Hanns Heinz Ewers
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Einordnung: Autor | Literatur (20. Jh.) | Literatur (Deutsch) | Regisseur | Mann | Deutscher | NSDAP-Mitglied | DĂĽsseldorfer | Berliner
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Hanns Heinz Ewers (* 3. November 1871 in DĂĽsseldorf, † 12. Juni 1943 in Berlin) war ein deutscher Schriftsteller und Filmemacher.
Ewers studierte in Berlin, Bonn und Genf Rechtswissenschaften. Nach der Promotion 1894 arbeitete er aber schon als Autor am »Überbrettl«, dem in Berlin ansässigen Kabarett Ernst von Wolzogens. Erste Erfolge ermöglichten dann Weltreisen, die Ewers durch Asien und Amerika führten. Während des Ersten Weltkrieges blieb Ewers in den USA.
Ewers wurde zuvorderst durch seine Erzählungen bekannt, die Motive aus der Phantastik und Erotik aufgreifen und vor allem an E.T.A. Hoffmann, Adelbert von Chamisso und Edgar Allen Poe orientiert scheinen. Die immer wieder in Ansätzen thematisierte Kritik der bürgerlichen Sexualmoral hinderte Ewers aber nicht, 1931 der NSDAP beizutreten. Nachdem schon Reiter in deutscher Nacht 1931 mit der Lebensbetrachtung des Paul Schulz einem NS-Funktionär ein Buch widmete verfasste Ewers 1932 im Auftrage Hitlers ein Werk über Horst Wessel, das dann jedoch durch die populären erotischen Erzeugnisse des Autors in der NS-Presse auf Kritik stieß.
Neben seinen literarischen Werken drehte Ewers auch diverse Filme, deren künstlerischer Anspruch heute stärkere Beachtung findet. Hanns Heinz Ewers starb in Berlin und wurde auf dem Düsseldorfer Nordfriedhof beigesetzt.
Werke
- Fabelbuch, zus. m. Theodor Etzel, 1901
- Das Grauen, Erzählungen, 1908
- Die Besessenen, Erzählungen, 1909
- Der Zauberlehrling oder Der Teufelsjäger, Roman, 1909
- Grotesken, 1910
- Alraune, Roman, 1911
- Vampir, Roman, 1908
- Die Ameisen, Romanessays 1925
- Reiter in deutscher Nacht, 1931
- Horst Wessel, 1932
Literatur
- Heike Jestram, Mythen, Monster und Maschinen. Der künstliche Mensch im Film; (=Filmwissenschaft 7), Verlag (Teiresias) Köln 2000
- Reinhold Keiner (Hg.), Hanns Heinz Ewers und der Phantastische Film; (=Studien zur Filmgeschichte 4), Hildesheim (Olms) 1988
- Bernd Kortländer, Vom ’Studenten von Prag’ zu ’Horst Wessel’ – Hanns Heinz Ewers und der Film; in: Ute Wiegand (Hg.), Düsseldorf kinematographisch. Beiträge zur Filmgeschichte, Düsseldorf (Triltsch) 1982, 137–148
- Clemens Ruthner. Unheimliche Wiederkehr. Interpretationen zu den gespenstischen Romanfiguren bei Ewers, Meyrink, Soyka, Spunda und Strobl; (=Studien zur phantastischen Literatur 10), Meitingen (Corian) 1993
- Heike Westram, Hanns Heinz Ewers’ Alraune: ’Ein Phantom, ein schemenhaftes Ding’. Weiblichkeitsimagines und Künstlerphantasmen; Mag.-Arb. München 2000
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