Haschisch
www.infos-aus-germanien.info
Einordnung: Droge | Pflanzliche Droge | Hanf
- Was heißt Haschisch auf:
Englisch - Französisch - Italienisch - Niederländisch und Schwedisch sowie Spanisch
- Sie wissen mehr über das Thema Haschisch und möchten uns dazu etwas mitteilen?
Benutzen Sie dazu bitte unser Forum und eröffnen Sie einen neuen Thread zum Thema Haschisch.
Haschisch (arabisch "Gras") besteht aus dem Harz der weiblichen Hanfpflanze und ist eine Droge. In Deutschland fällt Haschisch unter das Betäubungsmittelgesetz. Nur der Konsum ist legal. Es wird jedoch immer wieder über die Legalisierung von Drogen in Deutschland und der Schweiz diskutiert. Der Besitz von Haschisch ist in Europa nur in den Niederlanden geduldet.
Das (oft gepresste) Harz der Hanfpflanze (Cannabis Sativa/Indica/Ruderalis), welches aus den Blüten und den harzigen Blättern gewonnen wird, nennt man Haschisch. Der Hauptwirkstoff ist THC (Δ-9-Tetrahydrocannabinol).
Laut dieser Definition sollte Haschisch in der Regel wesentlich potenter als Marihuana sein. Das in Deutschland hauptsächlich verfügbare so genannte "Standard"-Haschisch (auch "EU-Platte", "Euro-Platte", "Kommerz") welches meist recht trocken und mittelbraun ist, enthält jedoch oftmals Streckmittel (nicht im gefährlichen Sinn wie bei Ecstasy, sondern einfach Sand, Staub, unpotente Pflanzenteile, Damiana, selten Henna) und ist in der Wirkung eher schwächer/schlechter als Marihuana, welches definitionsgemäß eigentlich gerade weniger stark sein sollte. Das liegt eventuell auch an den längeren Wegen und Lagerzeiten Haschischs im Vergleich zu Marihuana: Marihuana wird größtenteils aus Holland importiert oder direkt in Deutschland (vor allem in den wärmsten Regionen, z. B. Kaiserstuhl, Hegau) angebaut, Haschisch kommt zumindest in Mengen eher aus dem ferneren Ausland (z. B. Marokko). Die holländischen Pflanzen sind durch züchterische Arbeit heute reicher an THC, als die Pflanzen aus den traditionellen Anbaugebieten. Andererseits übertrifft Haschisch aus Nepal oder Afghanistan, dessen spezielle Zubereitung und Rezeptur von Generation zu Generation weitergegeben wird, in puncto Rauchgenuss und Wirkung, die von purem Marihuana.
Das Rauchen von Haschisch im Joint (Zigarette) oder Wasserpfeifen (auch Bong oder Blubber) wird umgangssprachlich als Kiffen bezeichnet. Darüber hinaus wird Haschisch auch als Zusatz in Lebensmitteln (z. B. Keksen -> ugs. "Space Cookies", "Space Cake", "Lachkekse") konsumiert.
Es gibt kaum relevante, objektive Studien über die Auswirkungen von THC-Konsum. Im allgemeinen wird aber davon ausgegangen, dass es weitgehend harmlos sei. Langjähriges Kiffen wirkt sich jedoch mit Sicherheit auf die Persönlichkeit aus, es kann zu Konzentrationsproblemen, Gelassenheit bis hin zur Langsamkeit oder auch Gedächtnisschwäche kommen. Es wird vermutet, dass Haschischkonsum Psychosen auslösen kann. Dazu kommt, dass sich bei labilen Charakteren ein psychisches Abhängigkeitspotenzial einstellen kann. Der Betroffene belohnt sich u. U. mit Cannabisprodukten und flüchtet in seine sorgenfreie Welt. Demnach sollte eine solche psychische Abhängigkeit nach Meinung vieler Psychologen nicht unterschätzt werden.
Das Rauchen einer einzigen Cannabis-Zigarette ist nach Ansicht von Forschern der British Lung Foundation genauso schädlich wie der Konsum von 20 Tabak-Zigaretten. Diese These ist allerdings stark umstritten, in anderen Studien wird die Schädlichkeit einer Cannabis-Zigarette mit der von 2-5 Tabak-Zigaretten verglichen. Wenn Tabak und Cannabis gemeinsam geraucht werden, verschlimmern sich die Folgen für die Lungen. Laut Untersuchung soll der Teergehalt von Cannabis um 50 Prozent mehr Karzinogene enthalten als Tabak. Nach Meinung der Wissenschaftler birgt das intensive Inhalieren der "Joints" die große Gefahr in sich: eine Cannabis-Zigarette wird viermal so stark inhaliert wie eine gewöhnliche Tabak-Zigarette. Dadurch gelangen größere Mengen von Teer und Kohlenmonoxid sehr tief in die Lunge. Das erhöhe auch das Risiko einer pulmonalen Erkrankung.
Im Gegensatz zu häufig formulierten Meinungen haben Wissenschaftler in zahlreichen Studien festgestellt, dass Cannabiskonsum die Fähigkeit ein Kraftfahrzeug zu steuern nicht unbedingt einschränkt. Diese allerdings noch nicht staatlich anerkannten Studien zeigen im Gegenteil sogar auf, dass geringe Mengen Cannabis das Fahrverhalten deutlich verbessern können. Jedoch kann in diesen Studien lediglich anhand von Einzelfällen das Fahren unter THC-Einfluss mit dem Fahren unter THC-Entzug verglichen werden, jedoch nicht mit Fahrern, die nie zuvor gekifft haben, weil man für derartige Vergleiche eine sehr große Anzahl von Probanden benötigt, um zu statistisch relevanten Aussagen zu gelangen.
In nahezu allen Ländern hat man mit sehr hohen Strafen sowie Führerscheinentzug zu rechnen, wenn man mit Cannabis oder mit THC-Abbaustoffen im Blut bzw. Urin erwischt wird.
Siehe auch:Legalisierung von Drogen, Coffee Shop, Howard Marks, Grow Shop
Literatur
- Lark-Lajon Lizermann: Der Cannabis Anbau : Alles über Botanik, Anbau, Vermehrung, Weiterverarbeitung und medizinische Anwendung sowie THC-Messverfahrenm ISBN 3037881348
- Peggy Mann: Hasch, Zerstörung einer Legende (Umstrittenes Buch*Bernhard van Treeck: Das große Cannabis-Lexikon, Lexikon-Imprint-Verlag, Berlin, 2000, ISBN 3-89602-268-7
- van Treeck, Bernhard: Drogen- und Suchtlexikon, Lexikon-Imprint-Verlag, Berlin, 2003, ISBN 3-89602-221-0
- van Treeck, Bernhard: Drogen, Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin, 2003, ISBN 3-89602-420-5
Weblinks
- weitere Weblinks
- Umfassendes Archiv und aktuelle News zum Thema Cannabis und Legalisierung - Hanfpolitik, Legalisierung, aktuelle Nachrichten, Hanfotainment
- Wiki zum Thema Haschisch
- Rund um Cannabis als DrogeSehr umfangreiches Forum zum Thema Anbau, Konsum, etc. von Haschisch und MarihuanaInternationale Arbeitsgemeinschaft für Cannabis als Medizin (mehrere Sprachen)Dr.Lutz Neitzert "Opiumesser und der Club des Haschischins". a. Texte
- Suche nach Haschisch Infos mit: Yahoo
