Hennigsdorf
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Einordnung: Ort in Brandenburg
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| Wappen | Karte | ||
|---|---|---|---|
| Eine Freigabe der Gemeinde, ihr Wappen hier zu zeigen, liegt noch nicht vor. Siehe auch Diskussion. Externes Bildsmall> | |||
| Basisdaten | |||
| Bundesland: | Brandenburg | ||
| Landkreis: | Landkreis Oberhavel | ||
| Geografische Lage: | 52° 38' n. B. 13° 12' ö. L. | ||
| Höhe: | 34 m ü. NN | ||
| Fläche: | 31 km² | ||
| Einwohner: | 26.300 (2003) | ||
| Bevölkerungsdichte: | 848 Einwohner je km² | ||
| Postleitzahlen: | 16761 (alt: 1422) | ||
| Vorwahl: | 03302 | ||
| Kfz-Kennzeichen: | OHV | ||
| Gemeindeschlüssel: | 12 0 65 136 | ||
| Stadtgliederung: | Stadt Hennigsdorf Ortsteil Nieder Neuendorf Ortsteil Stolpe Süd | ||
| Adresse der Stadtverwaltung: | Rathausplatz 1 16761 Hennigsdorf | ||
| Website: | www.hennigsdorf.de- bgcolor="#FFFFFF" | E-Mail-Adresse: | stadtverwaltung@hennigsdorf.de |
| Politik | |||
| Bürgermeister: | Andreas Schulz (SPD) | ||
Hennigsdorf ist eine Stadt nordwestlich von Berlin.
| Inhaltsverzeichnis |
Geografie
Geografische Lage
Hennigsdorf hat einen Nord-Süd-Ausdehnung von etwa 9 km und eine Ost-West-Ausdehnung von etwa 6 km. Die Stadt liegt an der nordwestlichen Stadtgrenze von Berlin, die hier zum großen Teil durch die Havel gebildet wird. Die gesamte Stadt wird nach Westen durch einen zwei bis drei Kilometer breiten Waldstreifen begrenzt.
Stadtgliederung
Neben dem eigentlichen Ort Hennigsdorf gehört seit 1923 der etwa 3.100 Einwohner zählende Ortsteil Nieder Neuendorf zum Stadtgebiet.
Geschichte
Hennigsdorf wurde 1375 erstmalig als "Heynekendorp" urkundlich erwähnt und blieb lange Zeit ein Fischer- und Kossätendorf, das erst durch die Ansiedlung Berliner Industriebetriebe zu Beginn des 20. Jahrhunderts größere Bedeutung erlangte. Das heutige Stadtwappen erhielt Hennigsdorf im Jahre 1938.
Bekannt wurde Hennigsdorf - abgesehen davon, dass Marinus van der Lubbe die Nacht vor dem Reichstagsbrand wegen Landstreicherei in der Hennigsdorfer Polizeiwache verbrachte - auch durch den Marsch von 5000 Arbeitern der Industriebetriebe am 17. Juni 1953 zu den Demonstrationen gegen die DDR-Regierung nach Berlin.
Durch den Bau der Berliner Mauer wurde Hennigsdorf vom Berliner S-Bahn-Netz und den Verbindungen nach Berlin-Heiligensee und Spandau abgeschnitten.
Wegen der stark gewachsenen Bevölkerungszahl - Hennigsdorf war vorübergehend die größte Gemeinde in der DDR - wurde Hennigsdorf 1962 das Stadtrecht verliehen.
Städtepartnerschaften
Hennigsdorf hat drei europäische Partnergemeinden: Kralupy (Tschechien), Choisy-le-Roi (Frankreich) und Alsdorf.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Martin-Luther-Kirche nach Entwurf von Stüler, Dorfkirche Nieder Neuendorf, historisches Rathaus von 1914 (Jugendstil), Rathenauviertel (Werkssiedlung der AEG) und Heimstättensiedlung (innerstädtische Siedlung in Form eines Angerdorfes) aus den 1920er Jahren. Im Ortsteil Nieder Neuendorf steht einer der beiden einzig erhaltenen Grenzbeobachtungstürme der Berliner Mauer.
Wirtschaft und Infrastruktur
Verkehr
Die Stadt liegt westlich der Autobahn A 111. Die nächstgelegenen Anschlussstellen sind Hennigsdorf und Stolpe.
Hennigsdorf stellt einen Bahnknoten im Nordwesten Berlins dar. Über die S-Bahnlinie S 25 besteht ein direkter Anschluss zum Berliner Stadtzentrum. Außerdem liegt die Stadt an den Regionalexpresslinien RE 5 (Elsterwerda/Senftenberg - Berliner Stadtbahn - Rostock/Stralsund) und RE 6 (Berlin-Charlottenburg - Neuruppin) sowie an den Regionalbahnlinien RB 20 (Potsdam - Oranienburg) und RB 55 (Hennigsdorf - Kremmen).
Industriebetriebe in Hennigsdorf
Der zu DDR-Zeiten wichtigste Industriebetrieb der Stadt war der VEB Stahl- und Walzwerk "Wilhelm Florin", der 1917 als Teil des Flick-Konzerns gegründet wurde. Heute ist davon nur noch ein mittelständisches Unternehmen übrig, das seit 1992 die Bezeichnung Hennigsdorfer Elektrostahlwerke GmbH trägt.
Seit 1913 werden in Hennigsdorf auch Lokomotiven gebaut. Im Laufe ihrer Existenz stand die Fabrik in der Verwaltung großer Firmen: Vor dem Zweiten Weltkrieg gehörte sie der AEG, danach der BLW, zu DDR-Zeiten der LEW ("VEB Lokomotivbau-Elektrotechnische Werke 'Hans Beimler'"), nach der Maueröffnung wurde sie 1991 zunächst wieder von der AEG übernommen und kam 1996 zusammen mit dem gesamten Transportsektor der AEG zu Adtranz. Seit 2001 betreibt Bombardier Transportation das Werk in Hennigsdorf.
Von 1913 bis heute wurden in Hennigsdorf etwa 21.700 Lokomotiven und Triebwagen gebaut, die weltweit zum Einsatz kamen bzw. noch kommen, zum Beispiel in China, Japan, Südafrika, Griechenland, Brasilien, den USA und der ehemaligen Sowjetunion.
Weblinks
- weitere Weblinks
- Geschichte der Schienenfahrzeug-Fabrik Stadtplan Hennigsdorf
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