www.infos-aus-germanien.infoBy Germanien | Startseite | Impressum | Sitemap | Webtips
 

Heißluftballon

www.infos-aus-germanien.info




Der Heißluftballon ist ein Luftfahrzeug. Es handelt sich ein Fluggerät, das aus einem unten geöffneten Ballon besteht, an dessen Öffnung sich ein Brenner befindet. Über diesen Brenner wird die Luft im Ballon vor der Fahrt erhitzt. Sie kann bei Bedarf auch während der Fahrt erneut erhitzt werden. So wird er leichter gemacht. Der Ballon bestand früher aus einer papiergefütterten Hülle aus Leinwand. Heute finden Nylongewebe, die mit Polyurethan beschichtet sind, Verwendung. Eine Sonderform des Heißluftballons ist der Solarballon.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Der Heißluftballon (Montgolfière) war das erste Fluggerät überhaupt, mit dem sich Menschen erfolgreich in die Luft erheben konnten. Erfunden wurde er von den Brüdern Joseph Michel und Jacques Etienne Montgolfier. Aus der Beobachtung, dass Rauch nach oben steigt, schlossen sie, dass Rauch, in einem leichten Behälter verpackt, den ganzen Behälter nach oben ziehen müsste. Sie gingen irrtümlich davon aus, ein neues, leichtes Gas entdeckt zu haben. In Wirklichkeit ist es jedoch die geringere Dichte von heißer Luft, die den Rauch nach oben steigen lässt.

Am 4. Juni 1783 ließen sie zum ersten Mal einen unbemannten Ballon mit 10 m Durchmesser vom Marktplatz in Annonay, Frankreich starten. Der Ballon erreichte ein Höhe von etwa 2000 Metern. Am 19. September 1783 startete der 2. Ballon in Paris mit 3 "Passagieren", einer Ziege, einer Gans und einem Hahn. Am 21. November wurde der erste bemannte Flug von Pilâtre de Rozier und dem Marquis d'Arlandes durchgeführt, anwesend waren dabei auch König Ludwig XVI. und Königin Marie-Antoinette.

Der erste Heißluftballon Deutschlands wurde von der Stuttgarter Ballonsportgruppe entwickelt. Er war mit 2.300 Kubikmeter Luft gefüllt, die auf bis zu 160° C erhitzt wurde. Der Ballon machte seine Jungfernfahrt am 02. September 1973 in Neckarhausen bei Mannheim.

Am 16. September 1979 gelang den beiden thüringischen Familien Strelzyk und Wetzel mit einem selbstgebauten Heißluftballon eine spektakuläre Flucht aus der DDR nach Bayern.

Heißluftballons wurden nach ihren Erfindern auch Montgolfièren genannt.

Physik

Bei konstantem Druck sinkt die Dichte von Körpern mit steigender Temperatur (Ausnahme: Anomalie des Wassers). Durch den Dichteunterschied der kälteren äußeren Luft und der inneren wärmeren Luft des Heißluftballons entsteht so eine Auftriebskraft. Dieser wirkt jedoch die Schwerkraft (das Gewicht) des Heißluftballons entgegen. Das Gewicht des Heißluftballons setzt sich - vereinfacht dargestellt - aus dem Gewicht der ihm angehängten Nutzlast (Korb mit Brenner, Gasbehältern und Insassen) sowie aus dem Gewicht der Ballonhülle zusammen. Das Gewicht der Ballonhülle steigt quadratisch mit dem Durchmesser. Eine grössere Hülle trägt mehr Nutzlast. Gangige Grössen sind 3000 - 5000 Kubikmeter. Die Auftriebskraft steigt - bei konstantem Dichteunterschied zwischen innerer und äußerer Luft - kubisch mit dem Ballondurchmesser. Bei kleinen Ballondurchmessern steigt das quadratisch wachsende Gewicht der Hülle schneller an, als der kubisch wachsende Auftrieb. Erst bei größeren Durchmessern überwiegt das Anwachsen der Auftriebskraft. Ein Heißluftballon benötigt so einen Mindestdurchmesser, um abheben zu können.

Verfeinerte Betrachtungen beziehen die Umstände mit ein, dass mit steigendem Ballondurchmesser sowohl größere Brenner als auch konstruktionsbedingt andere Materialien für die Hülle benötigt werden.

Anwendungen

Der Heißluftballon wird überwiegend für den Ballonsport verwendet. Da durch die mitgeführte Flamme stets eine Brandgefahr bei unkontrollierter Landung besteht, ist er für unbemannte Anwendungen wie für Radiosonden eher weniger geeignet, zumal auch die maximale Flugdauer wesentlich geringer ist als bei gasgefüllten Ballons, da während des Flugs ein Brennstoff verbraucht wird. Da der Auftrieb von Heißluft geringer ist als von Wasserstoff oder Helium ist die maximale Gipfelhöhe von Heißluftballons auch geringer, als die von gasgefüllten Ballons (18 Kilometer, anstelle 50 Kilometer). Nicht desto trotz gibt es auch unbemannte Anwendungen des Heißluftballons, zum Beispiel in Form von Flugmodellen und als Partyballon.

Siehe auch

Weblinks








Info Hinweis: Dieser Artikel basiert auf dem Ursprungsartikel Heißluftballon aus der Wiki pedia und er steht unter der GNU-Lizenz link fuer freie Dokumentation, eine Autoren-Liste ist ebenfalls verfuegbar.

Hunde