Heinrich Albertz
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Einordnung: Mann | SPD-Mitglied | Regierender Bürgermeister (Berlin) | Politiker (Berlin)
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Heinrich Albertz (* 22. Januar 1915 in Breslau; †18. Mai 1993 in Bremen) war ein deutscher Politiker (SPD). Der Theologe war von 1966 bis 1967 Regierender Bürgermeister von Berlin.
| Inhaltsverzeichnis |
Leben
- Albertz war Mitglied der Bekennenden Kirche,
- nach dem Kriege Leiter des Flüchtlingsamtes in Celle, von 1946 bis 1955 Mitglied des niedersächsischen Landtages,
- Minister für Flüchtlingswesen in Niedersachsen (1948-1955),
- Senatsdirektor in Berlin (1955-1961)
- Innensenator und Bürgermeister von Berlin 1961-1966
- Regierender Bürgermeister von Berlin vom 14. Dezember 1966 bis zu seinem Rücktritt am 26. September 1967.
Heinrich Albertz hatte im Laufe seiner politischen Laufbahn eine erstaunliche Wendung durchlaufen. von einem liberal denkenden Theologen wandelte er sich als Innensenator des Regierenden Bürgermeisters Brandt zu dem, was heutzutage als "Law-and-Order"-Politiker bezeichnet würde.
Nach seiner eigenen Wahl zum Regierenden Bürgermeister setzte bei ihm jedoch eine erneute Wandlung zu seinen ursprünglichen Anschauungen zurück.
Diese entwickelte sich vor allem unter dem Eindruck der Auseinandersetzungen um die Studentenunruhen, insbesondere den gewaltsamen Tod des Studenten Benno Ohnesorg bei dem Berlin-Besuch des Schahs von Persien am 2.6.1967, welche ihn immer stärker an seinen Ansichten aus der Zeit als Innensenator zweifeln ließen.
Auch verfügte er, anders als sein Vorgänger Brandt, nicht über den uneingeschränkten Rückhalt in seiner Partei.
Obwohl seine Partei bei den Wahlen zum Berliner Abgeordnetenhaus im März 1967 unter seiner Führung noch 56,9 % der Stimmen einfuhr, erklärte er im September 1967 seinen Rücktritt.
Bundesweit in die Schlagzeilen geriet er noch einmal 1975, als er, bereits wieder als Pfarrer tätig, sich im Rahmen der Lorenz-Entführung bereit erklärte, auf die Forderungen der Entführer insoweit einzugehen, dass er beim von der Bundesregierung und Berliner Senat gutgeheissenen Gefangenenaustausch als Geisel der Entführer beim Austauch der Gefangenen mitwirkte.
Werke
- Blumen für Stukenbrock : Biographisches. - Reinbek : Rowohlt, 1989. - ISBN 3-499-17772-2
- Dagegen gelebt : von den Schwierigkeiten, ein politischer Christ zu sein, Gespräche mit Gerhard Rein. - Reinbek : Rowohlt, 1976. - ISBN 3-499-14001-2
- Miserere nobis : eine politische Messe. - München : Knaur, 1989. - ISBN 3-426-04031-X
- Der Wind hat sich gedreht : Gedanken über uns Deutsche. - München : Knaur, 1993. - ISBN 3-426-80002-0
Literatur
- Jacques Schuster: Heinrich Albertz - Der Mann, der mehrere Leben lebte : eine Biographie. - Berlin : Fest, 1997. - ISBN 3-8286-0015-8
- Reinhard Rohde: Heinrich Albertz und Erich Schellhaus: Zwei Flüchtlingspolitiker der ersten Stunde; in: Rainer Schulze (Hg. zusammen mit Reinhard Rohde und Rainer Voss): Zwischen Heimat und Zuhause. Deutsche Flüchtlinge und Vertriebene in (West-)Deutschland 1945-2000; S. 126-140. - Osnabrück: secolo, 2001. - ISBN 3-929979-62-4
Weblinks
- weitere Weblinks
- Kurzbiografie Heinrich Albertz von Berliner SenatspresseamtKurzbiografie Heinrich Albertz aus Kirchenlexikon
Ernst Reuter | Walther Schreiber | Otto Suhr | Willy Brandt | Heinrich Albertz | Klaus Schütz | Dietrich Stobbe | Hans-Jochen Vogel | Richard von Weizsäcker | Eberhard Diepgen | Walter Momper | Eberhard Diepgen | Klaus Wowereit
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Albertz, Heinrich |
| ALTERNATIVNAMEN | |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Politiker (SPD) |
| GEBURTSDATUM | 22. Januar 1915 |
| GEBURTSORT | Breslau |
| STERBEDATUM | 18. Mai 1993 |
| STERBEORT | Bremen |
--InfoG 16:30, 24. Mär 2005 (CET)
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