederlande.
1672 versuchte der Bischof von MĂŒnster, Christoph Bernhard von Galen die Stadt durch Belagerung und Kanonenbeschuss zu besetzen. Sein Faible fĂŒr die Artillerie brachte ihm den Spitznamen âBommen Berendâ âKanonenbischofâ ein. Am 28. August 1672 konnte sein Angriff abgewehrt werden. An dieses Ereignis erinnert in Groningen bis heute ein lokaler Feiertag mit vielen AktivitĂ€ten.
Im Zweiten Weltkrieg erlitt die Stadt erhebliche SchĂ€den. Als im April 1945 die Alliierten Groningen erreicht hatten, stieĂen sie auf heftigen Widerstand der deutschen Besatzungstruppen. Ein Teil der Innenstadt musste durch heftige StraĂenkĂ€mpfe erobert werden. Die Bauten, die danach im Rahmen des Wiederaufbaus entstanden waren, sind inzwischen Gegenstand heftiger Debatten. Viele wollen sie durch Schöneres ersetzen.
SehenswĂŒrdigkeiten
Die UniversitĂ€t in der Innenstadt, das Akademiegebouw, ist sehr sehenswert. Sie ist vom gleichen Architekten wie das Bremer Rathaus. AuĂerdem gibt es den 97m hohen Martiniturm, gebaut zwischen 1469 und 1482 aus Bentheimer Sandstein (Bad Bentheim) und die dazugehörende Kirche am 'Grote Markt'.
Ebenfalls herausragend ist das 1994 eingeweihte und von dem Designer Alessandro Mendini in Zusammenarbeit mit den Architekten Michele de Lucchi, Philippe Starck und Coop Himmelb(l)au entworfene âGroninger Museumâ. Sein eigenwilliges Design und die interessante Lage â nĂ€mlich im Wasser- sorgte fĂŒr internationales Aufsehen. Gezeigt werden, neben wechselnden Ausstellungen auch Exponate der Vor- FrĂŒhgeschichte der Provinz Groningens und die sehenswerte Sammlung chinesischen Prozellans.
Radverkehr
Nach einer europaweiten Untersuchung des VCĂ ist Groningen der Spitzenreiter, was den Anteil des Fahrrads am Verkehr betrifft. Etwa 50 Prozent der Wege werden hier mit dem Rad zurĂŒckgelegt, verglichen mit Amsterdam und Bremen (22 %) oder MĂŒnchen (15 %) und Berlin (10 %). Hinsichtlich des Autoverkehrs wird ĂŒberlegt, Autofahrern nur Fahrten in die Innenbezirke zu gestatten, wenn mindestens eine zweite Person das Auto mitbenutzt, das eigentliche Stadtzentrum ist sogar autofrei.
Kultur- und Freizeit
Das Freizeitangebot in Groningen ist vielfÀltig. So hat die Stadt einige interessante Museen zu bieten. Neben dem oben erwÀhnten 'Groninger Museum' können das 'Natuurmuseum', das 'Noordelijke Scheepvaartmuseum' Annex Tabakmuseum, und das 'Universiteitsmuseum' besucht werden. Ein besonderer Höhepunkt ist auch das 'Nederlandse Stripmuseum' - das NiederlÀndische Comic-Museum.
Jedes Jahr locken das Popfestival 'Noorderslag' und das Theaterfestival 'Noorderzon' tausende von Besuchern.
Die Verkehrsberuhigte Innenstadt sorgt mit FuĂgĂ€ngerzonen und StraĂencafes fĂŒr angenehmes Einkaufen.
FĂŒr NachtschwĂ€rmer öffnen unzĂ€hlige Kneipen ihre Pforten. Im 'Osterpoort' und in der 'Stadsschouwburg' kommen Konzert- und Theaterbegeisterte auf ihre Kosten.
Das Holland Casino betreibt hier eine seiner zwölf Filialen.
Persönlichkeiten
- Ubbo Emmius, geboren 1547 in Greetsiel - verstorben 1625 in Groningen, Pastor, Historiker, PĂ€dagoge und GrĂŒndungsrektor der UniversitĂ€t Groningen
- Heike Kamerlingh Onnes, Physiker, Nobelpreis fĂŒr Physik 1913
- Jozef Israëls, Maler (1827-1911)
Weblinks
- weitere Weblinks
- Offizielle Website (auf deutsch)
- groningen-info.de - Neues aus Groningen. FĂŒr Leute aus Deutschland.
- Webcam - Blick auf MartiniturmGrote Markt (Zentrum)der Oude Ebbingestraat (schau nach links)* Groninger Museum
- Suche nach Groningen Infos mit: Yahoo
