Hamburg Airport
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Einordnung: Flughafen | Hamburg
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| Inhaltsverzeichnis |
Basisdaten
- IATA-Code: HAM
- ICAO-Code: EDDH
- Gesellschafter (31.12.2003):
- Freie und Hansestadt Hamburg (Anteil 51%)
- Hochtief Airport GmbH und Air Rianta International plc. (49%)
- Fläche: ca. 570 Hektar
- Passagierkapazität: 10 - 11 Millionen
- Kapazität der Runways: 45 Flugbewegungen/Stunde
- Anfliegende Airlines: 60
- Direkt Beschäftigte: 1800
- Sonstige Flughafenabhängig Beschäftigte: 10.000
| Jahr | Fluggastaufkommen | Flugbewegungen | Umsatz |
| 2003 | 9.529.830 | 149.365 | |
| 2002 | 8.946.505 | 150.271 | 184 Mio. € |
| 2001 | 9.490.432 | 158.569 | 192 Mio. € |
| 2000 | 9.949.269 | 164.932 | 198 Mio. € |
| 1990 | 6.861.255 | 141.042 | - |
| 1980 | 4.558.939 | 100.279 | - |
| 1970 | 3.138.467 | 89.788 | - |
| 1960 | 935.213 | 53.951 | - |
Lage und Verkehrsanbindung
Der von der Flughafen Hamburg GmbH betriebene Flughafen liegt ca. 8 km nordnordwestlich der Stadtmitte Hamburgs, 8 km südlich der Stadtmitte Norderstedts und zwischen den Ortskernen von Niendorf im Westen und Langenhorn im Nordosten. Von der Innenstadt aus ist der Flughafen in ca. 20-40 Minuten mit dem Bus erreichbar. 2008 (urprünglich vorgesehen war 2004) soll er an das Hamburger S-Bahn-Netz angeschlossen werden, um seine Erreichbarkeit zu verbessern.
Geschichte
Am 10. Januar 1911 wurde mit privaten Mitteln die Hamburger Luftschiffhallen GmbH (HLG) gegründet. Im Januar 1912 wurde der Luftschiffhafen auf rund 45 Hektar in Betrieb genommen. Zunächst wurde der Flughafen daher vor allem von Luftschiffen genutzt. 1913 wurde die Fläche auf rund 60 Hektar ausgedehnt, wobei der nördliche Bereich den Luftschiffen vorbehalten war, und die Flugzeuge nur den südöstlichen Teil nutzen konnten.
Im Ersten Weltkrieg wurde die Luftschiffhalle ausschließlich von den Militärs genutzt, bis 1916 die Luftschiffhalle durch ein Feuer zerstört und für die Militärs damit bedeutungslos wurde. Die HLG baute die Einrichtungen zwar wieder auf, musste diese jedoch aufgrund der Versailler Verträge wieder unbrauchbar machen.
Seinen Namen Hamburg Airport erhielt der Flughafen 1945 durch die britische Besatzungsmacht. Für die Zwecke der Luftbrücke wurde 1948 die erste Startbahn als Behelfsbahn eingerichtet. Luftverkehrsrechtlich ist der Flughafen ein Kuriosum: zwar wurden einzelne Bestandteile planfestgestellt, niemals jedoch der Flughafenstandort selbst. Daher ist juristisch umstritten, ob der Flughafen als Landeort für Flugzeuge überhaupt legal ist. Unstrittig ist dagegen die Genehmigung für Luftschiffe.
Mitte der 1960er Jahre wurde die Verlegung des Flughafens nach Kaltenkirchen angestrebt. Gründe dafür liegen einerseits in der massiven Umweltbelastung durch Fluglärm, der die Bevölkerung in Hamburg, Norderstedt, Quickborn und Hasloh ausgesetzt ist. Andererseits sind die Kapazitäten der beiden gekreuzten Start- und Landebahnen weitgehend erschöpft. Da der Flughafen mitten in alten, dichtbesiedelten Wohngebieten liegt, wäre der Bau einer weiteren Landebahn aufgrund der notwendigen Enteignungen etwa fünfmal so teuer wie ein kompletter neuer Flughafen. Weiterhin blockiert der Flughafen Fuhlsbüttel mehr als 500 ha innerstädtischer Baugrundstücke, die im Zuge des politischen Konzepts "Wachsende Stadt" für Wohnungsbau und Gewerbe benutzt werden könnten. Bereits der laufende Ausbau der Terminals berücksichtigt die bevorstehende Verlagerung: Die Terminals - insbesondere das Terminal 4 und das derzeit im Bau befindliche Terminal 2 sind als Mehrfachnutzobjekte geplant, die sich ohne größere Umbauten nach dem Ende des Luftverkehrs in Fuhlsbüttel als Veranstaltungsgebäude, Ausstellungshallen und Gewerbeobjekte nutzen lassen. Auch eine Umwandlung in ein Einkaufszentrum für die künftigen Bewohner der Flughafencity - die auf den alten Landebahnen entstehen würde - ist architektonisch vorab berücksichtigt worden.
Aufgrund der massiven Widerstände seitens der betroffenen Bevölkerung Südholsteins, insbesondere im dicht besiedelten Kreis Pinneberg, gilt das Projekt jedoch weitestgehendst als gescheitert, wenn es auch mit gewisser Regelmäßigkeit wieder am Rande auftaucht.
Kapazität und Sicherheit
Die 9 Mio. Passagiere werden durch 150.000 jährliche An- und Abflüge transportiert. Gleichzeitig können 53 Flugzeuge abgefertigt werden. Die gekreuzten Start- und Landebahnen lassen maximal 45 Starts und Landungen pro Stunde zu. Die Sicherheitseinrichtungen auf dem Flughafen selbst entsprechen weitgehend dem Standard, allerdings verfügt die Landebahn II nur in einer Richtung über ein zeitgemäßes Instrumentenlandesystem.
Sicherheitsbedenken gibt es insbesondere hinsichtlich der Einflugschneisen. Diese führen in niedriger Höhe - teilweise unter 50 m Abstand - über die Hausdächer der Stadt, vorwiegend über sehr dicht besiedeltes Gebiet (Lurup, Stellingen, Langenhorn, Hummelsbüttel, Poppenbüttel). Es wird jedoch versucht, An- und Abflüge möglichst über die Landebahnen zu leiten, unter deren Einflugschneisen sich weniger dicht besiedelte Wohngebiete befinden. Aufgrund der beengten Lage gelingt dies jedoch nur bei weniger als 40% der Flüge.
Weitere Probleme ergeben sich daraus, dass die Einflugschneise zum Airbus-Werk Hamburg-Finkenwerder parallel zur Landebahn I des Flughafens Hamburg Fuhlsbüttel verläuft und die Einflugschneise der Landeban II - Richtung Nordost - über Alsterdorf kreuzt. Dies führte bereits dazu, dass Piloten die Landebahnen verwechselten.
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