Heinrich Luden
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Heinrich Luden war eine Geschichtschreiber, geb. 10. April 1780 zu Loxstedt im Regierungsbezirk Stade, †23. Mai 1847.
Luden besuchte die Domschule zu Bremen, widmete sich zu Göttingen theologischen und historischen Studien, war dann Hauslehrer bei dem Staatsrat Hufeland in Berlin, kehrte hierauf nach Göttingen zurück und schrieb die Biographien von Christian Thomasius (1805), Hugo Grotius (1806) und Sir William Temple (1808).
1806 wurde er als außerordentlicher Professor der Geschichte nach Jena berufen. Er war damit unmittelbarer Nachfolger des 1805 verstorbenen Friedrich Schiller. 1808 zum Honorarprofessor und 1810 zum ordentlichen Professor der Geschichte ernannt. Luden war nicht der einzige Professor, der am Wartburgfest teilgenommen hatte und damit mit der Amtsenthebung rechnen mußte. Zu denen zählten weiterhin der Mediziner Dietrich Georg von Kieser (1779-1862), der Mediziner, Naturforscher, Philosoph und der Herausgeber der Zeitschrift "Isis" Lorenz Oken und der Philosoph Jakob Friedrich Fries (1773-1843), Schüler Fichtes, der zeitweilig auch Mathematik und Physik in Jena vertreten hatte. 1820 trat Luden als Deputierter in die Landstände des Großherzogtums Weimar-Eisenach ein und blieb bis 1832 eines der aktivsten Mitglieder. Zu seinen Schülern zählte der spätere Königsberger Geschichtsprofessor und Universitätsarchivar Johannes Voigt.
Literatur
- Sabine Mattasch, Der Tatbestand des Verbrechens bei Heinrich Luden, 2003.
- Gerhard Müller, Heinrich Luden als Parlamentarier, Weimar 1998.
- Ralph Marks, Die Entwicklung nationaler Geschichtsschreibung, Frankfurt am Main 1987.
- Johannes Haage, Heinrich Luden, 1930.
- Elisabeth Reissig, Heinrich Luden als Publizist und Politiker, Jena 1916.
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