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Haren (Ems)

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Haren ist eine Stadt an der Ems in Niedersachsen, innerhalb des Landkreises Emsland, mit 22.500 Einwohnern.

Geschichte

Nach dem 2. Weltkrieg bildete Haren als Maczków vorübergehend eine polnische Exklave für ehemalige Zwangsarbeiter der emsländischen Konzentrationslager im Zweiten Weltkrieg, bevor diese nach Polen zurückkehrten.

822

Gründung der Abtei Corvey an der Weser Die Reichsabtei Corvey war im mittelalterlichen Deutschland eine der bedeutendsten karolingischen Klostergründungen. Karl der Große (768-814) hegte den besonderen Wunsch, im eroberten sächsischen Stammesgebiet ein bedeutendes Benediktiner-Kloster zu gründen. Klöster waren zu dieser Zeit nicht nur Zentren der christlichen Glaubensvermittlung sondern zugleich Träger einer geistigen und wirtschaftlich-technischen Kultur. Als Mutterkloster für die Abtei in Corvey bestimmte Karl das fränkische Kloster Corbie bei Amiens an der Somme. Es war eine der wirtschaftlich und personell am besten ausgestatten Abteien im westlichen Frankenreich. Zur reichen ökonomischen Ausstattung des Klosters Corvey gehörte u.a. auch umfangreicher Grundbesitz im Emsland; somit besaß die Abtei auch eigenbehörige Bauernhöfe in Haren.

890 Erwähnung Harenes in einem Corveyer Register Der mächtigste Grundherr im nördlichen Teil der Diözese Osnabrück war im 9. und 10. Jahrhundert das Kloster Corvey. In seinem Besitz waren die missionierenden Zellen Meppen und Visbek gelangt. Das bedeutete, dass Corvey ein Konkurrent des Osnabrücker Bischofs war, denn mit dem Erwerb waren auch Rechte, Güter und Einkünfte verbunden. Die Corvey’schen Güter lagen an der Ems wie Perlen einer Kette aneinandergereiht. So ist es nicht verwunderlich, dass 890 auch die Bauerschaft Haren in einem Corveyer Register aufgeführt ist.

1076

Der münsteraner Bischof Friedrich I. (Graf v. Wettin, 1064-1084) erwarb die Burg Haren zum Schutz seiner emsländischen Besitzungen sowie als sichere Unterkunft auf seinen Reisen zum friesischen Teil seines Sprengels. Außer der Burg erwarb er noch 3 Höfe in der Bauerschaft Haren.

um 1150

Gründung der Siedlung „Neuenharen“ Voraussetzung für die Entstehung und Entwicklung des Ortsteils „Altenharen“ war die Burg Haren mit ihren drei Nebenhöfen, die auf einem festen, höher gelegenen Geestrücken lagen. Über diese Höhe führte auch die Handels- und Heerstraße von Münster nach Ostfriesland. Die Ems durchfloss in mehreren Armen die Harener Gemarkung und bildete so dünenförmige Sandinseln. Als es später zu einer stärkeren Siedlungsverdichtung um die Einzelgehöfte oder Hofgruppen kam, differenzierte man immer deutlicher zwischen den „Inselbewohnern“ und den Bewohnern des Geestrückens. Die Niederlassung zahlreicher fremder Siedler auf den Inseln mag den Charakter eines Siedlungselementes so entscheidend gewandelt haben, dass daraus die Vermutung resultierte, hier sei eine neue Siedlung entstanden. Zwischen den beiden Ortsteilen, - sie entwickelten sich unterschiedlich -, kam es in der Folgezeit zu mancherlei Auseinandersetzungen.

1173

Der Bischof Hermann II. (Graf v. Katzenelnbogen, 1174-1203) schenkt dem Grafen Simon v. Tecklenburg die Burg Haren als Entschädigung für Aufgabe der Vogtei über das Bistum Münster.

12. Jhrd.

Das Ministerialengeschlecht „von Haren“ bewohnte die Burg Haren. Um die Burg entwickelte sich die Ortschaft Haren bald zu einem bedeutenden Wirtschaftszentrum für das Emsland.

1178

Im 12. Jahrhundert treten mehr und mehr die Schwierigkeiten zutage, die das Kloster Corvey bei der Verwaltung seines entlegenen Besitzes und der Wahrung seiner Rechte im Nordland hat. Hinzu kommen Streitigkeiten mit den Ministerialen, die bestrebt sind, mehr Eigenständigkeit zu erlangen. Um seinen Besitz im Nordland zu schützen, arrangiert sich Corvey mit den regionalen Machthabern. Während dieser Zeit baut der Abt von Corvey eine Burg in Landegge. Um die Mitte des 15.Jahrhunderts nennt ein Corveyer Chronist den Abt Widukind (1190-1204) als Erbauer der Burg in Landegge. Eine Überlieferung aber schreibt die Errichtung der Feste 1178 dem Abt Konrad (1174-1189) zu. Schon bald partizipierte auch der Bischof von Münster an dieser Burg.

Sie soll ein Gegengewicht zur südlich gelegenen Burg Haren bilden, die die Tecklenburger Grafen besitzen und von dem Ministerialengeschlecht „von Haren“ bewohnt wird. Rund 200 Jahre ist die „Stiftsburg“ in Landegge Sitz der Verwaltung für das gesamte Emsland. Außerdem sind die Bürgmänner für die Sicherheit der „Friesischen Straße“ zuständig. Der Drost, „Verwaltungschef“ und Vertreter des Landesherrn, wohnte auch hier in Landegge.

Wirtschaft

Bekannt ist Haren als Schifferstadt. Heute haben mehr als 20 Reedereien in Haren ihren Geschäftssitz und bereedern zusammen eine Flotte von über 200 See- und Küstenschiffe. Zudem sind in Haren rund 50 Binnenschiffe beheimatet, die sich i.d.R. im Besitz einzelner Partikuliere befinden. Damit gehört die Stadt Haren (Ems) zu den drei größten Schifffahrtsstandorten in Deutschland.

Sehenswürdigkeiten

Bekanntestes Wahrzeichen ist der neubarocke Dom (Im Volksmund "Emsland-Dom" genannt; Architekt Sunder-Plaßmann) mit seiner die Stadt überragenden Kuppel. Eine Attraktion in der Nähe ist unter anderem das Schloss Dankern it einem Ferienzentrum und vielen Sport- und Spielattraktionen.








Info Hinweis: Dieser Artikel basiert auf dem Ursprungsartikel Haren (Ems) aus der Wiki pedia und er steht unter der GNU-Lizenz link fuer freie Dokumentation, eine Autoren-Liste ist ebenfalls verfuegbar.

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